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Eklat bei der WM: US-Heimatschutzminister jubelt über Irans Aus

geralt (CC0), Pixabay
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Abseits des Rasens sorgt die Fußball-Weltmeisterschaft für politischen Zündstoff. Nach dem Vorrunden-Aus der iranischen Nationalmannschaft hat der US-Heimatschutzminister Markwayne Mullin mit einer bemerkenswerten Aussage für internationale Kritik gesorgt.

Der Minister erklärte vor Journalisten, er habe nach dem Ausscheiden des Iran sogar einen „Freudentanz“ aufgeführt.

„Ich bin einfach froh, dass sie raus sind und nicht zurückkommen. Ich war so glücklich, als wir ihre Visa zurückziehen konnten und sie US-Boden verlassen mussten. Vielleicht habe ich sogar ein Lied gesungen oder einen kleinen Freudentanz gemacht.“

Noch deutlicher wurde Mullin mit seiner Aussage, keine andere Mannschaft habe den US-Behörden während des Turniers mehr Aufwand bereitet als der Iran.

Schwierige Bedingungen für Irans Nationalteam

Die iranische Auswahl war während der gesamten Weltmeisterschaft erheblichen Einschränkungen unterworfen. Aufgrund der angespannten politischen Beziehungen zwischen den USA und dem Iran musste das Team sein ursprünglich geplantes Trainingsquartier in Arizona auf mexikanisches Gebiet nach Tijuana verlegen.

Zudem durften Spieler und Betreuer für die ersten beiden Gruppenspiele jeweils erst einen Tag vor der Partie in die USA einreisen und mussten das Land unmittelbar nach Spielende wieder verlassen. Erst vor dem letzten Gruppenspiel wurden die Einreisebestimmungen etwas gelockert.

Bitteres WM-Aus

Sportlich verpasste der Iran den Einzug in die K.-o.-Runde denkbar knapp. Gegen Ägypten glaubte das Team bereits an den entscheidenden Siegtreffer in der Nachspielzeit – doch das Tor wurde wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung aberkannt. Am Ende fehlte aufgrund der Tordifferenz der Sprung unter die besten Gruppendritten.

Iran kritisiert Behandlung

Nationaltrainer Amir Ghalenoei sprach nach dem Ausscheiden von einer ungerechten Behandlung seiner Mannschaft.

Nach seinen Worten sei der Iran „die am stärksten benachteiligte Mannschaft des Turniers“ gewesen. Die Reisebeschränkungen hätten die Vorbereitung massiv erschwert und dem Team deutlich weniger Trainingszeit ermöglicht als den übrigen Teilnehmern.

Auch Kapitän Mehdi Taremi beklagte die Atmosphäre während des Turniers. Die politischen Spannungen hätten nach seiner Einschätzung die Freude an einer Weltmeisterschaft überschattet.

Die Aussagen des US-Ministers dürften die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen beiden Staaten weiter belasten und zeigen einmal mehr, dass sich Sport und Politik bei diesem Turnier kaum voneinander trennen lassen.

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