V+Plus Anlegerinformationsveranstaltung am 14. Oktober 2016 in München:Viele Vollmachten bedeuten wenig Teilnehmer

Das ist unsere Erfahrung aus der Vergangenheit mit anderen Anlegerversammlungen. Dort wo viele Vollmachten an Rechtsanwälte erteilt werden, dort gibt es dann immer wenig Anleger die dann wirklich Vorort sind. Eigentlich unverständlich, aber nachvollziehbar, denn Gutes bekommen die Anleger dort dann sicherlich auch zu ihrer Investition zu hören. Mal ehrlich, wenn Sie wissen das Sie einen Korb von der Dame Ihres Herzens bekommen, schicken sie ihr dann noch rote Rosen?

Wir gehen davon aus, unsere subjektive Einschätzung, das an den Veranstaltungen am Freitag nicht mehr wie insgesamt 150 Personen teilnehmen werden. Das ist unsere Quintessenz aus den Nachfragen die wir bei Anlegerschutzanwälten und bei der IG gestartet haben. Hier kommen jeden Tag dutzende von schriftlichen Vollmachten, natürlich nur von den Anlegern die eben dann nicht zur Veranstaltung nach München kommen werden.

Am Freitag dieser Woche geht es um wichtige Dinge, nämlich darum „warum zum Beispiel in das Investment NASCO investiert wurde?“. Hierzu will die XOLARIS Service KVG dann Stellung beziehen. Ihr größter Gegner wird dann in der Diskussion Rechtsanwalt Jochen Resch aus Berlin sein. Keiner dürfte so gut im Detail in dem Thema „Nordic Oil/NASCO AG“ stecken wie Jochen Resch. Dieser befasst sich seit 7 Jahren mit diesem Thema. Genau diese Diskussion soll dann bitte aber auch Klarheit darüber bringen, ob es eine sinnvolle Investition, wie die XOLARIS Service KVG meint, oder aber eine sinnlos Investition wie Rechtsanwalt Jochen Resch und wir meinen war.  Klären und herausfinden wird man das am Freitag sicherlich nicht, aber man wird Pro und Kontra dann kennen und sich ein differenzierteres Bild machen können.

Es geht aber auch darum, ob die Fonds überhaupt noch wirtschaftlich weitergeführt werden können, denn die Kostenstruktur, letztlich auch durch die gesetzlichen Änderungen, sind so immens hoch, das unter heutigen machbaren Renditegesichtspunkten sicherlich nicht einmal die Kosten erwirtschaftet werden können. In der Konsequenz bedeutet dies, das die Anleger jeden Monat weiter brav ihre Raten einbezahlen, aber immer weniger für Investitionszwecke übrigbleibt. Dieser Unsinn muss ein Ende haben, meinen diverse Anlegerschutzanwälte und fordern eine Liquidation der Fonds.

Das ist sicherlich eine Option für die Anleger, aber welche rechtlichen Konsequenzen das dann hat und ob das überhaupt möglich ist, dazu sollte nun am Freitag sicherlich der Auftrag an die Fonds Geschäftsführung erteilt werde dies zu prüfen, um dann den Anlegern dies bis Ende Februar nächsten Jahres schriftlich mitzuteilen. Dazu bedarf es dann auch keiner neuen teuren Präsenzveranstaltung. Das Umlaufverfahren sollte hier reichen.

Immer wieder hört man in den vergangenen Wochen, das bestimmte Vertriebsmitarbeiter, wohl offensichtlich versuchen Allianzen mit der XOLARIS Service KVG zu schmieden um sich selber auch gegen mögliche Forderungen von Anlegern zu schützen. Sollte dem so sein, und sich die XOLARIS Service KVG ich auf solche Spielchen einlassen, dann hätten wir ein echtes Problem, so ein von uns dazu befragter Anlegerschutzanwalt. Die XOLARIS Service KVG hat die Interessen der Fondsgesellschaften und der Anleger zu vertreten, nicht die Interessen einzelner Vertriebspartner. Es gehen derzeit viele Gerüchte herum, vielleicht ist auch das nur eines dieser Gerüchte, denn das sich Stefan Klaile auf solch ein gefährliches Spiel einlassen könnte das wollen wir dann doch nicht glauben.

Sehen wir das aber dann auch einmal realistisch was dem Vertrieb passieren kann (wird). Es gibt insgesamt 9.000 Anleger, davon werden erfahrungsgemäß maximal 1.000 Anleger dann gegen ihren Vermittler aktiv werden, in dem sie sich überhaupt damit befassen da was zu tun. Klagen wird es aus unserer Erfahrung heraus insgesamt dann maximal 200 geben, ob es dann überhaupt Verurteilungen wegen Falschberatung geben kann und wird, das ist dann die nächste Frage. Solche Klagen enden oft mit einem Vergleich, einem Vergleich auf niedrigem Niveau der oft kaum die Kosten des Rechtsanwaltes abdeckt, wofür fragen sich dann viele Anleger „soll man gutes Geld schlechtem hinterher werfen?“  Klagen bis zum Ende werden nur die Vermittler, die eine Rechtsschutzversicherung haben die die Kosten abdeckt. Das sind leider erfahrungsgemäß die Allerwenigsten.

Wo nehmen wir unsere „Weisheit“ her? Nun ganz einfach, schauen Sie sich das Verfahren Infinus an. Dort gab es über 20.000 Anleger, daraus resultieren  nicht einmal 1.000 Klagen und welche die mit Erfolg für den Anleger geendet haben kennen wir keine. Schauen Sie sich die „deutschen Anleger“ doch einmal an. Da wird monatelang einer auf Empörung gemacht, dann beruhigt sich das wieder, und nach spätestens 1 Jahr hört man dann so gut wie nichts mehr. Das ist Deutsche Anlegermentalität, so ein Richter einer Kammer für Bank und Kapitalmarktrecht eines deutschen Landgerichtes in einer Unterhaltung nach einem Prozess dem wir als Zuhörer beigewohnt hatten. So Unrecht hat der nun wirklich nicht, oder?

 

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