Besser hätte der Start für die USA in die Heim-Weltmeisterschaft kaum laufen können. Vor mehr als 70.000 Zuschauern im ausverkauften Los Angeles Stadium feierte die Mannschaft einen souveränen 4:1-Erfolg gegen Paraguay und unterstrich dabei früh ihre Ambitionen bei diesem Turnier.
Schon in den ersten Minuten wurde deutlich, wer an diesem Abend das Kommando übernehmen würde. Die Amerikaner traten selbstbewusst, aggressiv und spielfreudig auf. Nach einem starken Angriff über Christian Pulisic landete der Ball bereits in der siebten Minute im paraguayischen Tor. Zwar wurde der Treffer als Eigentor gewertet, doch er war der verdiente Lohn für den druckvollen Beginn der Gastgeber.
Paraguay fand in der ersten Halbzeit kaum Mittel gegen die hohe Intensität der US-Auswahl. Vor allem Folarin Balogun stellte die südamerikanische Defensive immer wieder vor große Probleme. Der Stürmer krönte seine starke Leistung mit zwei Treffern und sorgte noch vor der Pause praktisch für die Vorentscheidung.
Mit der komfortablen 3:0-Führung im Rücken nahmen die USA nach dem Seitenwechsel etwas Tempo heraus. Paraguay gelang zwar durch Mauricio der Ehrentreffer, doch ernsthaft gefährdet war der Sieg der Gastgeber nie. Den Schlusspunkt setzte schließlich Giovanni Reyna, der nach seiner Einwechslung mit einem sehenswerten Treffer in der Nachspielzeit den 4:1-Endstand herstellte.
Neben dem sportlichen Erfolg bot der Abend auch die große WM-Bühne, die sich die Organisatoren gewünscht hatten. Hollywood-Stars auf den Tribünen, eine aufwendige Eröffnungsfeier und eine amerikanische Mannschaft, die mit attraktivem Fußball überzeugte – der Gastgeber lieferte eine Vorstellung, die Lust auf mehr macht.
Besonders erfreulich aus Sicht der USA war dabei die Ausgeglichenheit im Team. Pulisic lenkte das Spiel, McKennie überzeugte im Mittelfeld, Balogun traf zuverlässig und auch die Joker brachten neue Impulse. Genau diese Mischung könnte im weiteren Turnierverlauf entscheidend werden.
Für Paraguay hingegen beginnt die Weltmeisterschaft mit einer ernüchternden Erkenntnis. Gegen die dynamischen Amerikaner wirkte die Mannschaft über weite Strecken überfordert und fand erst nach dem Seitenwechsel etwas besser ins Spiel. Vor den kommenden Gruppenspielen steht daher bereits erheblicher Druck auf dem Team.
Die USA dagegen dürfen von einem perfekten Auftakt sprechen. Drei Punkte, vier Tore und ein selbstbewusster Auftritt vor heimischem Publikum – der Gastgeber hat ein erstes deutliches Signal an die Konkurrenz gesendet.
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