Der langjährige „Wheel of Fortune“-Sprecher Jim Thornton ist vorläufig von der US-Gameshow suspendiert worden. Hintergrund sind Vorwürfe im Zusammenhang mit einem Vorfall auf einem Linienflug nach Los Angeles im Mai. Thorntons Anwalt weist jedoch jede Darstellung zurück, wonach sich sein Mandant strafbar verhalten haben könnte.
Wie USA Today berichtet, war zuvor ein Bericht des Promi-Portals TMZ erschienen, in dem über den Vorfall und die anschließende Suspendierung Thorntons berichtet wurde. Dessen Anwalt bezeichnete die Darstellung als diffamierend und widersprach insbesondere dem Eindruck, es habe ein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten gegeben.
Nach Angaben des Rechtsanwalts habe Thornton weder illegale Handlungen begangen noch sei er festgenommen oder wegen einer Straftat angeklagt worden. Nachdem ein anderer Passagier während eines Fluges eine Beschwerde geäußert habe, hätten Polizeibeamte Thornton nach der Landung lediglich kurz befragt. Die Befragung habe nach Darstellung des Anwalts nicht länger als wenige Minuten gedauert. Anschließend habe man Thornton mitgeteilt, dass kein Fehlverhalten festgestellt worden sei und er gehen könne.
Dass es auf dem betreffenden Flug tatsächlich eine Beschwerde gegeben hatte, wurde nach Angaben von USA Today von American Airlines bestätigt. Demnach wurde American-Airlines-Flug 1276 am 14. Mai nach seiner Ankunft am Los Angeles International Airport von Strafverfolgungsbehörden erwartet, nachdem ein Passagier während des Fluges Bedenken gemeldet hatte. Zu den konkreten Hintergründen der Beschwerde äußerte sich die Fluggesellschaft nicht.
Thorntons Anwalt erklärte zudem, die interne Untersuchung bei „Wheel of Fortune“ sei offenbar erst ausgelöst worden, nachdem TMZ im Zuge der geplanten Berichterstattung um eine Stellungnahme gebeten hatte.
Sony Pictures Television, die Produktionsfirma hinter „Wheel of Fortune“, bestätigte die Suspendierung. Ein Sprecher erklärte, man sei kürzlich über Vorwürfe gegen Jim Thornton informiert worden. Thornton sei während der laufenden Untersuchung von der Sendung suspendiert worden, zugleich werde bereits nach einer Ersatzbesetzung gesucht. Zu Einzelheiten der Vorwürfe oder zum Stand der Untersuchung wollte sich Sony nicht äußern.
Damit bleibt derzeit offen, wie lange Thornton nicht für „Wheel of Fortune“ tätig sein wird und ob er nach Abschluss der internen Prüfung in seine bisherige Rolle zurückkehren kann.
Jim Thornton gehört seit vielen Jahren fest zum Erscheinungsbild der traditionsreichen US-Spielshow. Bereits 2010 war er als einer von mehreren Gastsprechern im Einsatz, die für die Nachfolge des langjährigen Ansagers Charlie O’Donnell getestet wurden. O’Donnell war mehr als 25 Jahre für die Sendung tätig und starb im November 2010.
2011 erhielt Thornton schließlich offiziell die Position als Sprecher von „Wheel of Fortune“. Seit 2021 ist er zudem als Ansager der Prominenten-Ausgabe „Celebrity Wheel of Fortune“ zu hören.
Die reguläre Sendung mit den Moderatoren Ryan Seacrest und Vanna White zeigt derzeit Wiederholungen. Die 44. Staffel soll am 14. September starten.
Ob Thornton zu diesem Zeitpunkt wieder Teil der Produktion sein wird, ist bislang unklar. Entscheidend dürfte nun das Ergebnis der internen Untersuchung von Sony Pictures Television sein. Bis dahin stehen sich die Vorwürfe und die eindeutige Zurückweisung durch Thorntons Rechtsanwalt gegenüber.
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