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Historischer Tiefstand: US-Verbraucherstimmung stürzt wegen hoher Lebenshaltungskosten ab

MIH83 (CC0), Pixabay
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Die Stimmung der amerikanischen Verbraucher ist auf einen historischen Tiefpunkt gefallen. Nach aktuellen Daten der University of Michigan sank der viel beachtete Index zur Verbraucherstimmung im Mai bereits den dritten Monat in Folge – auf nur noch 44,2 Punkte. Damit liegt der Wert sogar noch unter dem bisherigen Negativrekord aus dem April.

Für die USA ist das ein bemerkenswertes Signal. Noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 1952 bewerteten Amerikaner ihre wirtschaftliche Lage schlechter – nicht während der Finanzkrise, nicht nach den Anschlägen vom 11. September, nicht während der Corona-Pandemie und auch nicht in früheren Inflationsphasen.

Hohe Spritpreise verschärfen die Lage

Als zentrale Belastung gelten die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten. Besonders die zuletzt erneut gestiegenen Benzinpreise sorgen bei vielen Haushalten für Frust.

Zusätzlich belastet der Krieg zwischen den USA, Israel und Iran die Märkte. Die Sorge vor Engpässen bei der Ölversorgung und neuen Preisschocks hat die Unsicherheit weiter verstärkt.

„Die Lebenshaltungskosten bleiben das dominierende Thema“, erklärte Joanne Hsu, Leiterin der Verbraucherstudien an der University of Michigan. Mehr als die Hälfte der Befragten gab demnach an, dass die hohen Preise ihre finanzielle Situation zunehmend verschlechtern.

Inflation bleibt psychologisches Problem

Obwohl sich die Inflation im Vergleich zu den Rekordwerten der vergangenen Jahre teilweise abgeschwächt hat, bleibt die wirtschaftliche Stimmung im Land extrem negativ. Viele Amerikaner empfinden den Alltag weiterhin als kaum noch bezahlbar.

Vor allem Lebensmittel, Energie, Versicherungen und Wohnkosten gelten für Millionen Haushalte inzwischen als massive Belastung. Hinzu kommt die Angst vor weiteren Preissteigerungen durch geopolitische Konflikte.

Ökonomen sehen darin zunehmend auch ein psychologisches Problem: Selbst wenn sich einzelne Wirtschaftsdaten stabilisieren, bleibt bei vielen Verbrauchern das Gefühl bestehen, finanziell permanent unter Druck zu stehen.

Belastung für die Politik

Die schlechten Stimmungswerte dürften auch politisch erhebliche Folgen haben. Die wirtschaftliche Lage gilt traditionell als eines der wichtigsten Themen für US-Wähler.

Steigende Benzinpreise kurz vor Beginn der Sommerreisesaison treffen dabei einen besonders empfindlichen Nerv. Für viele Familien werden Urlaubsfahrten, Alltagseinkäufe und Pendelkosten zunehmend zum Problem.

Die neuen Zahlen zeigen vor allem eines: Viele Amerikaner haben derzeit das Vertrauen verloren, dass sich ihre finanzielle Situation kurzfristig verbessern wird.

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