Ganz ehrlich: Man wundert sich inzwischen über gar nichts mehr. CO₂-Steuer hier, Verpackungsabgabe da, Umweltzonen überall – da stellt sich doch langsam die berechtigte Frage: Wann führt Leipzig endlich die erste kommunale Blähungsabgabe ein?
Denn wenn wir konsequent sind, muss man doch sagen: Ein Pfurz ist technisch gesehen auch eine Form von Umweltverschmutzung. Methan! Klimagas! Feinstaub der Seele! Da kann der Bürger doch nicht einfach weiter kostenlos vor sich hin vergasen.
Man sieht die ersten politischen Arbeitsgruppen förmlich schon vor sich:
„Modellprojekt zur emissionsarmen Verdauung im urbanen Raum.“
Gefördert natürlich mit 14 Millionen Euro EU-Mitteln und begleitet von einer wissenschaftlichen Studie der Universität Leipzig.
Besonders kritisch dürfte dabei der Weihnachtsmarkt werden. Glühwein, Grünkohl und Bratwurst – praktisch ein ökologischer Großangriff auf die Atmosphäre. Vermutlich braucht man dort bald persönliche Emissionszertifikate am Bratwurststand.
Und wehe, jemand lässt nachts bei offenem Fenster einen fahren. Dann kommt vermutlich direkt das Umweltamt mit mobilem Messwagen vorbei:
„Entschuldigen Sie bitte, wir haben erhöhte Werte in der Karl-Liebknecht-Straße festgestellt.“
Natürlich alles nur zum Schutz des Klimas. Und selbstverständlich sozial gerecht. Wer mehr Bohnen isst, zahlt eben mehr. Irgendwann gibt’s dann wahrscheinlich noch einen „Furz-Soli“ für besonders belastete Stadtteile.
Am Ende sitzt der normale Bürger nur noch kopfschüttelnd da und fragt sich, wo eigentlich überall noch Geld eingesammelt werden soll. Auto fahren teuer. Heizen teuer. Strom teuer. Parken teuer. Und wenn’s ganz schlecht läuft, wird irgendwann sogar der körpereigene Luftaustausch kostenpflichtig.
Aber keine Sorge: Für Geringverdiener gibt es dann bestimmt staatlich geförderte Aktivkohle-Unterwäsche. Deutschland ist schließlich vorbereitet.
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