Fisnik Asllani steht offenbar kurz vor einem Wechsel zu RB Leipzig. Der Hoffenheimer Stürmer, der zuletzt gefühlt bei Bayern, Dortmund, Barcelona und vermutlich auch beim FC Hollywood gehandelt wurde, soll für rund 30 Millionen Euro nach Sachsen kommen.
Und sollte das tatsächlich klappen, dann schon jetzt: Glückwunsch, Marcel Schäfer. Das wäre ein richtig starkes Stück Transferarbeit.
Der 23-Jährige besitzt bei der TSG Hoffenheim offenbar eine Ausstiegsklausel über 30 Millionen Euro. RB soll bereit sein, diese zu ziehen. Damit würde Leipzig ausgerechnet jene Konkurrenz ausstechen, die sonst gerne so tut, als könne sie jeden Spieler einfach per Fingerschnippen verpflichten.
Vor allem beim FC Bayern dürfte man nun etwas verdutzt schauen. Asllani wurde dort immer wieder als Kandidat gehandelt. Aber zwischen „Interesse haben“ und „Transfer abschließen“ liegt bekanntlich ein großer Unterschied. In München redet man gern über große Namen, in Leipzig wird im Idealfall einfach unterschrieben.
Auch Borussia Dortmund und der FC Barcelona sollen Interesse gehabt haben. Sollte sich Asllani trotzdem für RB entscheiden, wäre das nicht nur sportlich stark, sondern auch ein schönes Zeichen: Man muss nicht immer an die Isar, ins Ruhrgebiet oder nach Katalonien, um Karriere zu machen. Manchmal reicht auch ein sauberer Plan in Leipzig.
Ein weiteres Indiz für den bevorstehenden Wechsel: Asllani fehlte zuletzt beim Hoffenheimer Testspiel und beim Trainingslager. Angeblich, um kein Verletzungsrisiko einzugehen. Aus RB-Sicht völlig nachvollziehbar. Wer 30 Millionen Euro kostet, soll vor der Unterschrift bitte weder umknicken noch beim Koffertragen Rücken bekommen.
Nach dem Abgang von Bazoumana Touré wäre Asllani eine wichtige Verstärkung für die Offensive. Er ist jung, entwicklungsfähig und kennt die Bundesliga. Also genau das Profil, bei dem man in Leipzig später gern behauptet, man habe ihn schon beobachtet, als der Rest Europas noch seinen Namen falsch geschrieben hat.
Natürlich ist noch nichts offiziell. Und als RB-Fan weiß man: Solange kein Foto mit Trikot, Stift und übertrieben entschlossenem Blick veröffentlicht wurde, kann immer noch irgendein Berater dazwischenfunken.
Aber falls der Deal wirklich über die Bühne geht, dann gilt: Marcel Schäfer, Chapeau. Bayern ausgestochen, Dortmund hinter sich gelassen und Barcelona ignoriert – so darf ein Transfersommer gern weitergehen.
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