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USA vernichten 500 Tonnen Notnahrung auf Kosten der Steuerzahler

Leovinus (CC0), Pixabay
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Die US-Regierung steht kurz davor, rund 500 Tonnen an steuerfinanzierter Notnahrung zu vernichten, die eigentlich für hungernde Menschen weltweit gedacht war. Grund: Das Mindesthaltbarkeitsdatum läuft in diesem Monat ab – und die Lagerung in einem Depot in Dubai macht eine rasche Umverteilung unmöglich.

Wie CNN unter Berufung auf einen ehemaligen Mitarbeiter der US-Entwicklungshilfeagentur USAID berichtet, handelt es sich um sogenannte High Energy Biscuits – hochkalorische, nahrhafte Kekse, die in Katastrophenfällen Menschen am Leben erhalten können.

Zusätzliche Kosten in Höhe von 100.000 US-Dollar

Die Entsorgung schlägt mit weiteren 100.000 Dollar zu Buche – ebenfalls finanziert durch US-Steuergelder. Der frühere USAID-Beamte machte die Umstrukturierung der Behörde unter der Trump-Regierung für das Desaster verantwortlich.

„Früher hätte das niemand zugelassen“, sagte der Insider. Die USAID habe früher ablaufende Hilfsgüter rechtzeitig weitergeleitet – oder gespendet. Heute fehle es an Koordination, da viele erfahrene Mitarbeiter entlassen wurden. Auch das Gaza-Hilfsteam sei weitgehend aufgelöst worden, was konkrete Hilfslieferungen verhindere.

„In Gaza wären die Kekse ideal gewesen“

Die Kekse seien vor allem für Regionen gedacht, in denen es kein sauberes Wasser oder Möglichkeiten zum Kochen gibt – wie aktuell im Gazastreifen. Zwei Portionen pro Tag reichten aus, um das Überleben zu sichern, so der ehemalige Beamte: „Diese Kekse wären ideal für Gaza gewesen – jetzt landen sie auf dem Müll.“

Ein Sprecher des US-Außenministeriums bestätigte gegenüber CNN die geplante Vernichtung: „Die Kekse wurden von der vorherigen Regierung beschafft, aber nicht rechtzeitig verbraucht. Leider ist dieses Risiko Teil jeder Katastrophenvorsorge mit verderblichen Waren.“

Er betonte, dass solche Maßnahmen auch unter früheren Regierungen nötig gewesen seien. Man tue stets alles, um Alternativen zur Zerstörung zu finden, aber in diesem Fall sei es nicht gelungen.

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