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Warnung vor neuer Drogenwelle: US-Behörden schlagen Alarm

Kollsd (CC0), Pixabay
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Eine neue, hochpotente Droge sorgt in den USA für wachsende Besorgnis bei Gesundheitsexperten und Behörden. Im Mittelpunkt steht der Wirkstoff 7-Hydroxymitragynin (7-OH), ein besonders starkes Alkaloid aus der Kratom-Pflanze, das auf dieselben Rezeptoren im Gehirn wirkt wie Opioide.

Für Aufsehen sorgte zuletzt ein Fall, bei dem ein Apotheker und Influencer frei verkäufliche Tabletten an US-Tankstellen untersuchen ließ. Das Ergebnis: Die Produkte enthielten extrem hohe Mengen von 7-OH sowie weitere unbekannte Chemikalien, deren Wirkung und Risiken bislang unklar sind. Experten warnen deshalb vor einer gefährlichen Entwicklung auf dem Drogenmarkt.

Besonders problematisch ist, dass viele dieser Produkte als vermeintlich natürliche Nahrungsergänzungsmittel oder Kräuterpräparate vermarktet werden. Tatsächlich können die enthaltenen Wirkstoffe jedoch deutlich stärker wirken als herkömmliches Kratom.

Die Zahlen in den USA geben Anlass zur Sorge: Die Anrufe bei Giftnotrufzentralen wegen Kratom und verwandter Produkte haben sich innerhalb von zehn Jahren mehr als verzehnfacht. Gleichzeitig steigen Krankenhauseinweisungen und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Konsum der Substanz.

Zu den bekannten Nebenwirkungen zählen Übelkeit, Erbrechen, Herzrasen, Bluthochdruck, Schläfrigkeit und psychische Störungen. In schweren Fällen können Atemprobleme, Krampfanfälle, Organversagen oder eine Abhängigkeit auftreten.

Besonders gefährlich ist der Mischkonsum mit Alkohol, Medikamenten oder anderen Drogen. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörden stehen rund 80 Prozent der Todesfälle im Zusammenhang mit Kratom in Verbindung mit weiteren konsumierten Substanzen.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA bezeichnet 7-OH bereits als mögliche „nächste Welle der Opioid-Epidemie“. Kritisiert wird vor allem, dass der Wirkstoff in einigen US-Bundesstaaten weiterhin legal verkauft wird und oft nicht einmal auf der Verpackung gekennzeichnet werden muss.

Auch in Deutschland raten Fachbehörden zur Vorsicht. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) weist darauf hin, dass Sicherheit und Wirksamkeit von Kratom-Produkten nicht ausreichend untersucht sind. Verbraucher sollten daher besonders aufmerksam sein und vermeintlich harmlose „Naturprodukte“ nicht unterschätzen.

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