BMW hat offenbar eine neue Bedeutung für das berühmte Kürzel gefunden:
BMW = Bring Mich Werkstatt.
Denn einige Exemplare des neuen Elektro-SUV iX3 müssen bereits zurück in die Werkstatt, bevor viele Kunden überhaupt die Gelegenheit hatten, das Auto richtig kennenzulernen.
Der Grund ist dabei durchaus elektrisierend.
Das Auto lädt – und vielleicht gleich den Fahrer mit
Laut Kraftfahrt-Bundesamt kann es bei bestimmten Fahrzeugen passieren, dass während des Ladevorgangs Spannung an der Karosserie anliegt.
Anders ausgedrückt:
Das Auto lädt nicht nur seinen Akku.
Es könnte theoretisch auch dem Besitzer einen kleinen Energieschub verpassen.
BMW nennt das natürlich nicht so.
Dort spricht man von einer fehlerhaften Ladeelektronik.
Klingt deutlich freundlicher als:
„Bitte fassen Sie das Fahrzeug nur mit ausreichender Vorsicht an.“
Die neue Definition von Fahrspaß
Jahrzehntelang warb BMW mit dem Slogan:
„Freude am Fahren.“
Nun erleben einige Kunden möglicherweise:
„Spannung beim Laden.“
Das ist zwar innovativ, dürfte aber nicht ganz die Erfahrung sein, die man sich beim Kauf eines Elektroautos vorgestellt hat.
Qualitätskontrolle mit Herzschlag
Immerhin wurde das Problem bei Routinekontrollen entdeckt.
Das bedeutet:
Die Ingenieure fanden den Fehler, bevor die Kunden ihn selbst entdecken konnten.
Eine gute Nachricht.
Denn der Praxistest
„Mal sehen, ob die Karosserie heute unter Strom steht“
wäre vermutlich keine ideale Verkaufsstrategie gewesen.
Auslieferung gestoppt
Besonders interessant:
Einige Fahrzeuge stehen bereits bei Händlern, dürfen aber nicht ausgeliefert werden.
Sie warten nun auf ihre Reparatur.
Oder wie man es im Autohaus nennt:
Vorladen vor dem Laden.
Weltweit nur 145 Fahrzeuge betroffen
BMW betont, dass weltweit lediglich 145 Fahrzeuge betroffen sind.
In Deutschland sind es sogar nur 28.
Damit dürfte die Wahrscheinlichkeit höher sein, beim Bäcker die letzte Rosinenschnecke zu bekommen, als einen betroffenen BMW zu erwischen.
Trotzdem gilt:
Wer zu den 28 Glücklichen gehört, sollte vielleicht nicht testen, ob Strom wirklich den kürzesten Weg sucht.
Das Elektroauto der Zukunft
Die Konkurrenz entwickelt autonomes Fahren.
BMW entwickelt offenbar zunächst einmal autonomes Kribbeln.
Natürlich wird der Fehler behoben.
Doch die Geschichte liefert einmal mehr Stoff für die Stammtische:
„Früher hat man sich Sorgen gemacht, ob der Motor anspringt.“
„Heute fragt man sich, ob das Auto zurückgrüßt.“
Fazit
Kein Grund zur Panik.
Die betroffenen Fahrzeuge werden repariert und bislang gab es keine bekannten Schäden.
Trotzdem zeigt der Rückruf:
Die Elektromobilität bringt viele neue Erfahrungen mit sich.
Früher musste man nur wissen, wo die Tankstelle ist.
Heute sollte man gelegentlich auch prüfen, ob das Auto beim Laden lieber Strom nimmt – oder ihn verteilt.
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