Als Chemie-Fan kann man da eigentlich nur grinsen. Offenbar spricht sich langsam herum, wo in Leipzig der echte Fußball zuhause ist. Mit Christoph „Bobby“ Maier wechselt bereits der vierte Spieler innerhalb von zwei Jahren vom Stadtrivalen Lok nach Leutzsch. Man könnte fast meinen, der Weg von Probstheida ins Leutzscher Holz gehört inzwischen zum Standardprogramm.
Maier selbst hat jedenfalls schnell erkannt, wo die Musik spielt. Die Atmosphäre bei den Leipziger Derbys habe ihn beeindruckt und die „Wucht“ von Chemie überzeugt. Tja, wer einmal erlebt hat, wie das Alfred-Kunze-Sportpark bebt, weiß eben, dass Fußball mehr ist als Tabellen und Aufstiegsrelegationen.
Und während man bei Lok weiter darüber grübelt, wie man den nächsten Anlauf Richtung 3. Liga versemmelt, baut Chemie Stück für Stück einen spannenden Kader zusammen. Trainer Alexander Schmidt bekommt mit Maier einen spielstarken Mittelfeldlenker, der reichlich Regionalliga-Erfahrung mitbringt und genau die Kreativität liefern soll, die zuletzt gefehlt hat.
154 Regionalligaspiele, über 30 Torbeteiligungen und jetzt das grün-weiße Trikot – klingt nach einem guten Deal. Vielleicht war Maier ja einfach müde davon, ständig auf der falschen Seite der Stadt zu trainieren.
Aus Chemie-Sicht bleibt nur zu sagen: Herzlich willkommen im richtigen Leipziger Verein, Bobby! Und an die Freunde aus Probstheida ein kleiner Trost: Es ist schön zu sehen, dass ihr weiterhin so engagiert unsere Kaderplanung unterstützt.
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