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Warum immer mehr Amerikaner auf „Buy Now, Pay Later“-Zahlungspläne setzen

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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mmer mehr Amerikaner nutzen sogenannte „Buy Now, Pay Later“ (BNPL)-Dienste, um ihre Einkäufe zu finanzieren. Besonders in der Weihnachtszeit hat sich diese Zahlungsmethode etabliert: Am Cyber Monday erreichte der Umsatz durch BNPL-Services mit 991,2 Millionen Dollar einen Rekord, so Adobe Analytics.

Der Trend zeigt, dass BNPL-Dienste 2024 auf dem Vormarsch sind. Mit einem Gesamtumsatz von 75,1 Milliarden Dollar im Jahr 2023 – ein Plus von 14 % gegenüber 2022 – setzen viele Verbraucher auf diese flexible Zahlungsoption. Doch Experten warnen, dass die finanzielle Bequemlichkeit oft mit Risiken einhergeht, insbesondere für junge und wirtschaftlich angespannte Konsumenten.

Was macht BNPL so attraktiv?

BNPL-Zahlungspläne ermöglichen es Verbrauchern, Einkäufe in Raten zu zahlen, oft ohne Zinsen. Das macht sie besonders attraktiv für junge Menschen und Verbraucher mit begrenztem Budget oder schlechter Kreditwürdigkeit.

Laut Ted Rossman, Senior Industry Analyst bei Bankrate, greifen insbesondere Gen Z und Millennials auf BNPL zurück, da sie Kreditkarten meiden oder Schwierigkeiten haben, eine Kreditkarte zu bekommen. Über 50 % der jüngeren Generationen haben bereits BNPL genutzt, verglichen mit nur 25 % der Babyboomer.

Auch Einzelhändler profitieren von BNPL: Studien zeigen, dass Kunden mit dieser Zahlungsmethode größere Warenkörbe füllen und eher einen Kauf abschließen. Dionysius Ang, Konsumforscher an der Universität Leeds, betont, dass BNPL vor allem Kunden anspricht, die sonst weniger ausgeben oder auf Kreditkarten angewiesen sind.

Die Schattenseiten von BNPL

Obwohl BNPL-Dienste als einfach und flexibel gelten, bergen sie Risiken. Eine Umfrage der Federal Reserve Bank of Philadelphia zeigt, dass BNPL-Nutzer häufiger finanzielle Probleme haben als Nicht-Nutzer. Viele sind nicht in der Lage, Rechnungen zu bezahlen oder ihre Ausgaben zu kontrollieren.

Gen Z und Millennials besonders betroffen:

  • Nur 24 % der Gen Z– und 35 % der Millennial-Nutzer gaben an, nie Probleme mit BNPL gehabt zu haben.
  • 24 % der Gen Z– und 21 % der Millennial-Nutzer berichteten von verpassten Zahlungen.
  • Das häufigste Problem war Überschuldung durch unkontrolliertes Einkaufen.

Verbraucherschützer wie Lisa L. Gill von Consumer Reports warnen davor, dass BNPL-Dienste schnell zur finanziellen Überforderung führen können. Verpasste Zahlungen ziehen oft Mahngebühren, Schuldeneintreiber und negative Auswirkungen auf die Kreditwürdigkeit nach sich.

Neue Regulierungen für mehr Verbraucherschutz

Bis vor Kurzem waren BNPL-Dienste nur minimal reguliert. Im Mai 2024 hat die Consumer Financial Protection Bureau (CFPB) eine neue Regel eingeführt, die BNPL-Anbieter mit Kreditkartenunternehmen gleichsetzt. Dies gibt Verbrauchern mehr Rechte, etwa die Möglichkeit, Zahlungen anzufechten oder Rückerstattungen zu verlangen.

Trotz dieser Fortschritte bleibt die Herausforderung, Verbraucher über die Risiken von BNPL aufzuklären. Insbesondere junge Nutzer müssen lernen, diese Zahlungsmethode verantwortungsbewusst zu nutzen.

Fazit: Ein zweischneidiges Schwert

„Buy Now, Pay Later“-Dienste bieten vielen Verbrauchern eine willkommene Flexibilität, insbesondere in der Weihnachtszeit. Doch die vermeintliche Leichtigkeit des Zahlungsmodells führt bei unbedachtem Einsatz häufig zu finanziellen Schwierigkeiten.

Wie bei Kreditkarten gilt auch bei BNPL: Es kann ein nützliches Werkzeug sein, solange es mit Bedacht eingesetzt wird. Finanzexperten empfehlen, die eigenen Ausgaben im Blick zu behalten und potenzielle Gebühren oder Risiken vorab genau zu prüfen.

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