Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG- Jahresfehlbetrag über 7 Millionen Euro

Das besagt die gestern aktuell hinterlegte Bilanz. Diese Verluste gehen natürlich zu Lasten der Anleger. Da von Geldvernichtung zu sprechen, ist sicherlich nicht despektierlich, sondern die Wahrheit. Unternehmen/Initiatoren die solche Ergebnisse abliefern sollten das Vertrauen der Anleger nicht verdient haben. Schauen Sie sich diese Bilanz an.Unglaublich.

Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Bilanz zum 31. Dezember 2015

der Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG, Frankfurt am Main

Aktiva

Stand am 31.12.2015 Stand am 31.12.2014
EUR EUR
A. Anlagevermögen
Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 54.309.485,56 31.626.957,84
B. Umlaufvermögen
I. Sonstige Vermögensgegenstände 602,09 120,00
II. Flüssige Mittel 5.442.590,41 2.150.393,11
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.230,00 0,00
59.754.908,06 33.777.470,95

Passiva

Stand am 31.12.2015 Stand am 31.12.2014
EUR EUR
A. Eigenkapital
Kapitalanteile
1. Persönlich haftender Gesellschafter 0,00 0,00
2. Kommanditisten 56.327.610,81 32.840.878,10
56.327.610,81 32.840.878,10
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 20.500,00 23.500,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.862,45 547,40
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.690.619,80 911.220,15
3. Sonstige Verbindlichkeiten 713.315,00 1.325,30
3.406.797,25 913.092,85
59.754.908,06 33.777.470,95

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015

der Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG, Frankfurt am Main

2015 2014
EUR EUR
1. Sonstige betriebliche Erträge 1.271.010,40 948.164,84
2. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.687.629,53 5.790.618,48
-7.416.619,13 -4.842.453,64
3. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 461,50 1.809.216,80
4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.150,78 993,10
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.099,26 295,08
3.513,02 1.809.914,82
6. Jahresfehlbetrag -7.413.106,11 -3.032.538,82
7. Belastung auf Kapitalkonten der Kommanditisten 7.413.106,11 3.032.538,82
8. Ergebnis nach Verwendungsrechnung 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

der Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG, Frankfurt am Main

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des HGB für kleine Kommanditgesellschaften i. S. d. § 264a i. V. m. § 267a Abs. 1 HGB sowie die spezialgesetzlichen Vorschriften des VermAnlG angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Finanzanlagen

In den sonstigen Ausleihungen wird der Gewinnanspruch aus der stillen Beteiligung an der ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH, Frankfurt am Main, in Höhe von EUR 1.934.530,29 (i. V. EUR 1.934.190,52) ausgewiesen. Die Entnahmen betragen EUR -8.493.760,32 (i. V. EUR -2.787.232,68) und die insgesamt getätigten Einlagen betragen EUR 60.868.715,59 (i. V. EUR 32.480.000,00), sodass sich insgesamt der Bilanzansatz in Höhe von EUR 54.309.485,56 (i. V. EUR 31.626.957,84) ergibt.

2. Flüssige Mittel

Die Position enthält die Guthaben bei einem Kreditinstitut.

3. Eigenkapital

Das Kapital der Kommanditisten setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2015 31.12.2014
EUR TEUR
Gezeichnetes Kommanditkapital 78.920.214,29 41.979.500,00
Ausstehende Einlagen -1.817.869,63 -1.484.066,92
Kapitalkonto I 77.102.344,66 40.495.433,08
Kapitalkonto II -11.590.767,17 -4.177.661,06
Kapitalkonto III -9.183.966,68 -3.476.893,92
56.327.610,81 32.840.878,10

Von dem gezeichneten Kommanditkapital in Höhe von EUR 78.920.214,29 sind zum Bilanzstichtag EUR 69.998.500,00 bei der Eintragung im Handelsregister berücksichtigt. Das eingetragene Haftkapital beträgt dementsprechend EUR 70.048,00. Abzüglich der ausstehenden Einlagen verbleiben somit zum Bilanzstichtag Einlagen in Höhe von EUR 7.103.844,66, die zur Durchführung der Erhöhung der Haftsumme der Treuhandkommanditistin geleistet wurden. Die Eintragung der Erhöhung ins Handelsregister erfolgte mit Wirkung zum 22. Januar 2016.

4. Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen das Kontokorrentkonto der Kommanditistin, der ThomasLloyd Global Asset Management (Schweiz) AG, Zürich/Schweiz.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Ausgewiesen wird der auf die stille Beteiligung an der ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH, Frankfurt am Main, entfallende Gewinnanteil in Höhe von EUR 461,50 (i. V. EUR 1.809.216,80).

2. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Ausgewiesen werden Zinserträge gegenüber Gesellschafter in Höhe von EUR 6.150,78 (i. V. EUR 993,10).

3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Ausgewiesen werden Zinsaufwendungen gegenüber Gesellschafter in Höhe von EUR 3.090,18 (i. V. EUR 199,29).

C. Sonstige Angaben

1. Komplementär

Die Cleantech Management GmbH, Frankfurt am Main, mit einem gezeichneten Kapital von EUR 25.000,00, ist alleinige persönlich haftende Gesellschafterin. Die Haftungsvergütung für die Gesellschafterin beträgt EUR 2.975,00.

2. Organ der Gesellschaft

Zur Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft sind die Komplementärin Cleantech Management GmbH, Frankfurt am Main, vertreten durch ihre Geschäftsführer Matthias Klein, Diplom-Ökonom und MBA, (seit 1. Januar 2016) und Klaus-Peter Kirschbaum, Bankkaufmann (bis 31. Dezember 2015), sowie die geschäftsführende Kommanditistin ThomasLloyd Global Asset Management (Schweiz) AG, Zürich/Schweiz, vertreten durch ihren Vorsitzenden der Geschäftsleitung und einziges Mitglied des Verwaltungsrats Matthias Klein, Diplom-Ökonom und MBA, (seit 1. Januar 2016) Herr Klaus-Peter Kirschbaum, Bankkaufmann (bis 31. Dezember 2015) berechtigt.

3. Wichtige Verträge

Stille Beteiligung

Die Gesellschaft hat durch Vertrag vom B. März 2013 und Nachtrag vom 18. Juli 2013 mit der ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH, Frankfurt am Main, einen Vertrag über die Errichtung einer typisch stillen Gesellschaft geschlossen. Die typisch stille Gesellschaft wurde auf unbestimmte Dauer geschlossen. Die typisch stille Gesellschaft ist mit einer Mindestdauer von 15 vollen Kalenderjahren, beginnend mit dem Jahr des Beginns des öffentlichen Angebotes, geschlossen. Zum Ablauf der Mindestdauer ist eine erstmalige ordentliche Kündigung und im Folgenden zum Ablauf eines jeden Geschäftsjahres zulässig. Auch Teilkündigungen sind zulässig. Die Kündigungsfrist beträgt ein Jahr. Das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Die Nominaleinlage beträgt bis zu EUR 500.000.000,00 und kann durch den stillen Gesellschafter in Raten erbracht werden. Mit Nachtrag vom 18. Juli 2013 wurde die Nominaleinlage auf insgesamt EUR 639.000.000,00 festgelegt. Eine Verpflichtung des stillen Gesellschafters zur Leistung von Nachschüssen über die gezeichnete Einlage hinaus besteht nicht. Entnahmen sind grundsätzlich nur in Gewinnjahren und grundsätzlich nur in Höhe des Gewinnanteils des typisch stillen Gesellschafters zulässig. Durch Entnahmen darf kein negati-ves Kapitalkonto entstehen, bzw. es darf sich ein negatives Kapitalkonto nicht erhöhen. Dem stillen Gesellschafter stehen keine Mitwirkungs- oder Mitspracherechte zu. Der typisch stille Gesellschafter ist am Gewinn des Unternehmens beteiligt. An einem Verlust nimmt der typisch stille Gesellschafter nicht teil. Der typisch stille Gesellschafter ist am Vermögen, den stillen Reserven und dem Unternehmenswert der ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH, Frankfurt am Main, beteiligt. Der typisch stille Gesellschafter tritt mit seinen Entnahme- und Abfindungsansprüchen im Rang hinter die Erfüllung der Forderungen von Gläubigern der Unternehmensträgerin zurück.

Treuhandvertrag

Die Cleantech Treuvermögen GmbH, Frankfurt am Main, übernimmt als Treuhandkommanditistin die Aufgabe der treuhänderischen Verwaltung der Kommanditbeteiligungen für diejenigen Anleger, die sich mittelbar als Treugeber an der Fondsgesellschaft beteiligen. Rechtsgrundlage der Tätigkeit der Cleantech Treuvermögen GmbH ist der Treuhandvertrag vom 20. Dezember 2012. Der Treugeber kann jederzeit das Treuhandverhältnis durch schriftliche Er-klärung gegenüber der Cleantech Treuvermögen GmbH kündigen und die Herausgabe der treuhänderisch gehaltenen Beteiligung verlangen und seine Rechte als Direktkommanditist wahrnehmen.

D. Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -7.413.106,11 wird in voller Höhe dem Kapitalkonto II der Kommanditisten belastet.

E. Versicherung der Geschäftsführung

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG beschrieben sind.

Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2015

der Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG, Frankfurt am Main

2015 2014
T€ T€ T€ T€
1. Laufende Geschäftstätigkeit
a) Periodenergebnis vor Ergebnisverwendung -7.413 -3.033
b) Zinsaufwend. (+Zinserträge (-) (Saldo) -3 -1
Cash Flow vor Zinsen und Steuern -7.416 -3.034
c) Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen -3 18
c) Veränderung der Forderungen bzw. der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.779 718
d) Zunahme (-)/Abnahme (+) anderer Aktiva -3 1
e) Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 715 2.488 -119 618
Mittelabfluss/-zufluss aus laufender Geschäftstätigkeit -4.928 -2.416
2. Investitionsbereich
a) Einzahlungen aus Investitionen 5.707 2.438
b) Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -28.389 -22.775
c) Erhaltene Zinsen 6 1
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -22.676 -20.336
3. Finanzierungsbereich
a) Einzahlungen der Kommanditisten 36.607 27.732
b) Auszahlungen an die Kommanditisten (Entnahmen/Ausschüttungen) -5.707 -2.912
c) Gezahlte Zinsen -3 0
Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit 30.897 24.820
Zwischensumme 1. – 3. 3.293 2.068
4. Finanzmittelbestand
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands (Zwischensumme 1. – 3.) 3.293 2.068
Finanzmittelbestand 01.01. 2.150 82
Finanzmittelbestand 31.12. 5.443 2.150

 

Frankfurt am Main, 22. August 2016

Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG

vertreten durch Cleantech Management GmbH

Geschäftsführung

Matthias Klein

und

ThomasLloyd Global Asset Management (Schweiz) AG

Geschäftsführung

Matthias Klein

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

der Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG, Frankfurt am Main

A. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG

Hauptgeschäftstätigkeit der Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG ist die Verwaltung eigenen Vermögens im eigenen Namen und auf eigene Rechnung durch den Erwerb, das Halten, Verwalten und die Veräußerung von unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen (Gesellschaftsanteile, stille Beteiligungen, Genusskapitalbeteiligungen etc.) an inländischen Unternehmen, die vornehmlich im Bereich Cleantech tätig sind, mit Ausnahme von Beteiligungen, die der Gesellschaft oder von ihr beauftragten Dritten einen aktiven Einfluss auf die Geschäftsführung der Projektgesellschaft vermitteln und/oder Beteiligungen an gewerblich tätigen oder gewerblich geprägten Personengesellschaften. Dabei wird insbesondere eine typische stille Beteiligung an der ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main erworben, gehalten, verwaltet und gegebenenfalls veräußert. Der Vertrag über die stille Beteiligung wurde am 08.03.2013 geschlossen und zuletzt am 18.07.2013 geändert.

Ziele und Strategien

Die Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG ermöglicht Anlegern das Eingehen einer unternehmerischen Beteiligung in Form des Erwerbs von Kommanditanteilen nach Maßgabe der Regelungen des Handelsgesetzbuches (HGB), entweder als Direktkommanditist oder als Treugeber mittelbar über die Cleantech Treuvermögen GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main.

Anlageziel der Gesellschaft ist es, das Kapital, das mittels der beiden genannten Beteiligungsmöglichkeiten generiert wird, in die stille Beteiligung zu investieren, um damit im Gegenzug am wirtschaftlichen Erfolg sowie dem Unternehmenswachstum der ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH teilzuhaben, mit dem Ziel auf diese Art und Weise ein nachhaltig positives Unternehmensergebnis zu erzielen.

Unternehmerisches Hauptziel der ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH ist die Erzielung einer attraktiven Rendite auf das eingesetzte Kapital durch einen Investmentansatz, der auf der Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft basiert. Dabei steht die nachhaltige Wertentwicklung eindeutig im Vordergrund. Das Investitionsrisiko soll durch gezielte Diversifikation im Hinblick auf Länder, Branchen, Technologien und Investmentstile reduziert werden. Um die genannten Anlageziele zu erreichen, investiert die Gesellschaft direkt oder indirekt über die ThomasLloyd SICAV-SIF Clean-tech Infrastructure Fund, Luxemburg, in ein breites Spektrum nicht börsengehandelter Anlageobjekte aus den Sektoren „Erneuerbare Energien“, „Versorgung“, „Transport“, „Soziale Infrastruktur“ und „Kommunikation“ in den Schwerpunktregionen Asien und Australasien.

Wirtschaftsbericht

Die wirtschaftliche Entwicklung der Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG ist mittelbar von der Entwicklung derjenigen relevanten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig, welche die Entwicklung der Thomas Lloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH maßgeblich prägen.

Weltwirtschaftliche Entwicklung 2015

Zum Jahresende 2015 ist der weltwirtschaftliche Ausblick von großer Unsicherheit geprägt. Im Laufe des Jahres 2015 fielen die Erdölpreise auf das niedrigste Niveau seit 12 Jahren. Gleichzeitig gaben die Aktienkurse in den großen fortgeschrittenen Volkswirtschaften deutlich nach, was der Interpretation des Ölpreisverfalls als Signal für eine Abschwächung der weltweiten Nachfrage Auftrieb gab.

Der Welthandel entwickelt sich nach wie vor schwach: Er hat zwar den im Frühjahr 2015 vor allem aus einem starken Rückgang in den asiatischen Schwellenländern herrührenden Rückschlag im Verlauf der Sommermonate wieder wettmachen können, stagnierte aber seither. Im Dezember 2015 war er lediglich 0,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Dieser Anstieg ist im Vergleich zum realen globalen Bruttoinlandsprodukt (in Kaufkraftparitäten), das im vierten Quartal immer noch knapp 3 Prozent über seinem Vorjahreswert lag, sehr gering.

Auch die weltweit gestiegene wirtschaftliche Unsicherheit könnte den internationalen Handel gedämpft haben Der Anstieg der weltweiten Industrieproduktion im Vergleich zum Vorjahr betrug im Dezember 2015 nur 0,5 Prozent.

In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften geriet das Wirtschaftswachstum gegen Jahresende ins Stocken. Die wirtschaftliche Dynamik in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften hatte sich bereits im zweiten Halbjahr 2015 abgeschwächt. Nachdem das Bruttoinlandsprodukt in den G7-Ländern im dritten Quartal noch mit einer Rate von 0,4 Prozent in etwa mit einem Tempo expandiert war, das dem Wachstum des Produktionspotenzials entsprechen dürfte, legte es im Schlussquartal des Jahres nur noch geringfügig zu.

Lediglich in Japan ging die allgemein zu verzeichnende Dämpfung beim Außenhandel auch mit einer ausgeprägten Abschwächung der inländischen Verwendung einher; das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im vierten Quartal um 0,3 Prozent. Hingegen zeigte sich die Konjunktur in den übrigen fortgeschrittenen Volkswirtschaften Asiens (Südkorea, Taiwan, Hongkong und Singapur) gegen Jahresende robust; die Industrieproduktion lag allerdings zum Teil deutlich unter Vorjahresniveau.

Im zweiten Halbjahr 2015 hielten die bereits seit einiger Zeit zu beobachtenden Schwächetendenzen in einigen Schwellenländern an. In China ist es zwar nicht zu dem Konjunktureinbruch gekommen, der im Sommer vor dem Hintergrund erheblicher Börsenturbulenzen befürchtet worden war. Das Bruttoinlandsprodukt expandierte im vierten Quartal nach offiziellen Angaben mit 1,6 Prozent und damit erneut in etwa in dem von der Regierung angestrebten Tempo. In den übrigen asiatischen Schwellenländern legte die Produktion in wenig verändertem, für die Region freilich moderatem Tempo zu. Hier sind insbesondere die ASEAN-Länder hervorzuheben, zu denen unter anderem die Philippinen, Indonesien, Vietnam, Malaysia, und Singapur gehören. Diese Länder konnten ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichnen.

Der Ölpreis sank nach der Jahreswende auf den niedrigsten Stand seit 12 Jahren. Im zweiten Halbjahr 2014 fiel er drastisch von mehr als 100 Dollar, die in den drei Jahren zuvor gezahlt werden mussten, auf rund 50 US-Dollar je Barrel der Sorte Brent. Um die Jahreswende 2015/16 kam es zu einem neuerlichen Preisrutsch. Für ein Barrel Rohöl mussten zum Jahresende 2015 nur mehr rund 30 Dollar gezahlt werden, sowenig wie zuletzt im Jahre 2003.

Anregende Wirkungen der niedrigeren Ölpreise für die Weltkonjunktur insgesamt sind bislang nicht sichtbar.

Erneuerbare Energien sind nach wie vor im Trend – vor allem in Schwellenländern

Die Investitionen in erneuerbare Energien sind einer Studie zufolge in Deutschland im vergangenen Jahr gegen den weltweiten Trend deutlich gesunken. In Solarenergie, Windkraft oder Biogasanlagen flossen 8,5 Milliarden Dollar, 47 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Der Rückgang der Investitionen in Deutschland wird vor allem auf Unsicherheiten über staatliche Rahmenbedingungen zurückgeführt. Deutschland lag in Europa zwar immer noch auf Rang zwei der Investitionen, rutschte weltweit aber hinter Indien auf Platz sechs ab.

Weltweit stiegen die Investitionen in Erneuerbare Energien-Infrastruktur um fünf Prozent auf den Rekord von 286 Milliarden Dollar. Erstmals überholten die Entwicklungs- und Schwellenländer die Industrienationen.

Während Länder wie China, Mexiko oder Indien mit 156 Milliarden Dollar 19 Prozent mehr in Windkraft und Co. steckten, sanken die Investitionen in den Industriestaaten um acht Prozent auf 130 Milliarden Dollar. Schwellen- und Entwicklungsländer benötigen für ihr Wachstum mehr Energie, vor allem Strom. Um den steigende Strombedarf dieser Länder vom negativen Anstieg der globalen Emissionen zu entkoppeln, führt kein Weg an der Deckung des Strombedarfs durch erneuerbare Energien vorbei.

Zum ersten Mal flossen 2015 weltweit mehr Investitionsmittel in Kraftwerke im Sektor erneuerbare Energien, als in herkömmliche Kohle- und Gaskraftwerke1. Allerdings basierten insgesamt nur zehn Prozent des produzierten Stroms auf erneuerbaren Energieträgern, so dass nach wie vor erhebliche Wachstumspotenziale bestehen.

1 Luke Mills, Josef Byrne: Global Trends in New Energy Investment, Bloomberg New Energy Finance, April 2016

Eine Studie2 des internationalen Netzwerks REN21 (Renewable Energy Policy Network for the 21st Century) zeigt eindrücklich, dass sich erneuerbare Energien rasant entwickeln und ein bedeutender Bestandteil der weltweiten Energieversorgung sind. Wind- und Sonnenenergie, Wasserkraft, Geothermie und Biomasse sorgen auf allen Kontinenten für mehr Versorgungssicherheit und fördern die wirtschaftliche Entwicklung.

2 Frankfurt School-UNEP Centre/BNEF (Hrsg.): Global Trends in Renewable Energy Investment 2016, http://www.fs-unep-centre.org, Frankfurt am Main 2016

Die Internationale Energieagentur IEA geht davon aus, dass bis 2030 mehr als ein Viertel des weltweiten Primärenergieverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann. Studien von Greenpeace/EREC/GWEC und des Wissenschaftlichen Beirats für Globale Umweltveränderungen der Bundesregierung zeigen, dass erneuerbare Energien bis 2050 die Hälfte der weltweiten Energieversorgung decken können.

Zwar steigt der absolute Beitrag der erneuerbaren Energien zum weltweiten Energiebedarf seit Jahren kontinuierlich an, jedoch verhindern in verschiedenen Regionalmärkten politische und wirtschaftliche Hürden immer noch, dass sich die Kraft der erneuerbaren Energien voll entfaltet. Von daher bestehen sowohl kurz- als auch mittel- und langfristig nach wie vor erhebliche Potenziale für Investitionen in erneuerbare Energien.

Der Ausbau erneuerbarer Energien ist nicht nur den entwickelten Industrienationen vorbehalten – im Gegenteil. Eine aktuelle Studie des renommierten Analysehauses Bloomberg New Energy Finance zeigt: Dank rapide gesunkener Preise für Windkraft, Solar und Co. geben inzwischen Schwellenländer bei der Energiewende den Ton an. Erneuerbare Energien sind kein teurer Luxus mehr, den sich nur grün angehauchte Industrienationen leisten können. Vielmehr haben Schwellen- und Entwicklungsländer die Führung beim weltweiten Ausbau sauberer Energien übernommen. Der Untersuchung zufolge haben 55 analysierte Staaten die regenerativen Energien zwischen 2008 und 2013 um durchschnittlich 19 Prozent im Jahr ausgebaut. Die OECD-Staaten kommen lediglich auf 13 Prozent. Große Wasserkraftwerke sind dabei noch nicht einmal berücksichtigt. Die hohen Steigerungsraten sind nicht allein dem niedrigeren Ausgangsniveau in Schwellenländern geschuldet – sie sind das Ergebnis eines absoluten Wachstumstrends. Insgesamt wurden in den analysierten Schwellenländern über 142 Ligawatt innerhalb des fünfjährigen Betrachtungszeitraums errichtet. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt die gesamte installierte Leistung von Solar-, Windkraft- und Bioenergie-Anlagen etwa 80 Ligawatt. Damit deckt die Bundesrepublik zirka 28 Prozent ihres Stromverbrauchs.

Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf blieb im Geschäftsjahr 2015 mit einem Jahresfehlbetrag von EUR -7,41 Mio. hinter der Prognose zurück, da ein signifikanter Teil des im Geschäftsjahr 2015 direkt und indirekt platzierten Kapitals erst in Q4 2015 bzw. Q1 2016 zugeflossen ist. Zudem verschob sich der Platzierungsstart des offenen Spezial-AIFs ThomasLloyd SICAV-SIF-Cleantech Infrastructure Fund auf 2016. In der Konsequenz wurde u. a. auf den Philippinen das Solar-Portfolio vorzeitig verkauft und das Biomasse-Portfolio langsamer ausgebaut. Die Erträge des Geschäftsjahres auf Ebene der ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH entwickelten sich entsprechend geringer und langsamer als prognostiziert. Infolgedessen konnte auch die Gesellschaft im Vergleich zu der im Vorjahr getroffenen Prognose geringere Erträge aus der stillen Beteiligung an der ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH generieren.

Das Unternehmen konnte im Jahr 2015 weitere Kommanditanteile platzieren und war so in der Lage, entsprechende Einlagen auf die gezeichnete stille Beteiligung an der ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH zu tätigen. Die prognostizierten Zahlungen an die Anleger konnten in Form von Entnahmen prospektkonform geleistet werden. Das Geschäftsjahr wurde mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ -7.413 beendet. Dies entspricht den Erwartungen der Geschäftsführung, nachdem auch im Geschäftsjahr 2015 Aufwendungen für die Platzierung von Kommanditanteilen anfielen.

B. Lage des Unternehmens

Vermögens- und Ertragslage

Die stille Beteiligung als wesentliche Position des Aktivvermögens erhöhte sich von T€ 31.627 auf T€ 54.309. Auf der Passivseite ergab sich durch die Saldierung von Ausschüttungen/Entnahmen, Einlagen und Verlustanteil des laufenden Geschäftsjahres eine Erhöhung des Kommanditkapitals von T€ 32.841 auf T€ 56.328. Rückstellungen waren in Höhe von T€ 20 (im Vorjahr T€ 24) zu bilden und die gesamten Verbindlichkeiten betrugen zum Stichtag T€ 3.407 (im Vorjahr T€ 913).

Das Unternehmen partizipiert über die eingegangene stille Beteiligung an den Gewinnen sowie der Steigerung des Unternehmenswertes der ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH. Die Erträge nach handelsrechtlichen Bilanzierungsvorschriften aus dieser stillen Beteiligung betrugen im Geschäftsjahr T€ 0 (im Vorjahr T€ 1.809).

Unter Berücksichtigung von Aufwertungspotential hätte sich zum 31.12.2015 bei der ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH ein Jahresüberschuss vor Teilgewinnabführung an die stillen Gesellschafter in Höhe von T€ 7.395 ergeben. Die Erträge aus der stillen Beteiligung der Gesellschaft an der ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH hätten somit unter Berücksichtigung des Aufwertungspotentials T€ 2.732 betragen.

Wesentlicher Aufwandsposten waren Eigenkapitalbeschaffungskosten in Höhe von T€ 8.413 (im Vorjahr T€ 5.628).

Der Jahresfehlbetrag der Gesellschaft erhöhte sich nach handelsrechtlichen Bilanzierungsvorschriften von T€ 3.033 auf T€ 7.413. Unter Berücksichtigung der Erträge aus oben dargestellter Vergleichsrechnung würde sich ein verringerter Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 4.681 ergeben.

Finanzlage

Die Gesellschaft soll den gesellschaftsvertraglichen Regelungen zufolge bis zu 85 % des gezeichneten Kommanditkapitals in die stille Beteiligung an der Projektgesellschaft investieren. Zur Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft ist eine angemessene Liquiditätsreserve vorzuhalten. Die Liquidität der Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt sichergestellt.

Investitionen

Die Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG erhöhte im Geschäftsjahr 2015 ihre stille Einlage an der ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH.

Gesamtaussage

Der Geschäftsverlauf der Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG entspricht – unter Berücksichtigung der oben genannten Planungsabweichungen – den Erwartungen und steht im Einklang mit der mittelfristigen Planung.

Personal

Die Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG beschäftigte im Berichtszeitraum keine Mitarbeiter.

Nachtragsbericht

Am 06. April 2016 wurde auf den Philippinen der Grundstein für South Negros BioPower, ein Biomassekraftwerk mit einer Leistung von 25 Megawatt (MW), gelegt. Das im Süden der Insel Negros gelegene Projekt ist das zweite Kraftwerk, das plangemäß ab Ende 2017 regenerativen Strom aus Ernteabfällen der lokalen Landwirtschaft für rund 265.000 Menschen erzeugen wird. Nach der Inbetriebnahme wird South Negros BioPower zudem über 3.000 neue, dauerhafte Arbeitsplätze im Kraftwerk und in der lokalen Landwirtschaft schaffen und pro Jahr 85.498 Tonnen Kohlendioxid (CO2) einsparen.

Der erste Spatenstich bei South Negros BioPower unterstreicht einmal mehr die nachhaltige Expansionsstrategie der ThomasLloyd-Gruppe. Zugleich wird mit dem weiteren Ausbau der Biomasse-Investitionen die technologische Diversifikation des asiatischen Infrastrukturportfolios vorangetrieben.

Am gleichen Tag wurden die beiden Solarkraftwerke ISLASOL I und II (vormals San Carlos Solar Energy II und III) offiziell in Betrieb genommen. Beide Objekte sind Bestandteile des von ThomasLloyd finanzierten, realisierten und im Jahr 2015 an die Philippine Investment Alliance for Infrastructure (PINAI) verkauften Portfolios von Solarkraftwerken mit einer Gesamtleistung von insgesamt 125 MW, das nahezu 300.000 Menschen mit nachhaltig erzeugtem Solarstrom beliefert.

An den drei Zeremonien nahmen neben einer großen Delegation europäischer Finanzexperten und Kapitalgeber eine Vielzahl hochrangiger asiatischer Politik-, Wirtschafts- und Medienvertreter, aber auch Repräsentanten von Projektpartnern sowie institutionellen Investoren teil.

Nachdem ThomasLloyd im Juni bzw. September 2015 das gesamte Portfolio an Solar-Projekten verkaufte, wurde die Höhe der Finanzierungfazilität auf das Portfolio an Biomasse-Projekten angepasst. Zur Refinanzierung von San Carlos Biopower, South Negros Biopower und North Negros Biopower stellt die IFC nunmehr USD 161 Mio. zur Verfügung. Die Unterzeichnung des endgültigen Kreditvertrags, des Pfandvertrags und der Aktienselbstbehaltsvereinbarung erfolgte am 19. August 2016 in Manila.

Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2015 haben sich darüber hinaus keine weiteren Vorgänge ergeben, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage haben und von besonderer Bedeutung sind.

C. Chancen- und Risikobericht

Risiken der künftigen Entwicklung:

Die Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG stellt der ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH eine stille Beteiligung für investive Zwecke im Cleantech-Sektor zur Verfügung. Die Entwicklung der Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG hängt maßgeblich von der Geschäftsentwicklung der ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH ab. Die Geschäftsentwicklung der ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH wiederum hängt maßgeblich vom Erfolg der eingegangenen Investitionen im Cleantech-Sektor ab. Dabei spielt neben dem Akquisitionserfolg bei Neuprojekten nach deren Realisierung der Betrieb der Projekte und/oder der Verkauf der Projekte an externe Investoren eine wesentliche Rolle. Durch die Etablierung der ThomasLloyd SICAV-SIF mit dem Teilfonds ThomasLloyd SICAV-SIF Cleantech Infrastructure Fund in 2014 sind die Risiken – aber auch die unten dargestellten Chancen – im Wesentlichen von der ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH auf den ThomasLloyd SICAV-SIF Cleantech Infrastructure Fund übergegangen.

Risiken ergeben sich daneben durch die weltwirtschaftliche Entwicklung. Neben der Konjunktur haben auch weltpolitische Ereignisse und die Entwicklungen an den internationalen Finanzmärkten starke Auswirkungen auf einzelne Regionen. Dies kann in besonderem Maße für Schwellenländer gelten.

Ein wichtiger Risikobereich in Schwellenländern betrifft die politische, wirtschaftliche und rechtliche Stabilität. Hier sind einerseits sorgfältig Analysen der gegebenen Situation erforderlich. Andererseits ist es notwendig, durch regionale Diversifikation das Gesamtrisiko in diesem Risikosegment zu minimieren. Insgesamt ist das Wachstumspotenzial von Cleantech-Investments, gerade in Schwellenländern, ungebrochen und nimmt weiterhin zu. Die erzielbaren Renditen sind deutlich höher zu veranschlagen, als bei vergleichbaren Investments in höher entwickelten Volkswirtschaften.

Sowohl Privatanleger als auch institutionelle Investoren sind immer öfter auf der Suche nach attraktiven Investments im Sachwertebereich. Dabei kommen Investitionen im Cleantech-Segment verstärkt in den Fokus dieser Investorengruppen. Von daher ist – mehr denn je – ein optimistischer Blick auf den mittel- und langfristigen Geschäftsverlauf angebracht.

Durch eine systematische Analyse im Vorfeld der einzugehenden Investitionen, die regelmäßige Information der Gesellschaft über die aktuellen Entwicklungen und ein engmaschiges Projektcontrolling versucht die Projektgesellschaft im Interesse der Dritte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG – neben der Risikobegrenzung durch Diversifikation der Projekte – einen stabilen Wachstumspfad einzuschlagen.

Die Liquidität war zu jedem Zeitpunkt durch das Cash-Management der Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG sichergestellt. Zins- und Währungsrisiken sind zur Zeit nicht erkennbar.

Risiken, die sich aus steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen ergeben könnten, wird durch die frühzeitige Einbindung externer Experten begegnet. Derzeit sind wesentliche Risiken dieser Art nicht erkennbar.

Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen entsprechende Versicherungen, die die finanziellen Auswirkungen auf Liquidität, Finanzlage und Ertragssituation begrenzen. Weiterhin wurde auch bilanzielle Vorsorge für Einzelrisiken durch die Bildung von Rückstellungen getroffen.

Konkrete, den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken und Belastungen sind derzeit nicht erkennbar.

Chancen der künftigen Entwicklung:

Große Chancen für die ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH, an der die Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG eine stille Beteiligung hält, ergeben sich vor allem aus den geschilderten langfristigen Trends, die zeigen, dass der Energiebedarf vor allem in den Schwellenländern Asiens weiter erheblich wächst. Mithin ist zu erwarten, dass die Abgabepreise für den erzeugten Strom nicht nur nicht sinken, sondern weiter steigen werden, was die laufende Rentabilität der bestehenden und geplanten Anlagen weiter steigern wird.

Darüber hinaus verbessern diese mittel- und langfristigen Rahmenbedingungen die Marktchancen im Hinblick auf die beabsichtigte Veräußerung der fertiggestellten Kraftwerksanlagen erheblich.

Weitere Chancen ergeben sich durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der zur Weltbank-Gruppe gehörenden International Finance Corporation in Washington D. C., die für weitere Projekte maßgebliche Unterstützung avisiert hat.

Insgesamt wird die ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund GmbH aus dem Vorsprung an Wissen und Erfahrung in asiatischen Schwellenländern deutlich profitieren, die ihr ein nachhaltiges Alleinstellungsmerkmal im Markt verschaffen, so dass die Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG mittelbar von dieser Entwicklung profitieren wird.

Darüber hinaus ist zu erwarten, dass die Nachfrage von Investoren aus entwickelten Ländern nach attraktiven Sachwertanlagen weiter steigen wird, da angesichts der Situation an den Geld- und Kapitalmärkten rentable Finanzanlagen mit einem attraktiven Rendite-/Risikoprofil immer schwieriger zu finden sind. In Verbindung mit dem Vorsprung an Wissen und Erfahrung der ThomasLloyd-Gruppe im betrachteten Segment ist eine Fortsetzung der positiven Wertentwicklung der Investitionsprojekte realistisch.

D. Vergütungsbericht

Angaben gem.§ 24 Abs. 1 VermAnlG

Die Gesellschaft verfügte im Bereichsjahr über kein Personal. Insofern fielen keine Vergütungen an.

Allerdings waren aufgrund der gesellschaftsvertraglichen Regelungen folgende Vergütungen als Aufwand zu berücksichtigen:

1. feste Vergütungen:

Haftungsvergütung in Höhe von € 2.500 zzgl. USt (€ 2.975 brutto) an die Komplementärin Cleantech Management GmbH, Frankfurt am Main

Geschäftsführungsvergütung in Höhe von € 2.500 zzgl. USt (€ 2.975 brutto) an die Geschäftsführende Kommanditistin ThomasLloyd Global Asset Management (Schweiz) AG, Zürich, Schweiz

Platzierungsabhängige Verwaltungs- und Treuhandtätigkeitsvergütung in Höhe von € 197.738,36 zzgl. USt (€ 229.376,50 brutto) an die Treuhandkommanditistin Cleantech Treuvermögen GmbH, Frankfurt am Main

2. variable Vergütungen:

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren keine variablen Vergütungen als Aufwendungen zu berücksichtigen.

3. Gewinnbeteiligungen:

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren keine Gewinnbeteiligungen als Aufwendungen zu berücksichtigen.

Damit sind für das Geschäftsjahr 2015 insgesamt € 202.738,36 zzgl. USt (€ 235.176,50 brutto) an derartigen Vergütungen in den Aufwendungen der Gesellschaft enthalten.

Prognosebericht

Aufgrund der Geschäftsentwicklung in den ersten acht Monaten des neuen Jahres bestätigt sich unsere Einschätzung im Hinblick auf eine planmäßige weitere Entwicklung der Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG. Zusätzliche Effekte können aus dem Konjunkturverlauf und der Entwicklung der Weltwirtschaft kommen. Derzeit wird hier eine weitere nachhaltige Steigerung des weltweiten Potenzials für Cleantech-Investments, insbesondere in Schwellenländern, erwartet.

Für die Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG rechnen wir daher im Geschäftsjahr 2016 mit einer weiteren Steigerung bei der Zeichnung von Kommanditanteilen und einer entsprechenden Erhöhung der stillen Beteiligung. Auch der Jahresfehlbetrag wird sich aus heutiger Sicht im Geschäftsjahr 2016 nochmals erhöhen, da weiterhin Eigenkapitalbeschaffungskosten im Rahmen der Platzierung weiterer Kommanditanteile anfallen.

 

Frankfurt am Main, im August 2016

Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG

vertreten durch Cleantech Management GmbH

Geschäftsführung

Matthias Klein

und

ThomasLloyd Global Asset Management (Schweiz) AG

Geschäftsführung

Matthias Klein

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG, Frankfurt am Main

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang sowie Kapitalflussrechnung – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis 31.12.2015 geprüft. Die Prüfung umfasst auch die ordnungsgemäße Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der Vorschriften des Vermögensanlagengesetzes (VermAnlG) liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Darüber hinaus liegt die ordnungsmäßige Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 25 VermAnlG i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Die Ordnungsmäßigkeit der Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten gemäß § 25 Abs. 3 VermAnlG haben wir auf Basis einer Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und von aussagebezogenen Prüfungshandlungen überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ist die Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß erfolgt. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“

Stuttgart, 22.08.2016
tz/ec/km/th-st/05154/8

PKF WULF & PARTNER
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Ralph Setzer, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

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