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Willkommen zur Fußball-WM 2026 – außer du kommst aus dem Iran

stux (CC0), Pixabay
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Man muss bei dieser Geschichte schon ein wenig mit dem Kopf schütteln. Da veranstalten die USA gemeinsam mit Mexiko und Kanada eine Fußball-Weltmeisterschaft, feiern sich als weltoffene Gastgebernation – und dann heißt es plötzlich: Die iranische Nationalmannschaft soll bitte lieber woanders schlafen.

Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hat das jetzt ziemlich offen ausgesprochen: Die USA wollten das iranische Team offenbar nicht im eigenen Land unterbringen. Also fragte die FIFA kurzerhand bei Mexiko nach, ob man einspringen könne. Die Antwort aus Mexiko: „Ja, kein Problem.“ Immerhin scheint dort noch jemand verstanden zu haben, dass bei einer Fußball-WM eigentlich Fußballmannschaften eingeladen werden sollten.

Nun soll das iranische Team stattdessen in Tijuana untergebracht werden – direkt an der US-Grenze. Das hat fast schon symbolischen Charakter: Willkommen zur WM in Amerika, aber bitte bleibt möglichst knapp außerhalb der Vereinigten Staaten.

Offiziell klingt das natürlich alles viel harmloser. Der iranische Verbandspräsident erklärte zunächst, das Quartier werde wegen der besseren Entfernung zu Los Angeles verlegt, wo die ersten Gruppenspiele stattfinden. Klar. Rein zufällig taucht dann kurze Zeit später die Aussage der mexikanischen Präsidentin auf, wonach die USA das Team schlicht nicht beherbergen wollten. Da braucht man kein Verschwörungstheoretiker zu sein, um eins und eins zusammenzuzählen.

Besonders absurd wirkt das Ganze vor dem Hintergrund, dass die FIFA seit Jahren von „Einheit“, „Völkerverständigung“ und „Fußball verbindet die Welt“ spricht. Offenbar gilt das aber nur, solange die Geopolitik nicht unbequem wird.

Man stelle sich die Situation einmal umgekehrt vor: Eine Nationalmannschaft reist zu einer WM an und das Gastgeberland signalisiert mehr oder weniger offen: Spielen dürft ihr schon – aber wohnen lieber nicht bei uns. Das wäre eigentlich ein diplomatischer Eklat. Im modernen Weltfußball wird daraus offenbar einfach eine organisatorische Anpassung.

Am Ende zeigt die Geschichte vor allem eines: Selbst eine Fußball-Weltmeisterschaft schafft es längst nicht mehr, Politik und internationale Spannungen außen vor zu lassen. Und die FIFA? Die nickt wahrscheinlich wieder alles ab und nennt es anschließend ein „positives Zeichen internationaler Zusammenarbeit“.

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