Die NASA hat angekündigt, am Dienstag die vierköpfige Besatzung der Artemis-III-Mission vorzustellen. Die ausgewählten Astronauten dürfen sich auf eine besonders aufregende Aufgabe freuen: Sie fliegen 2027 ins All, um zu testen, ob sich milliardenteure Mondlandefähren von SpaceX und Blue Origin tatsächlich an ein anderes Raumschiff andocken lassen.
Mit anderen Worten: Das teuerste Parkmanöver der Menschheitsgeschichte geht in die nächste Runde.
Mondprogramm ohne Mond
Wer jetzt glaubt, Artemis III werde endlich auf dem Mond landen, muss enttäuscht werden. Die Mission findet zunächst lediglich im Erdorbit statt.
Die NASA nennt das einen wichtigen Test.
Kritiker nennen es: „Wir fliegen erst mal im Kreis und schauen, ob alles hält.“
Nach Artemis I (niemand an Bord) und Artemis II (am Mond vorbeifliegen) folgt nun Artemis III (nicht auf dem Mond landen). Wenn das so weitergeht, könnte Artemis VII irgendwann den historischen Schritt wagen, tatsächlich in Richtung Mond zu schauen.
Musk gegen Bezos – diesmal im Weltall
Besonders spannend: Die NASA testet gleich zwei kommerzielle Mondlandesysteme.
Das bedeutet, Elon Musk und Jeff Bezos dürfen erneut beweisen, wer von beiden die größere Rakete, die besseren Ingenieure und die aktivere Social-Media-Abteilung besitzt.
Während SpaceX vermutlich erklärt, man könne ohnehin schon morgen den Mars besiedeln, dürfte Blue Origin darauf hinweisen, dass man ganz bestimmt bald ebenfalls irgendwohin fliegen wird.
Vier Astronauten, ein Haufen Technik
Die Besatzung besteht aus vier Astronauten: einem Kommandanten, einem Piloten und zwei Missionsspezialisten.
Ihre Hauptaufgabe wird sein, zuzusehen, wie verschiedene Systeme miteinander kommunizieren, koppeln und hoffentlich nicht auseinanderfallen.
Im Idealfall läuft alles perfekt.
Im weniger idealen Fall gibt es anschließend eine weitere Untersuchungskommission und einen sehr langen Bericht mit vielen technischen Begriffen.
Die Rückkehr zum Mond – irgendwann
Offiziell verfolgt das Artemis-Programm das Ziel, eine dauerhafte menschliche Präsenz auf und um den Mond aufzubauen.
Die Vision klingt beeindruckend: Mondstationen, wissenschaftliche Experimente und langfristig vielleicht sogar Mondbewohner.
Aktuell besteht die größte Herausforderung allerdings darin, verschiedene Raumfahrzeuge miteinander zu verbinden, ohne dass dabei Milliarden Dollar teure Hardware unfreiwillig neue Flugbahnen entdeckt.
Fazit
Die NASA bleibt optimistisch.
2027 sollen vier Astronauten zeigen, dass die Zusammenarbeit zwischen Orion, SpaceX und Blue Origin funktioniert.
Falls alles klappt, ist der Mond wieder ein Stück näher.
Falls nicht, dürfte es zumindest fantastische PowerPoint-Präsentationen geben, die erklären, warum der nächste Test ganz bestimmt funktioniert.
Denn eines hat die Raumfahrt in den vergangenen Jahrzehnten bewiesen:
Zum Mond zu fliegen ist schwierig.
Noch schwieriger ist es, Termine einzuhalten.
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