Disney World, der Times Square oder der Yellowstone-Nationalpark platzen oft aus allen Nähten. Doch abseits der bekannten Touristenmagnete gibt es in den USA zahlreiche Orte, die noch immer als Geheimtipps gelten – landschaftlich spektakulär, kulturell spannend und oft deutlich entspannter.
Hier sind einige der unterschätztesten Reiseziele Amerikas – von historischen Städten über wilde Nationalparks bis hin zu versteckten Küstenregionen.
Pioneer Valley, Massachusetts
Zwischen Boston und den Berkshires liegt das oft übersehene Pioneer Valley. Ehemalige Industriestädte wie Springfield und Northampton haben sich neu erfunden: mit kleinen Läden, kreativer Gastronomie, LGBTQ-Kultur und viel Natur.
Springfield gilt als Geburtsort des Basketballs und beherbergt die Basketball Hall of Fame. Northampton lockt mit alternativen Cafés, Kunstszene und Wanderwegen entlang des Connecticut River.
Block Island, Rhode Island
Während Martha’s Vineyard oder Nantucket längst überlaufen sind, bleibt Block Island angenehm ruhig. Fast 40 Prozent der Insel stehen unter Naturschutz. Besucher erwartet eine Mischung aus wilden Atlantikstränden, Fahrradtouren, Küstenwanderungen und entspanntem Nachtleben.
Buffalo, New York
Die ehemalige Industriemetropole erlebt ein bemerkenswertes Comeback. Historische Architektur, restaurierte Hafenviertel und eine lebendige Kulturszene prägen heute Buffalo.
Zu den Highlights zählen Art-déco-Gebäude, Frank-Lloyd-Wright-Häuser und das moderne Canalside-Viertel am Wasser. Die Niagarafälle liegen nur eine kurze Autofahrt entfernt.
Pennsylvania Wilds
Nordzentral-Pennsylvania gehört zu den am dünnsten besiedelten Regionen östlich des Mississippi. Tiefe Wälder, Schluchten, Wildflüsse und sternenklare Nächte machen die Gegend zum Paradies für Naturfreunde.
Besonders bekannt ist Cherry Springs State Park – einer der besten Orte der USA zur Sternenbeobachtung.
West Virginia
West Virginia verbindet spektakuläre Natur mit amerikanischer Geschichte. Harpers Ferry spielte eine zentrale Rolle im Bürgerkrieg, heute treffen sich dort Wanderer und Outdoor-Fans.
Der New River Gorge National Park gilt als Hotspot für Rafting, Mountainbiking und Klettersport.
Durham, North Carolina
Aus einer ehemaligen Tabakstadt wurde in wenigen Jahrzehnten ein modernes Zentrum für Wissenschaft, Kunst und Kulinarik. Besonders beliebt sind die Craft-Bier-Szene, Baseballspiele der Durham Bulls und das Duke Lemur Center.
Floridas „Forgotten Coast“
Zwischen Port St. Joe und St. Marks liegt eine der ursprünglichsten Küstenregionen Floridas. Statt Hotelburgen gibt es hier ruhige Strände, Naturreservate und Fischrestaurants direkt am Wasser.
West-Tennessee
Memphis zieht Musikfans magisch an – Blues, Soul und Rock’n’Roll sind hier allgegenwärtig. Doch die Region bietet weit mehr: Bürgerkriegsgeschichte, Südstaatenküche und Naturparks entlang des Mississippi.
Ouachita Mountains, Arkansas
Die Ouachita Mountains zählen zu den stillsten Gebirgsregionen der USA. Ideal für alle, die Ruhe suchen: mit Wanderwegen, Campingplätzen und abgelegenen Angelrevieren.
Milwaukee, Wisconsin
Milwaukee ist längst mehr als nur „Bierstadt“. Die Stadt punktet mit moderner Kunst, restaurierten Flussufern, Brauereien und überraschend guter Gastronomie.
Lake Superior
Die Region rund um den größten Süßwassersee der Welt erinnert eher an Kanada oder Alaska als an den Mittleren Westen. Nationalparks, Inseln, Wälder und Wildtiere machen die Gegend zu einem Traumziel für Outdoor-Fans.
North Dakotas Badlands
Die Badlands von North Dakota stehen oft im Schatten der berühmteren Landschaften South Dakotas. Dabei inspirierte genau diese Region einst Präsident Theodore Roosevelt.
Der Theodore Roosevelt National Park schützt Bisons, Wildpferde und weite Prärien.
Idaho
Idaho gehört zu den am meisten unterschätzten Bundesstaaten der USA. Gewaltige Flüsse, Berge, Seen und Vulkanlandschaften prägen das Bild.
Das „Craters of the Moon National Monument“ wirkt wie eine Mondlandschaft – hier trainierten einst sogar Apollo-Astronauten.
Grand Junction, Colorado
West-Colorado bietet rote Canyons, Weinregionen und spektakuläre Landschaften fernab der bekannten Skiorte. Besonders beeindruckend ist das Colorado National Monument.
White Sands, New Mexico
Die weißen Gipsdünen von White Sands wirken wie von einem anderen Planeten. Besucher können dort wandern, Sandboard fahren oder sogar mitten in den Dünen übernachten.
West-Texas
Big Bend, Geisterstädte, Wüstenlandschaften und Orte wie Marfa machen West-Texas zu einer der faszinierendsten Regionen der USA.
Capitol Reef National Park, Utah
Im Schatten von Zion oder Bryce Canyon wird Capitol Reef oft übersehen – völlig zu Unrecht. Der Nationalpark bietet gewaltige Felsformationen, Schluchten und beeindruckende Wanderwege ohne große Menschenmassen.
Willamette Valley, Oregon
Das Tal südlich von Portland entwickelt sich immer stärker zu einer der besten Weinregionen Amerikas. Dazu kommen Naturparks, Radwege und eine entspannte Atmosphäre.
Highway One nördlich von San Francisco
Während Big Sur weltberühmt ist, bleibt der nördliche Abschnitt des Highway One deutlich ruhiger. Küstenorte wie Mendocino oder Jenner bieten spektakuläre Ausblicke, Leuchttürme und ausgezeichnete Restaurants.
Channel Islands, Kalifornien
Die vor der Küste Kaliforniens gelegenen Inseln zählen zu den am wenigsten besuchten Nationalparks der USA. Wer die Überfahrt wagt, erlebt unberührte Natur, Wale, Seelöwen und einsame Wanderwege.
Kohala-Halbinsel, Hawaii
Die Nordspitze der Hauptinsel Hawaiis verbindet Geschichte, Vulkane und traditionelle hawaiianische Kultur. Besonders beliebt sind Reittouren und Wanderungen entlang der wilden Küste.
Matanuska Valley, Alaska
Nur eine Stunde von Anchorage entfernt beginnt eine Welt aus Gletschern, Wildnis und Abenteuer. Besucher können hier auf Gletschern wandern, Hundeschlitten fahren oder Moschusochsen beobachten.
Viele dieser Orte haben etwas gemeinsam: weniger Touristen, mehr Authentizität – und oft genau das Amerika, das Reisende eigentlich suchen.
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