Die frühere US-Kongressabgeordnete Kay Granger ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Ihr Sohn J. D. Granger bestätigte ihren Tod am 2. August gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die genaue Todesursache war zunächst nicht bekannt. Bereits 2024 hatte Granger jedoch von unerwarteten gesundheitlichen Problemen gesprochen.
Kay Granger schrieb mehrfach politische Geschichte. Sie war die erste republikanische Frau aus Texas, die in das US-Repräsentantenhaus gewählt wurde. Von 1997 bis 2025 vertrat sie den 12. Kongresswahlbezirk von Texas, zu dem große Teile der Stadt Fort Worth gehören.
In ihrer letzten Amtszeit leitete sie den einflussreichen Haushaltsausschuss des Repräsentantenhauses. Damit gehörte sie zu den wichtigsten Politikerinnen bei der Entscheidung über die Verwendung öffentlicher Gelder in den Vereinigten Staaten.
Vor ihrer Zeit im Kongress war Granger unter anderem als Lehrerin und Unternehmerin tätig. Von 1989 bis 1991 gehörte sie dem Stadtrat von Fort Worth an. Anschließend wurde sie zur ersten Bürgermeisterin der Stadt gewählt und übte dieses Amt von 1991 bis 1995 aus.
Der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, würdigte Granger als Politikerin, die wichtige Barrieren für Frauen im öffentlichen Dienst überwunden habe.
Auch die Bürgermeisterin von Fort Worth, Mattie Parker, bezeichnete Granger als Wegbereiterin und entschlossene Führungspersönlichkeit. Sie habe Texas über Jahrzehnte mit großem Einsatz und Verantwortungsbewusstsein gedient.
Die demokratische Abgeordnete Rosa DeLauro erklärte, Granger habe sich durch ihre ruhige Führung und ihre parteiübergreifende Zusammenarbeit den Respekt vieler Kongressmitglieder erworben.
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