Die tagelange Suche nach einem vermissten US-Studenten in Japan hat ein tragisches Ende genommen. Der 20-jährige James „Weston“ Higginbotham, Student der Auburn University im US-Bundesstaat Alabama, wurde am Samstag tot in einem Berggebiet außerhalb der japanischen Millionenstadt Kyoto aufgefunden.
Wie seine Familie in sozialen Netzwerken mitteilte, wurde der junge Mann von einer freiwilligen Such- und Rettungsgruppe in einem schwer zugänglichen Waldgebiet entdeckt.
„Unsere Familie ist unendlich traurig. Die Worte reichen nicht aus, um unseren Schmerz zu beschreiben“, erklärte die Familie in einer Stellungnahme.
Higginbotham befand sich gemeinsam mit seinen Eltern und seinem Bruder im Urlaub in Japan. Am 29. Mai hatte er die Familie verlassen, um Kyoto auf eigene Faust zu erkunden. Nach Angaben seiner Angehörigen war es zuvor zu einer Diskussion mit seiner Mutter gekommen. Hintergrund war deren Nutzung von künstlicher Intelligenz zur Reiseplanung, die der naturverbundene Student kritisch sah.
Zuletzt wurde Higginbotham im Stadtteil Yamashina in Kyoto gesehen. Von dort führte sein Weg in Richtung eines Wanderpfades in den umliegenden Wäldern.
Die japanischen Behörden leiteten umgehend eine groß angelegte Suchaktion ein. Mehr als 100 Polizeibeamte, Suchhunde und Hubschrauber waren im Einsatz, um das weitläufige und dicht bewaldete Gebiet abzusuchen. Nach 72 Stunden wurde die offizielle Suche jedoch zunächst beendet.
Die Familie gab sich damit nicht zufrieden und organisierte gemeinsam mit lokalen Helfern sowie einem privaten Such- und Rettungsteam eigene Suchmaßnahmen. Dabei konzentrierte man sich auf Waldgebiete, die nach Angaben der Angehörigen zuvor nicht vollständig untersucht worden waren.
Noch am Samstagmorgen hatte Westons Mutter Nancy Higginbotham auf Facebook geschrieben: „Wir wissen, dass er irgendwo in diesen Wäldern ist.“
Wenige Stunden später folgte die traurige Gewissheit.
Die Familie bedankte sich nach dem Fund bei den zahlreichen Unterstützern, die die Suche begleitet und ihre Anteilnahme bekundet hatten.
„Die enorme Welle der Hilfsbereitschaft und des Mitgefühls hat uns durch die dunkelsten Tage unseres Lebens getragen“, erklärte die Familie. „Wir werden Weston immer lieben.“
Die genauen Umstände seines Todes sind derzeit noch nicht bekannt. Die japanischen Behörden haben entsprechende Untersuchungen eingeleitet.
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