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Assassin’s Creed Black Flag Resynced: Lohnt sich das Remake nach 13 Jahren?

HtcHnm (CC0), Pixabay
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Remakes spalten seit Jahren die Gemüter. Während Filmfans oft die Nase rümpfen, wenn der nächste Klassiker neu aufgelegt wird, wünschen sich Gamer genau das Gegenteil: geliebte Spiele in moderner Technik, mit besserer Grafik und zeitgemäßem Gameplay. Ubisoft wagt nun genau diesen Schritt und schickt mit „Assassin’s Creed Black Flag Resynced“ einen der beliebtesten Serienteile nach 13 Jahren zurück auf die Bildschirme.

Karibik in neuem Glanz

Schon in den ersten Minuten wird klar, worauf Ubisoft den Fokus gelegt hat. Die Karibik erstrahlt in satten Farben, das türkisfarbene Meer glitzert in der Sonne und tropische Inseln wirken lebendiger denn je. Besonders die Unterwasserwelt mit farbenprächtigen Korallenriffen gehört zu den optischen Höhepunkten des Spiels.

Der Unterschied zum Original von 2013 ist deutlich sichtbar. Damals dominierten noch dunkle Farbtöne und ein eher trüber Look – ein Stil, den viele Spieler heute als „Matsch-Ära“ der Videospiele bezeichnen. Das Remake verabschiedet sich davon und setzt auf deutlich mehr Licht, Farbe und Atmosphäre.

Edward Kenway bleibt der Star

Im Mittelpunkt steht weiterhin der charismatische Pirat Edward Kenway, der sich im frühen 18. Jahrhundert durch die Karibik schlägt. Das Setting zählt bis heute zu den größten Stärken des Spiels. Schatzsuchen, Seeschlachten, Entermanöver und die Erkundung unzähliger Inseln sorgen auch im Remake für echtes Piratengefühl.

Positiv fällt auf, dass Ubisoft die unbeliebten Gegenwartsabschnitte des Originals komplett gestrichen hat. Dadurch konzentriert sich das Spiel stärker auf das, was Fans wirklich sehen wollen: Abenteuer auf hoher See.

Moderne Technik trifft auf alte Spielmechanik

Auch spielerisch wurde vieles überarbeitet. Das Kampfsystem verbindet Elemente der modernen Assassin’s-Creed-Titel mit dem klassischen Gameplay des Originals. Diese Mischung funktioniert überraschend gut.

Dennoch merkt man dem Spiel sein Alter an. Manche Animationen wirken inzwischen etwas steif, einige Zwischensequenzen stammen nahezu unverändert aus dem Original und das Spiel nimmt den Spielern häufig zu viel ab. Rätsel werden teilweise bereits nach wenigen Sekunden durch Hinweise gelöst, bevor überhaupt Zeit bleibt, selbst nachzudenken.

Nostalgie oder geschicktes Geschäft?

Remakes sind längst zu einem wichtigen Geschäftszweig der Spielebranche geworden. Entwicklungszeiten für neue AAA-Titel werden immer länger und gleichzeitig steigen die Kosten. Alte Erfolgsmodelle technisch neu aufzulegen, ist deshalb für viele Studios wirtschaftlich attraktiv.

Gerade für Ubisoft kommt der Erfolg des Spiels zur richtigen Zeit. Der französische Publisher musste zuletzt Studios schließen, mehrere Projekte einstellen und zahlreiche Spiele verschieben. Ein erfolgreicher Neustart von Black Flag könnte dem Unternehmen dringend benötigten Rückenwind verschaffen.

Fazit

„Assassin’s Creed Black Flag Resynced“ bleibt auch 13 Jahre nach dem Original eines der atmosphärischsten Piraten-Abenteuer überhaupt. Die überarbeitete Grafik, die lebendige Karibik und der Verzicht auf die ungeliebten Gegenwartsmissionen machen das Remake zu einer gelungenen Neuauflage.

Ganz frei von Schwächen ist das Spiel allerdings nicht. Manche Altlasten des Originals wurden übernommen und das moderne Spieldesign führt den Spieler stellenweise zu sehr an die Hand.

Wer das Original geliebt hat, erhält dennoch die wohl schönste Version von Edward Kenways Abenteuer. Neue Spieler bekommen die Gelegenheit, einen der besten Teile der Assassin’s-Creed-Reihe erstmals in zeitgemäßer Technik zu erleben.

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