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Vom Trump-Liebling zum Textnachrichten-Notfall: Pastor beendet Kongress-Kampagne

geralt (CC0), Pixabay
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Manchmal dauert ein politischer Aufstieg Jahre. Manchmal dauert ein Absturz nur 24 Stunden.

Jackson Lahmeyer, Pastor aus Oklahoma, Trump-Unterstützer der ersten Stunde und selbst ernannter „MAGA-Warrior“, hatte gerade noch den Einzug in die Stichwahl um einen Kongresssitz geschafft. Einen Tag später war alles vorbei.

Der Grund? Nicht etwa ein politischer Skandal, keine Affäre um Spendengelder und auch keine spektakuläre Verschwörung. Nein, es waren Textnachrichten.

Ausgerechnet Textnachrichten.

Laut Medienberichten soll Lahmeyer einer ehemaligen Miss Oklahoma und Mitarbeiterin seiner Kampagne Nachrichten geschickt haben, die deutlich persönlicher ausfielen als das übliche politische Klein-Klein. Der wohl berühmteste Satz der Affäre: „I like texting you lol.“

Ein Satz, der vermutlich nie für die Geschichtsbücher gedacht war, nun aber möglicherweise das politische Vermächtnis des Pastors prägen wird.

Besonders bitter: Noch wenige Tage zuvor hatte Donald Trump den Kandidaten öffentlich gelobt und unterstützt. Doch in der Politik gilt offenbar manchmal dieselbe Regel wie beim Dating: Wenn die Nachrichten peinlich werden, kann es schnell vorbei sein.

Trump zog seine Unterstützung zurück und stellte sich stattdessen hinter Lahmeyers Konkurrenten Mark Tedford. Die Botschaft war deutlich: „Make America Great Again“ ist gut. „I like texting you lol“ offenbar weniger.

Lahmeyer selbst räumte ein, eine Grenze überschritten zu haben. Er habe Fehler beim Schreiben von Nachrichten gemacht, betonte aber zugleich, dass die Berichterstattung ihn schlimmer darstelle als die Realität.

Am Ende zog er die Reißleine und beendete seine Kandidatur. Offiziell, um keine Belastung für Familie, Kirche und Wähler zu sein.

Zurück bleibt eine politische Lektion des Jahres 2026:

In einer Zeit voller geopolitischer Krisen, Milliardenhaushalte und Kulturkämpfe kann eine Kongress-Kampagne immer noch an etwas scheitern, das jeder Teenager kennt:

Manchmal wäre es besser gewesen, die Nachricht einfach nicht abzuschicken.

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