Es ist eine alte Erkenntnis der US-Politik: In einen Krieg hineinzukommen ist oft leichter, als ihn wieder zu beenden. Diese Erfahrung machten bereits Präsidenten wie Harry Truman in Korea, Lyndon B. Johnson in Vietnam oder George W. Bush im Irak. Nun scheint auch Donald Trump im Konflikt mit dem Iran vor genau diesem Problem zu stehen.
Als Trump Ende Februar die Angriffe der USA und Israels auf den Iran ankündigte, klang alles nach einer schnellen und klaren Angelegenheit. Innerhalb weniger Wochen, so seine Prognose, sollten die militärischen Fähigkeiten des Iran entscheidend geschwächt und möglicherweise sogar ein politischer Umbruch herbeigeführt werden.
Drei Wochen später zeigt sich ein anderes Bild. Zwar wurden große Teile der iranischen Streitkräfte und Raketenarsenale zerstört, und auch die politische Führung wurde schwer getroffen. Doch das Regime ist nicht zusammengebrochen. Stattdessen hat der Iran mit vergleichsweise einfachen Mitteln eine empfindliche Schwachstelle der Weltwirtschaft ins Visier genommen: die Straße von Hormus.
Die Drohung mit Minen und Angriffen auf Schiffe hat den wichtigen Seeweg nahezu lahmgelegt – mit spürbaren Folgen für die globalen Energiepreise. Für die USA bedeutet das steigende Benzinpreise und wachsenden innenpolitischen Druck.
Für Trump entsteht daraus ein Dilemma. Ein vorschneller „Sieg“ ist kaum glaubwürdig, solange die Lage im Persischen Golf instabil bleibt. Gleichzeitig wird eine Fortsetzung des Krieges zunehmend riskant und teuer.
Hinzu kommt: Die Unterstützung durch Verbündete ist begrenzt. Mehrere Partnerländer lehnten es ab, sich militärisch an der Sicherung der Straße von Hormus zu beteiligen. Einige verwiesen darauf, dass der Krieg ohne ihre Einbindung begonnen wurde. Selbst enge Verbündete zeigen sich zurückhaltend.
Auch im Inland wächst die Skepsis. Umfragen zufolge lehnt eine Mehrheit der Amerikaner die Angriffe ab, und ein noch größerer Teil spricht sich gegen den Einsatz von Bodentruppen aus. Viele zweifeln zudem daran, dass die Regierung ihre Strategie ausreichend erklärt hat.
Dabei stehen für Trump noch schwierige Entscheidungen an. So ist unklar, wie die USA mit dem nahezu waffenfähigen Uran umgehen wollen, das tief unter der Erde gelagert wird. Ein Zugriff darauf könnte einen riskanten Bodeneinsatz erfordern.
Die Geschichte zeigt: Große Kriege prägen Präsidentschaften oft stärker als innenpolitische Erfolge. Für Trump, der seine zweite Amtszeit auch mit Blick auf sein politisches Vermächtnis gestaltet, könnte der Konflikt mit dem Iran genau zu einem solchen prägenden Faktor werden.
Die deutsche Schauspielerin Luna Jordan ist tot. Wie ihre Agentur unter Berufung...
BeiDie RedaktionMontag, 18.05.2026Beim kanadischen Sportmodekonzern Lululemon fliegen derzeit nicht nur die Leggings, sondern auch...
BeiDie RedaktionMontag, 18.05.2026New York erlebt derzeit das, wovor sich Pendler normalerweise mehr fürchten als...
BeiDie RedaktionMontag, 18.05.2026Interview mit Rechtsanwalt Maurice Högel von BEMK Rechtsanwälte Bielefeld Die Finanzaufsicht Bafin...
BeiDie RedaktionMontag, 18.05.2026
Kommentar hinterlassen