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Warnung vor „Credion Bank International“ – Was Anleger jetzt tun sollten

Pacholek-cz (CC0), Pixabay
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Die Warnung der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein sorgt für Verunsicherung bei Anlegern: Die angebliche „Credion Bank International“ verfügt über keine Zulassung und steht nicht unter Aufsicht. Was bedeutet das konkret für Betroffene? Und welche Schritte sollten jetzt folgen?

Wir haben dazu mit Rechtsanwalt Niklas Linnemann gesprochen.

Frage: Herr Linnemann, die FMA warnt ausdrücklich vor der „Credion Bank International“. Wie ernst ist eine solche Warnung zu nehmen?

Antwort: Sehr ernst. Eine solche öffentliche Warnung bedeutet, dass das Unternehmen keine behördliche Erlaubnis hat, Finanzdienstleistungen anzubieten. Anleger bewegen sich hier in einem unregulierten Bereich – und damit in einem erheblichen Risiko. Oft handelt es sich in solchen Fällen um betrügerische Strukturen.

Frage: Was sollten Anleger tun, die bereits Geld überwiesen oder investiert haben?

Antwort: Wichtig ist, sofort zu handeln. Betroffene sollten alle Zahlungen dokumentieren, Kontoauszüge sichern und jegliche Kommunikation – E-Mails, Chatverläufe – speichern. Anschließend sollte umgehend rechtliche Beratung eingeholt werden, um mögliche Rückforderungen zu prüfen.

Frage: Gibt es Chancen, investiertes Geld zurückzubekommen?

Antwort: Das hängt stark vom Einzelfall ab. Wenn Zahlungen über Banken liefen, können unter Umständen Rückbuchungen oder Haftungsansprüche geprüft werden. Bei Kryptowährungen ist es schwieriger, aber auch hier gibt es Ansätze – insbesondere, wenn Zahlungswege nachvollziehbar sind.

Frage: Welche Rolle spielen Banken oder Zahlungsdienstleister in solchen Fällen?

Antwort: Eine sehr wichtige. Banken haben Sorgfaltspflichten. Wenn auffällige Transaktionen nicht hinterfragt wurden, kann es Ansatzpunkte für Schadensersatz geben. Das muss aber immer individuell geprüft werden.

Frage: Was raten Sie Anlegern, die aktuell noch überlegen zu investieren?

Antwort: Ganz klar: Finger weg. Wenn eine Aufsichtsbehörde ausdrücklich warnt, sollte man keinerlei Gelder überweisen – weder klassisch noch in Form von Kryptowährungen. Solche Warnungen kommen nicht ohne Grund.

Frage: Gibt es typische Anzeichen, an denen Anleger solche Angebote frühzeitig erkennen können?

Antwort: Ja. Unrealistisch hohe Renditeversprechen, fehlende Regulierung, Druck zur schnellen Einzahlung und unklare Unternehmensstrukturen sind klassische Warnsignale. Auch wenn der Kontakt nur digital erfolgt und keine transparente Identität vorliegt, sollte man sehr vorsichtig sein.

Fazit:
Die Warnung der FMA ist eindeutig: Keine Zulassung, keine Kontrolle – und damit ein erhebliches Risiko. Für betroffene Anleger gilt jetzt: schnell reagieren, Beweise sichern und rechtliche Schritte prüfen. Für alle anderen: besser gar nicht erst einsteigen.

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