Als Journalist muss man versuchen, neutral zu sein – zumindest bei Themen, wo dies möglich ist, vor allem aber bei politischen Themen. Nicht aber im investigativen Bereich, wenn man aufgrund von Indizien nachweisen kann, dass man es mit einem Gauner zu tun hat.
Wir sind aber Menschen, die auch politisch interessiert sind in der Redaktion. Ja, wir gehen zu Veranstaltungen von allen Parteien, die für die Gesellschaft in Deutschland eine Rolle spielen, aber wir berichten eben auch nicht mainstreammäßig, sondern vertreten natürlich auch unsere redaktionelle Meinung. Natürlich gibt es durchaus Leser, die diese Meinung nicht teilen – völlig in Ordnung. Und wenn man dies kommentiert, sollte man sachlich bleiben und nicht polemisch werden. Wir respektieren sachliche Meinungen immer.
Wir lassen uns aber zu unserer Meinung nichts vorschreiben. Wem das nicht gefällt, für den sind wir dann möglicherweise nicht das richtige Portal. Damit müssen wir dann eben leben. Aber bei fast jeden Tag 100.000 Seitenaufrufen können wir nicht so viel falsch machen.
Wir haben uns als erfolgreiches, mutmaßlich sogar erfolgreichstes Anlegerschutzportal im Grauen Kapitalmarkt einen Namen gemacht. Ja, und manche brauchen schon ein Saunatuch, wenn da eine Presseanfrage von uns kommt. Natürlich reißen wir das Maul auch schon mal gewaltig auf in der Sache, aber den Inhalt können wir immer nachweisen.
Unsere Gegner im Grauen Kapitalmarkt arbeiten mit geklautem Geld, das sie von Lieschen Müller und Anton Schuster geklaut haben – ohne jegliche Skrupel. Solche Menschen gehören weg vom Markt und ab ins Gefängnis. Ja, und ich habe einige Menschen ins Gefängnis gebracht. Ob ich das bereue? Nein, absolut nicht. Denn wer Rentnern und Familien Geld klaut, der weiß, welches Risiko er eingeht.
Hat er mich an der Backe, dann hat er den unbequemsten Gegner, den es gibt. Denn ich bin ein Wadenbeißer und ich bin ein Marathonmann, keine Eintagsfliege. Trotzdem versuche ich immer fair zu sein.
Menschen, die Geld klauen, haben keine Beziehung zum Geld und bezahlen dann auch mal teure Anwälte. Ja, Rechtsanwälte, die oft einfach nur geldgeil sind und sich indirekt am geklauten Geld bereichern. Da kannst du manchmal nur den Kopf schütteln.
Auch wenn ich fast 70 bin – mein Kampfgeist ist der eines Bullterriers mit einem Jahr, und das werde ich beibehalten. Ich möchte mich aber auf diesem Wege auch bedanken für die riesige Fangemeinde, die ich mittlerweile habe – selbst bei Vertrieben, die ich angezählt habe. Menschen, die irgendwann erkannt haben: „Mensch, alter, der Bremer hat recht“, und mir dann manchmal Tausende von Adressen anonym zuspielen, wie in Sachen TGI AG zum Beispiel.
Ich bezahle dann solche Aktionen wie bei der TGI AG aus eigener Tasche – hier im fünfstelligen Bereich –, weil ich meine Arbeit als Dienst an der Gesellschaft ansehe. So wie andere zum THW oder Roten Kreuz gehen und auch nicht fragen, was sie dafür bekommen. Die machen das aus Überzeugung – genauso wie ich auch.
Warum dieser Artikel? Ganz einfach: Im Zusammenhang mit den TGI-Aktionen haben wir massive Drohungen bekommen, die wir sogar an die Staatsanwaltschaft übergeben haben. Denn auch da kennen wir kein Pardon. Es gibt solche Vollpfosten, die versuchen, sich auszukotzen, aber irgendwo ist dann auch mal die Grenze. Die haben einige der TGI-Empfehlungsgeber deutlich überschritten, und die ersten Klarnamen hat die Staatsanwaltschaft schon ermittelt. Gut so.
Danke für Ihre Zeit.
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