Der nächste Skandal! Wind für die Mafia-Durchsuchungen wegen Geldwäsche-Verdachts

Die Ermittlungen der deutschen Staatsanwaltschaft Osnabrück wegen Geldwäscheverdachts in Zusammenhang mit einem vermutlich von der Mafia gebauten Windpark in Kalabrien führen haben am heutigen Tage zu umfangreichen Durchsuchungen in Deutschland und auch Österreich geführt. Das teilte die Staatsanwaltschaft Osnabrück mit. Grund seien die „internationalen Bezüge“.Näheres war vorerst nicht in Erfahrungen zu bringen.


Hierzu berichtet Radio Bremen Aktuell

Wegen Geldwäsche-Verdachts bei einem Windpark in Italien sind in sechs Bundesländern Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht worden. Hintergrund der Aktion sei die Finanzierung der vermutlich von der Mafia in der kalabrischen Stadt Crotone gebauten Anlage, teilte die Staatsanwaltschaft Osnabrück mit. Durchsucht wurden auch Büros in Bremen und Niedersachsen.

Ermittelt wird in dem Fall seit Februar 2013.

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück macht allerdings bisher keine Angaben dazu, bei wem die Durchsuchung in Bremen stattfand. Verstärkt wurden Büros im Emsland und in Ostfriesland durchsucht.

Konkret geht es um einen Windpark in der süditalienischen Provinz Kalabrien. Die Mafia-Organisation soll den Windpark Crotone gebaut haben – und zwar mit Geld von der HSH Nordbank. Bei den Ermittlungen gehe es um den Verdacht der Geldwäsche und Unterstützung einer kriminellen Vereinigung, sagte der Osnabrücker Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer. Die Bank selbst stehe nicht im Verdacht, sondern Kunden, die offenbar im Kontakt mit der Mafia stünden. Dabei geht es um 48 Windmühlen in Kalabrien, die die Bank mit über 200 Millionen Euro finanziert hat.

An der heutigen Razzia beteiligen sich mehr als 200 Einsatzkräfte. Sie durchsuchen 20 Objekte unter anderem auch in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein sowie in Österreich. Experten des Bundeskriminalamts und des Landeskriminalamts Niedersachsen haben seit Februar unter Federführung der Osnabrücker Staatsanwaltschaft in dieser Sache ermittelt.

Verdächtigt werden unter anderem Geschäftspartner des Auricher Windkraftanlagen-Herstellers Enercon und der HSH Nordbank. Die Ermittlungen richten sich gegen überwiegend im Emsland ansässige Geschäftspartner dieser Gesellschaften.

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