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Wir in der Redaktion

geralt (CC0), Pixabay
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Als Journalist muss man versuchen, neutral zu sein – zumindest bei Themen, wo dies möglich ist, vor allem aber bei politischen Themen. Nicht aber im investigativen Bereich, wenn man aufgrund von Indizien nachweisen kann, dass man es mit einem Gauner zu tun hat.

Wir sind aber Menschen, die auch politisch interessiert sind in der Redaktion. Ja, wir gehen zu Veranstaltungen von allen Parteien, die für die Gesellschaft in Deutschland eine Rolle spielen, aber wir berichten eben auch nicht mainstreammäßig, sondern vertreten natürlich auch unsere redaktionelle Meinung. Natürlich gibt es durchaus Leser, die diese Meinung nicht teilen – völlig in Ordnung. Und wenn man dies kommentiert, sollte man sachlich bleiben und nicht polemisch werden. Wir respektieren sachliche Meinungen immer.

Wir lassen uns aber zu unserer Meinung nichts vorschreiben. Wem das nicht gefällt, für den sind wir dann möglicherweise nicht das richtige Portal. Damit müssen wir dann eben leben. Aber bei fast jeden Tag 100.000 Seitenaufrufen können wir nicht so viel falsch machen.

Wir haben uns als erfolgreiches, mutmaßlich sogar erfolgreichstes Anlegerschutzportal im Grauen Kapitalmarkt einen Namen gemacht. Ja, und manche brauchen schon ein Saunatuch, wenn da eine Presseanfrage von uns kommt. Natürlich reißen wir das Maul auch schon mal gewaltig auf in der Sache, aber den Inhalt können wir immer nachweisen.

Unsere Gegner im Grauen Kapitalmarkt arbeiten mit geklautem Geld, das sie von Lieschen Müller und Anton Schuster geklaut haben – ohne jegliche Skrupel. Solche Menschen gehören weg vom Markt und ab ins Gefängnis. Ja, und ich habe einige Menschen ins Gefängnis gebracht. Ob ich das bereue? Nein, absolut nicht. Denn wer Rentnern und Familien Geld klaut, der weiß, welches Risiko er eingeht.

Hat er mich an der Backe, dann hat er den unbequemsten Gegner, den es gibt. Denn ich bin ein Wadenbeißer und ich bin ein Marathonmann, keine Eintagsfliege. Trotzdem versuche ich immer fair zu sein.

Menschen, die Geld klauen, haben keine Beziehung zum Geld und bezahlen dann auch mal teure Anwälte. Ja, Rechtsanwälte, die oft einfach nur geldgeil sind und sich indirekt am geklauten Geld bereichern. Da kannst du manchmal nur den Kopf schütteln.

Auch wenn ich fast 70 bin – mein Kampfgeist ist der eines Bullterriers mit einem Jahr, und das werde ich beibehalten. Ich möchte mich aber auf diesem Wege auch bedanken für die riesige Fangemeinde, die ich mittlerweile habe – selbst bei Vertrieben, die ich angezählt habe. Menschen, die irgendwann erkannt haben: „Mensch, alter, der Bremer hat recht“, und mir dann manchmal Tausende von Adressen anonym zuspielen, wie in Sachen TGI AG zum Beispiel.

Ich bezahle dann solche Aktionen wie bei der TGI AG aus eigener Tasche – hier im fünfstelligen Bereich –, weil ich meine Arbeit als Dienst an der Gesellschaft ansehe. So wie andere zum THW oder Roten Kreuz gehen und auch nicht fragen, was sie dafür bekommen. Die machen das aus Überzeugung – genauso wie ich auch.

Warum dieser Artikel? Ganz einfach: Im Zusammenhang mit den TGI-Aktionen haben wir massive Drohungen bekommen, die wir sogar an die Staatsanwaltschaft übergeben haben. Denn auch da kennen wir kein Pardon. Es gibt solche Vollpfosten, die versuchen, sich auszukotzen, aber irgendwo ist dann auch mal die Grenze. Die haben einige der TGI-Empfehlungsgeber deutlich überschritten, und die ersten Klarnamen hat die Staatsanwaltschaft schon ermittelt. Gut so.

Danke für Ihre Zeit.

3 Kommentare

  • WiWo von heute:

    Wie sicher ist das Gold der TGI-Kunden im Kosovo?Neuer Ärger für den Goldhändler aus Österreich: Die Bafin warnt vor einem kosovarischen Partner der Firma. Der bunkert mehr als zwei Tonnen
    Gold.Leonard Frick22.05.2026 – 17:34 Uhr

    Eine Tonne Gold nimmt überraschend wenig Platz ein. Ein Würfel mit diesem Gewicht würde ganz einfach auf den Wohnzimmertisch passen.

    Besser aufgehoben ist eine Tonne Gold jedoch im Tresor. Das weiß auch Helmut Kaltenegger, ein 60-jähriger Goldhändler aus Österreich. Nach eigenen Angaben haben Kalteneggers Firmen mittlerweile über 50.000 internationale Kunden angeworben – viele davon in Deutschland.
    Über zwei Tonnen des Goldes sollen bei einem Partner im Kosovo liegen. Ein Unternehmen mit dem klanghaften Namen BOSS.BSS L.L.C. Und zu diesem Partner sprach die Bafin am Freitag eine Warnung aus.
    Die TGI schreibt, sie lege „größten Wert auf Sicherheit und ordnungsgemäße Abläufe“ und fügt hinzu: „Die Verwahrung der Goldbestände erfolgt nach höchsten Sicherheitsstandards, was auch durch einen entsprechenden Prüfbericht bestätigt wurde.“ Weiter möchte sich das Unternehmen jedoch nicht äußern. Mit den zuständigen Behörden befindet sich die TGI in einem „engen und kooperativen Austausch“.

    Das TGI-Geschäftsmodell
    Wer die TGI nicht kennt: Das in Liechtenstein ansässige Unternehmen lockte Kunden mit außergewöhnlich hohen Renditeversprechen. Käufer von Gold sollten monatlich bis zu vier Prozent des Kaufpreises als „Rabatt“ zurückerhalten – hochgerechnet 48 Prozent im Jahr. Nach Ablauf von drei Jahren sollte zusätzlich die ursprünglich erworbene Goldmenge ausgeliefert werden. Damit lagen die zugesagten Erträge um ein Vielfaches über dem Niveau klassischer Anlageformen.

    Die Geschäftspraktiken Kalteneggers werfen allerdings Fragen auf. Kalteneggers österreichische Firmen waren über Jahre hinweg stark überschuldet – jedenfalls bis sämtliche „Rechte und Pflichten“ – darunter vermutlich auch ein millionenschweres negatives Eigenkapital – auf eine liechtensteinische Aktiengesellschaft übertragen wurden: die TGI.
    In Liechtenstein hat die TGI es versäumt, einen aktuellen Jahresabschluss vorzulegen. Das bestätigt das dortige Amt für Justiz: „Die Jahresrechnung 2024 hätte bei uns spätestens Ende 2025 eingereicht werden müssen.“ Man habe die TGI deshalb zur Einreichung der Bilanz aufgefordert.

    Die TGI selbst teilt mit, der Abschluss sei „seit mehreren Monaten fertig“. Die Verzögerung ergebe sich zum einen aus „Meldungen von Finanzaufsichtsbehörden“, zum anderen aus „Rückfragen seitens der Banken“.
    Schon in einem TGI-Youtube-Video vom Januar 2026 hatte Kaltenegger angekündigt, die Bilanz werde „in Kürze“ einsehbar sein. Offensichtlich scheint es der TGI binnen vier Monaten nicht gelungen sein, die offenen Fragen der Banken zu beantworten.

    Ärger mit der Bafin
    Und auch mit der Bafin hat die TGI Ärger. Die veröffentlichte Ende April 2026 eine Warnmeldung. Teile des TGI-Angebots dürfe das Unternehmen „nicht zum Erwerb in Deutschland anbieten“, da ein „Verstoß gegen das Vermögensanlagengesetz“ vorliege.

    Die TGI sprach daraufhin von einer „Fehlinterpretation“. In einer Pressemitteilung heißt es: „Die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Geschäftsmodells der TGI AG wird dadurch nicht infrage gestellt.“
    Für die TGI war die Meldung der Bafin aber wohl Grund genug, ihr Geschäftsmodell umzustellen. Nun bietet der Goldhändler einen Rabatt von zwei bis drei Prozent beim Goldkauf. Die Website erklärt auch nach eingehender Suche nicht, wie der günstige Einkaufspreis zustande kommt. Die TGI liefert auch auf Nachfrage keine Erklärung, sondern schreibt lediglich: „Kundinnen und Kunden haben jederzeit die Möglichkeit, der TGI AG Feingoldbarren/Münzen/etc. zum Ankauf anzubieten.“

    Finanzaufsicht gibt neue Warnung heraus
    Am Freitag veröffentlichte die Bafin eine weitere Meldung, die für die TGI zum Problem werden könnte. Die BOSS.BSS soll in Deutschland Aktien „ohne den erforderlichen Prospekt“ angeboten haben. Bei Verstoß droht eine „Geldbuße von bis zu fünf Millionen Euro“ oder drei Prozent des Jahresumsatzes.
    TGI-Kunden sollten bei diesem Namen aufhorchen. Denn bei der BOSS.BSS dürften mehrere Tonnen TGI-Gold liegen.
    Das erklärte zumindest Kaltenegger selbst. Laut dem Österreicher hat die TGI einen „Safe Keeping Record“ (SKR) abgeschlossen. Also ein Nachweis, dass das Gold sicher von einem Partner verwahrt wird. Der WirtschaftsWoche liegt das Dokument vor. 2182 Kilogramm Gold mit einer Reinheit von 96 Prozent sollen demnach bei der BOSS.BSS im Kosovo lagern. Die TGI wird in dem Dokument nicht erwähnt. Aber es trägt die Unterschrift des Mannes hinter der BOSS.BSS: Baki Wahsh.

    Ebenfalls im Goldgeschäft, hat Wahsh hehre Ziele. Auf seiner Website kündigt er eine „Bewegung“ an, „die die Finanzwelt revolutioniert“. Vor der Revolution dürfte sich Wahsh zunächst mit einer empfindlichen Strafe auseinandersetzen müssen. Wahsh und die BOSS.BSS haben auf eine Anfrage nicht reagiert.
    Für TGI-Anleger stellt sich die Frage, wie sicher ihr Gold im Kosovo ist. Das Land ist nicht Teil der EU. Die Bafin selbst weist regelmäßig darauf hin, dass sie bei Auslandssachverhalten nur begrenzt durchgreifen kann. Wer als Anleger aus Deutschland Gold im Kosovo lagert, ist im Streitfall auf die dortige Justiz angewiesen.

    Wer Goldbestände bei der TGI hält, sollte spätestens jetzt prüfen: Wie genau ist das Eigentum am eingelagerten Gold dokumentiert?

  • Bravo Thomas und weiter so. Den „Strolchen“ dieses Planeten muss man das Handwerk legen, auch um teilweise gigantischen Schaden bei genau den Leuten zu vermeiden, die von Haus aus nicht so wirklich viel haben (das ist ja in der Regel das Publikum das Vertriebe aquirieren) Und leider sind Behörden auch Aufgrund der Rahmenbedingungen nicht die Schnellsten.

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