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Weißes Haus startet „Men in Black“-Website gegen Migranten

DonnaW (CC0), Pixabay
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Das Weiße Haus hat offenbar beschlossen, dass normale Abschiebepolitik einfach nicht mehr genug Science-Fiction-Potenzial bietet. Mit der neuen Website aliens.gov inszeniert die Regierung unter Donald Trump ihre Einwanderungspolitik jetzt wie einen schlecht gealterten UFO-Film aus den 90ern.

Unter dramatischem Sternenhimmel und grün blinkender Computerspiel-Schrift warnt die Seite davor, dass „sie unter uns wandeln“. Gemeint sind diesmal allerdings keine Marsmenschen oder Echsenwesen, sondern – laut Regierung – Menschen ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung.

„Sie kauften in denselben Geschäften ein und besuchten dieselben Schulklassen wie unsere Kinder“, heißt es auf der Seite in bedrohlichem Dauerscrolltext, als würde gleich Will Smith mit einem Neuralyzer durchs Bild laufen.

ICE jetzt mit Alien-Radar

Besonderes Highlight der Website ist die sogenannte „Alien-Arrest Map“. Die interaktive USA-Karte zeigt angeblich live Festnahmen durch die Einwanderungsbehörde ICE. Zahlen springen im Sekundentakt nach oben, begleitet von der subtilen Botschaft: „Achtung, Invasion!“

Insider vermuten, dass als Nächstes noch dramatische Hintergrundmusik und ein roter Knopf mit der Aufschrift „Orbital Strike“ ergänzt werden.

Der Begriff „Alien“ bedeutet im Englischen zwar sowohl „Außerirdischer“ als auch „Fremder“, doch Kritiker werfen der Regierung vor, Menschen bewusst wie Bedrohungen aus einem Katastrophenfilm darzustellen.

Kritik an „Star Wars für Abschiebungen“

Menschenrechtsorganisationen sprechen von einer entmenschlichenden und rassistischen Kampagne. Die Darstellung von Migranten als „Aliens“ sei gefährlich – vor allem angesichts zahlreicher umstrittener ICE-Einsätze und Berichte über Todesfälle im Zusammenhang mit Abschiebungen.

Andere fragen sich hingegen vor allem, wer im Weißen Haus entschieden hat, dass die amerikanische Einwanderungspolitik dringend den Look eines Verschwörungsforums von 2004 braucht.

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