Labour versinkt im Chaos: Jetzt sollen sogar Ministerinnen Starmer den Rücktritt nahelegen
Bei der britischen Labour-Partei entwickelt sich die Lage inzwischen schneller Richtung Selbstzerstörung als bei einem schlecht gewarteten Toaster. Nach dem historischen Wahldebakel gerät Premierminister Keir Starmer nun offenbar sogar aus den eigenen Kabinettsreihen massiv unter Druck.
Wie BBC, Sky News und der „Guardian“ berichten, sollen mehrere Spitzenministerinnen Starmer intern nahegelegt haben, endlich einen Zeitplan für seinen Rückzug vorzulegen. Innenministerin Shabana Mahmood soll dem Premier laut BBC bereits direkt empfohlen haben, seinen Abgang zu organisieren. Auch Außenministerin Yvette Cooper soll inzwischen zur Fraktion „Bitte geh einfach“ gehören.
Starmer selbst versucht derweil weiterhin, den Eindruck zu vermitteln, alles sei unter Kontrolle – obwohl Labour aktuell aussieht wie eine Partei, die gleichzeitig brennt, implodiert und gegen die Wand fährt.
Vor einer Krisensitzung des Kabinetts will der Premier nun offenbar „seine Optionen abwägen“. Übersetzt heißt das vermutlich: herausfinden, wie lange er noch Premierminister bleibt.
Ein Kabinettsmitglied sagte dem „Guardian“, innerhalb der Regierung gebe es inzwischen „unterschiedliche Ansichten“, wie es weitergehen solle. Diplomatischer kann man vermutlich kaum formulieren, dass inzwischen jeder zweite Minister einen anderen Nachfolger favorisiert.
Besonders unerquicklich für Starmer: Mehr als 70 Labour-Abgeordnete entzogen ihm laut britischen Medien am Montag öffentlich die Unterstützung. Gleichzeitig erklärten gleich vier parlamentarische Assistenten von Ministern ihren Rücktritt und forderten den Premier offen zum Abgang auf.
Für Westminster-Verhältnisse ist das ungefähr die politische Version eines Massenalarms.
Der Hintergrund: Labour hatte bei den Kommunalwahlen mehr als 1400 Sitze verloren. In Wales – jahrzehntelang eine sichere Labour-Festung – landete die Partei sogar nur noch auf Platz drei hinter Nationalisten und Nigel Farages Reform UK.
Besonders bitter: Ausgerechnet Farage wirkt inzwischen vielerorts wie der einzige Politiker im Land, der nicht permanent gegen die eigene Partei kämpft.
Trotzdem zeigte sich Starmer bei einer Krisenrede demonstrativ kämpferisch. Er wisse, dass es Zweifel gebe, sagte er. Aber er werde seine Kritiker noch überzeugen.
Was ungefähr so klang wie ein Kapitän auf der Titanic, der erklärt, das Schiff habe lediglich „leichte Feuchtigkeitsprobleme“.
Immerhin bekam Starmer nach der Rede noch Unterstützung aus den eigenen Reihen. Offen blieb allerdings, wie viele davon bereits gleichzeitig ihren Lebenslauf aktualisieren.
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