Donald Trump hat wieder einmal bewiesen, dass er Dinge kann, von denen normale Menschen nur träumen können.
Während gewöhnliche Bürger nach einer Untersuchung beim Arzt auf Laborwerte, Befunde und Berichte warten müssen, reicht beim US-Präsidenten offenbar ein Beitrag in den sozialen Medien:
„Alles perfekt!“
Problem gelöst.
Zumindest fast.
Denn ausgerechnet das Weiße Haus hat den angekündigten Gesundheitsbericht bislang nicht veröffentlicht – und das sorgt inzwischen für mehr Fragen als Antworten.
Vertrauen ist gut, Bericht wäre besser
Nach seinem mehrstündigen Besuch im Militärkrankenhaus Walter Reed erklärte Trump, er befinde sich in perfekter Verfassung.
Das mag durchaus sein.
Nur wäre es für viele Beobachter beruhigend, wenn nicht ausschließlich Trump selbst diese Einschätzung abgeben würde.
Normalerweise veröffentlicht das Weiße Haus nach solchen Untersuchungen medizinische Zusammenfassungen.
Diesmal herrschte zunächst Schweigen. Und genau dieses Schweigen sorgt für Spekulationen.
Der fitteste 80-Jährige der Welt?
Trumps Ärzte bescheinigten ihm in der Vergangenheit regelmäßig eine außergewöhnlich gute Gesundheit. Teilweise wurde sogar sein Golfspiel als Beleg für seine Fitness angeführt. Außerdem wurde ihm eine körperliche Verfassung attestiert, die deutlich jünger wirke als sein tatsächliches Alter.
Das klingt beeindruckend.
Wenn man alle bisherigen Aussagen zusammennimmt, könnte man fast glauben, dass Arnold Schwarzenegger und Superman gemeinsam versuchen, mit Donald Trump Schritt zu halten.
Die kleinen Fragen am Rande
Allerdings gibt es auch Themen, die immer wieder diskutiert werden.
Fotos zeigten in der Vergangenheit Blutergüsse an den Händen, Schwellungen an den Beinen oder Hautveränderungen am Hals. Das Weiße Haus erklärte diese Erscheinungen jeweils mit medizinisch unbedenklichen Ursachen.
Für viele Menschen wären solche Dinge vermutlich kein großes Thema.
Wenn man allerdings Präsident der Vereinigten Staaten ist und über Atomcodes verfügt, steigt das öffentliche Interesse naturgemäß etwas an.
Transparenz ist keine Verschwörung
Kritiker argumentieren deshalb nicht unbedingt, dass Trump krank sei.
Vielmehr stellen sie die Frage, warum der Gesundheitsbericht nicht einfach veröffentlicht wird.
Denn Transparenz schafft Vertrauen.
Und fehlende Transparenz schafft vor allem eines:
Fernsehdebatten.
Sehr viele Fernsehdebatten.
Das Problem der Politik
Nach den Diskussionen über Joe Bidens Gesundheitszustand achten die Amerikaner inzwischen deutlich sensibler auf das Alter und die Fitness ihrer Präsidenten.
Wer fast 80 Jahre alt ist und das mächtigste Amt der Welt bekleidet, muss damit rechnen, dass Fragen gestellt werden.
Das gilt für Republikaner genauso wie für Demokraten.
Fazit
Niemand außerhalb des engsten medizinischen Umfelds weiß derzeit, ob es überhaupt irgendeinen Grund zur Sorge gibt.
Genau deshalb wäre ein offizieller Gesundheitsbericht hilfreich.
Denn solange nur Trump selbst erklärt, dass alles perfekt sei, bleibt die Situation etwas ungewöhnlich.
Oder anders formuliert:
Wenn ein Schüler nach der Mathearbeit verkündet, er habe bestimmt eine Eins geschrieben, fragt der Lehrer meistens trotzdem nach dem Test.
Und genau diesen Test wollten viele Amerikaner nun ebenfalls sehen.
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