Startseite Allgemeines 130 Millionen für Diomande? Und warum wird darüber überhaupt diskutiert?
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130 Millionen für Diomande? Und warum wird darüber überhaupt diskutiert?

jorono (CC0), Pixabay
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Als RB-Fan reibt man sich derzeit verwundert die Augen. Nicht wegen der angeblich gebotenen 130 Millionen Euro für Yan Diomande. Solche Summen gehören inzwischen offenbar zum ganz normalen Wahnsinn des internationalen Transfermarktes. Nein, die eigentliche Frage lautet: Warum wird überhaupt darüber diskutiert, ob RB Leipzig Diomande verkaufen könnte?

Haben wir in den vergangenen Monaten nicht alle dieselben Aussagen gehört?

Oliver Mintzlaff hat mehrfach betont, dass ein Verkauf eigentlich kein Thema sein dürfe. Der Anspruch von RB Leipzig müsse es sein, einen Spieler dieser Qualität eben nicht nach einer Saison wieder abzugeben. Marcel Schäfer sprach von einem zentralen Baustein der Zukunft. Und auch intern war stets zu hören, dass Diomande das Gesicht der nächsten Leipziger Mannschaft werden soll.

Nun lesen wir plötzlich täglich neue Schlagzeilen über Liverpool, Paris Saint-Germain und angebliche Verhandlungen. Da fragt man sich unweigerlich: Hat sich die Strategie des Vereins über Nacht geändert?

Natürlich sind 130 Millionen Euro eine gewaltige Summe. Doch Geld schießt bekanntlich keine Tore. Zumindest nicht direkt.

Viel wichtiger ist die Frage, wie RB Leipzig in eine Champions-League-Saison gehen möchte. Diomande war mit zwölf Toren und neun Vorlagen einer der Hauptgründe dafür, dass der Verein überhaupt wieder in der Königsklasse vertreten ist. Er war nicht irgendein Talent im Kader. Er war der Unterschiedsspieler.

Wer soll ihn denn ersetzen?

Die Antwort bleibt bislang aus.

Der Transfermarkt ist nicht FIFA auf der Spielkonsole. Für 130 Millionen Euro bekommt man nicht automatisch einen neuen Diomande. Schon gar nicht einen, der die Bundesliga kennt, in Leipzig funktioniert und mit 19 Jahren bereits Spiele allein entscheiden kann.

Liverpool sucht einen Salah-Nachfolger. PSG sucht den nächsten Superstar. Das ist verständlich. Aber warum sollte ausgerechnet RB Leipzig dabei helfen?

Jahrelang wurde dem Verein vorgeworfen, die besten Spieler zu schnell zu verkaufen. Nun hat man endlich wieder die Champions League erreicht, besitzt einen der spannendsten Offensivspieler Europas und verfügt dank der Red-Bull-Strukturen nicht über den finanziellen Druck anderer Vereine.

Wann, wenn nicht jetzt, wäre der richtige Zeitpunkt, ein Zeichen zu setzen?

Ein Verein mit Champions-League-Ambitionen verkauft seinen wichtigsten Offensivspieler nicht wenige Wochen vor Saisonbeginn. Er baut um ihn herum die Mannschaft auf.

Deshalb überrascht weniger das Interesse von Liverpool und PSG. Das wäre bei den Leistungen Diomandes geradezu selbstverständlich.

Verwunderlich ist vielmehr, dass aus einer theoretischen Anfrage überhaupt eine tägliche Verkaufsgeschichte geworden ist.

Denn bislang lautete die Botschaft aus Leipzig doch eindeutig: Yan Diomande soll bleiben.

Und ehrlich gesagt: Er muss bleiben.

Wer ernsthaft davon träumt, in der kommenden Champions-League-Saison gegen Europas Elite zu bestehen, sollte nicht darüber nachdenken, wie viel Geld Diomande einbringen könnte.

Sondern darüber, wie man mit ihm die nächsten Schritte nach oben macht.

1 Komment

  • Das sehe ich genauso! Endlich mal ein starkes Team aufstellen das den Bayern nicht nur Paroli bieten kann, sondern den Bayern davon läuft. Wenn man natürlich immer nur mit der CL Quali zufrieden ist, dann weiter so wursteln! Es kann der Anspruch von RB nicht sein mit 20 Punkten Rückstand Platz 2 oder 3 zu belegen!
    Diese Trainerdiskussion schon wieder, ätzend! Die Verantwortlichen von RB sollen sich mal hinterfragen ob sie ihr täglich Brot immer mit 100 Prozent erfüllen?
    Herr Mintzlaff an Sie direkt die Frage: Sind Sie Mister 100 % bei ihrer täglichen Arbeit?
    Wir reden hier von Sport, der Trainer kann anleiten! Lösungen müssen die Spieler auf dem Platz bringen und nicht vergessen, es gibt im Spiel immer einen Gegner!

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