Während sich große Teile der USA auf Grillpartys und sommerliche Temperaturen zum Unabhängigkeitstag vorbereiten, erlebt der Norden der Rocky Mountains eine meteorologische Überraschung. Ein ungewöhnlich starker Kaltlufteinbruch bringt Ende Juni Schnee, Sturm und Temperaturen, die eher an den Winter als an den Hochsommer erinnern.
Der US-Wetterdienst hat für Teile der Bundesstaaten Idaho, Montana und Wyoming Wintersturmwarnungen ausgegeben. Vor allem in höheren Lagen oberhalb von rund 2.000 Metern müssen sich Bewohner und Reisende auf winterliche Straßenverhältnisse einstellen. In einigen Gebieten könnten bis zu 30 Zentimeter Neuschnee fallen.
Verantwortlich ist ein kräftiges Tiefdrucksystem, das kalte Luftmassen in die Region lenkt. Dadurch liegen die Temperaturen stellenweise 15 bis 20 Grad unter den für Ende Juni üblichen Werten. Neben dichtem Schneefall werden starke Windböen mit Geschwindigkeiten von über 80 Kilometern pro Stunde erwartet.
Die Wetterbehörden warnen vor schwierigen Reisebedingungen. Nasser Schnee könnte Bäume zum Umstürzen bringen und Straßen blockieren. Wanderer und Camper in den Bergen werden aufgefordert, Touren möglichst zu verschieben oder sich auf winterliche Bedingungen mit entsprechender Ausrüstung einzustellen. Dazu gehören Schneeketten, warme Kleidung, Decken, Wasser und ein Notfallset.
Neben Schnee sorgt das Wetter auch für kräftige Regenfälle und Gewitter. Im Glacier-Nationalpark in Montana besteht örtlich sogar die Gefahr von Sturzfluten. Heftige Schauer und starke Windböen können die Sicht erheblich einschränken.
Die winterliche Wetterlage soll bis zum 29. Juni anhalten und könnte den Reiseverkehr unmittelbar vor dem langen Feiertagswochenende zum 4. Juli beeinträchtigen. Während im Osten und Mittleren Westen der USA vielerorts sommerliche Hitze erwartet wird, heißt es in den Rocky Mountains ungewöhnlicherweise: Schneeschaufel statt Sonnencreme.
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