Startseite Allgemeines Kommentar eines Energie Cottbus-Fans: Klingt spannend – aber bitte nicht schon wieder die Wundertüte…
Allgemeines

Kommentar eines Energie Cottbus-Fans: Klingt spannend – aber bitte nicht schon wieder die Wundertüte…

sergeitokmakov (CC0), Pixabay
Teilen

Na prima, die neue Zweitliga-Saison geht los – und schon stehen wieder die ersten Überraschungsgäste auf dem Trainingsplatz. Diesmal heißt die Wundertüte Julian Pollersbeck. Früher mal HSV-Hoffnung, danach Frankreich, Magdeburg, Regensburg – und zuletzt vor allem Krankenakte statt Stammplatz. Da darf man als Energie-Fan schon mal vorsichtig die Augenbraue heben.

Natürlich kennt Claus-Dieter Wollitz seine Kandidaten. Und wenn Pele sagt, es sei nur ein „Kennenlernen“ und kein Probetraining, dann wird das schon seine Gründe haben. Trotzdem fragt man sich: Haben wir gerade den Sprung in die 2. Liga geschafft oder eröffnen wir eine Reha-Klinik für ehemalige Bundesliga-Namen?

Pollersbeck soll Marcel Lotka Druck machen. Schön und gut. Aber dafür müsste er erst einmal selbst dauerhaft fit sein. Nach gerade einmal einem Pflichtspieleinsatz in der vergangenen Saison fällt das Vertrauen nicht automatisch vom Himmel.

Und dann geistert auch noch John Brooks durchs Stadion. Zweifellos ein großer Name, aber eben auch einer mit ordentlich Verletzungshistorie. Klar wäre das ein echter Hingucker in der Lausitz. Nur helfen uns große Namen herzlich wenig, wenn sie häufiger auf der Behandlungsliege liegen als auf dem Rasen.

Immerhin scheint Wollitz diesmal vorsichtiger zu sein. Erst anschauen, dann entscheiden. Das klingt vernünftig. Gerade in der 2. Liga können wir uns keine sentimentalen Verpflichtungen leisten. Wir brauchen Spieler, die Woche für Woche auf dem Platz stehen – nicht nur in den Schlagzeilen.

Mit Leonardo Bittencourt ist bereits ein echter Coup gelungen. Ryan Malone bringt ebenfalls Erfahrung mit. Jetzt wäre es schön, wenn neben den prominenten Namen auch ein paar solide Malocher dazukämen. Denn Zweitliga-Punkte gibt es bekanntlich nicht für klangvolle Lebensläufe, sondern für 90 Minuten Einsatz.

Also: Willkommen zum Kennenlernen, Herr Pollersbeck. Überzeugen Sie uns gerne. Aber bis dahin bleibt der Lausitzer skeptisch – schließlich haben wir in Cottbus schon oft genug erlebt, dass ein großer Name allein noch keinen Klassenerhalt garantiert.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Hamburger Bananenjustiz: Im Lombardium-Verfahren reift nur noch die Verjährung

Hamburg kann Hafen, Elbphilharmonie und Franzbrötchen. Offenbar kann die Hansestadt auch etwas,...

Allgemeines

Fed-Chef Warsh widersetzt sich Trump – Streit um die Unabhängigkeit der US-Notenbank

Die US-Notenbank Federal Reserve hat erstmals seit drei Jahren den Leitzins angehoben....

Allgemeines

Kreta, Kater, Katastrophe: Hoffenheim verpatzt den Europa-League-Auftakt

Es hätte ein wunderbarer Europapokalabend werden können: spätsommerliche Temperaturen, 20.000 Menschen auf...

Allgemeines

Deutschland regional: Das ist neu in den 16 Bundesländern

Politische Richtungsentscheidungen im Osten, umfangreiche Verkehrsprobleme im Norden, wirtschaftliche Einschnitte im Südwesten...