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AC Mailand, Glasner und Alaba: Österreichische Festspiele oder Veteranen-Treffen?

qimono (CC0), Pixabay
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Bei der AC Mailand soll nach der verkorksten Saison offenbar kein Stein auf dem anderen bleiben. Als neuer Trainer wird Oliver Glasner gehandelt, Ralf Rangnick könnte ebenfalls eine Rolle spielen – und natürlich darf in diesem Zusammenhang ein Name nicht fehlen: David Alaba.

Denn wenn drei Österreicher zusammenkommen, dauert es bekanntlich keine fünf Minuten, bis jemand sagt: „Und was macht eigentlich Alaba?“

Laut italienischen Medien soll Glasner großes Interesse daran haben, seinen Landsmann nach Mailand zu holen. Auf dem Papier klingt das zunächst hervorragend:

  • mehrfacher Champions-League-Sieger,
  • Ex-Bayern-Star,
  • Real-Madrid-Profi,
  • Führungsspieler,
  • internationale Erfahrung.

Kurz gesagt: ein Lebenslauf, bei dem jeder Sportdirektor feuchte Augen bekommt.

Die kleine Frage, die niemand stellen möchte

Allerdings gibt es da diese eine unangenehme Frage:

Ist David Alaba im Jahr 2026 tatsächlich noch eine sportliche Verstärkung – oder vor allem eine schöne Erinnerung an frühere Zeiten?

Denn während seine Titelsammlung immer länger wurde, wurde leider auch seine Krankenakte immer dicker.

Seit seinem Kreuzbandriss Ende 2023 kämpft Alaba immer wieder mit Verletzungen. Mal die Wade, mal die Muskulatur, mal die Belastungssteuerung, mal irgendetwas, das Ärzte erklären können, Fußballfans aber nur noch mit den Worten kommentieren:

„Ach, schon wieder?“

Mailand sucht Stabilität – Alaba sucht Spielminuten

Natürlich steht außer Frage, dass Alaba fit einer der intelligentesten Verteidiger seiner Generation ist.

Das Problem ist nur:

Für die AC Mailand wäre nicht entscheidend, wie gut Alaba 2020, 2021 oder 2022 war.

Entscheidend wäre, wie oft er 2026 tatsächlich auf dem Platz steht.

Denn die Rossoneri brauchen nach der enttäuschenden Saison dringend Stabilität.

Und Stabilität ist im Fußball normalerweise leichter zu erreichen, wenn der Innenverteidiger häufiger auf dem Rasen als im Rehazentrum anzutreffen ist.

Der österreichische Traum

Man stelle sich allerdings die Schlagzeilen vor:

Trainer Glasner.

Sportchef Rangnick.

Abwehrchef Alaba.

Das wäre weniger ein italienischer Spitzenklub als vielmehr eine Außenstelle des österreichischen Fußballverbands mit Pizza.

Vielleicht fehlt dann nur noch Marcel Hirscher als Athletiktrainer und Falco läuft vor jedem Heimspiel aus den Stadionlautsprechern.

Erfahrung hat ihren Preis

Mit 33 Jahren gehört Alaba im modernen Spitzenfußball inzwischen zu den älteren Semestern.

Das bedeutet nicht automatisch, dass er kein Topspieler mehr sein kann.

Aber die Realität zeigt, dass gerade Spieler mit einer langen Verletzungsgeschichte in diesem Alter selten wieder dauerhaft ihr früheres Niveau erreichen.

Mailand müsste also darauf wetten, dass:

  • der Körper hält,
  • die Fitness zurückkehrt,
  • die Belastung funktioniert,
  • und die Verletzungen endlich Geschichte sind.

Eine Wette, die durchaus aufgehen kann.

Aber eben auch eine, bei der das Risiko deutlich größer ist als noch vor einigen Jahren.

Fazit

David Alaba bleibt ohne Frage einer der größten österreichischen Fußballer aller Zeiten.

Die eigentliche Frage für die AC Mailand lautet jedoch nicht:

„Was hat Alaba alles gewonnen?“

Sondern:

„Wie viele Spiele kann Alaba in den nächsten zwei Jahren tatsächlich machen?“

Denn Titel von früher helfen im San Siro nur begrenzt weiter, wenn der Mannschaftsarzt am Ende häufiger mit dem Spieler spricht als der Trainer.

Oder anders gesagt:

Alaba wäre eine Verpflichtung mit großer Vergangenheit – ob daraus auch noch eine große Zukunft wird, muss erst bewiesen werden.

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