Die US-Notenbank macht das, was sie aktuell am besten kann: nichts. Trotz Energiekrise, Inflation und geopolitischem Dauerstress bleibt der Leitzins brav in der Komfortzone zwischen 3,5 und 3,75 Prozent. Veränderung? Vielleicht später. Oder auch nicht.
POWELL BLEIBT – WEIL ER „KEINE WAHL“ HAT
Für die eigentliche Überraschung sorgt allerdings Noch-Chef Jerome Powell. Der verabschiedet sich zwar offiziell von der Spitze – bleibt aber einfach im Vorstand sitzen. Sozusagen der klassische Abgang durch die Hintertür mit eigenem Büroschlüssel.
Seine Begründung: Die Umstände hätten ihm „keine Wahl“ gelassen. Kritiker könnten sagen: Klingt ein bisschen wie „Ich geh dann mal… aber bleib trotzdem da.“
TRUMP DÜRFTE SICH FREUEN – ODER AUCH NICHT
US-Präsident Donald Trump wollte Powell bekanntlich schon länger loswerden. Jetzt bekommt er die Light-Version: Powell ist zwar nicht mehr Chef, aber eben auch nicht weg. Ein bisschen wie ein Ex, der noch die Netflix-Zugangsdaten nutzt.
ERMITTLUNGEN? ERLEDIGT. FAST WIE PRAKTISCH
Nebenbei erledigt sich auch ein anderes Problem fast von selbst: Ermittlungen wegen angeblich überteuerter Renovierungen sind vom Tisch. Keine neuen Vorladungen, keine neuen Schlagzeilen. Timing ist eben alles.
ZINSPOLITIK ALS STUMMER PROTEST
Bei der Abstimmung zeigt sich die Fed geschlossen – fast. Elf von zwölf Mitgliedern stimmen für Stillstand. Nur ein Trump-Berater will weiter senken. Gleichzeitig blockieren gleich mehrere Mitglieder zukünftige Zinssenkungen demonstrativ.
Man könnte es auch so sagen: Die Fed macht Geldpolitik – und ein bisschen Trotzpolitik gleich mit.
FAZIT: RUHE IM STURM – ODER EINFACH KEIN PLAN?
Die Fed sendet ein klares Signal: In unsicheren Zeiten bleibt man lieber stehen. Ob das Stabilität ist oder einfach nur Stillstand mit Ansage, wird sich zeigen. Powell jedenfalls bleibt zur Sicherheit gleich mit im Raum sitzen.
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