Startseite Allgemeines US-Haushaltsstreit: Sozialversicherungszahlungen laufen weiter – aber nicht alle Dienste der SSA sind verfügbar
Allgemeines

US-Haushaltsstreit: Sozialversicherungszahlungen laufen weiter – aber nicht alle Dienste der SSA sind verfügbar

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
Teilen

Der anhaltende „Government Shutdown“ in den USA, der sich mittlerweile der Zwei-Wochen-Marke nähert, hat Auswirkungen auf zahlreiche Bundesbehörden – auch auf die Sozialversicherungsbehörde SSA (Social Security Administration). Dennoch: Die Auszahlungen der Sozialversicherungsleistungen gehen weiter wie gewohnt.

Wer bekommt weiter Geld – und warum?

Sozialversicherungsleistungen wie die reguläre Rente (Social Security Retirement), Invaliditätsleistungen (Disability Benefits), Hinterbliebenenzahlungen (Survivors Benefits) sowie das Einkommenssicherungsprogramm SSI (Supplemental Security Income) sind nicht betroffen vom Streit um Haushaltsmittel im US-Kongress.

Grund: Diese Programme gehören zur sogenannten „obligatorischen Ausgaben“ (mandatory spending). Sie sind gesetzlich festgelegt und unabhängig vom jährlichen Haushaltsbeschluss. Die Auszahlung läuft also automatisch weiter – auch bei einem Shutdown.

👉 Zahlungstermin Oktober:
Wer zwischen dem 11. und 20. des Monats geboren ist, erhält seine Zahlung am Mittwoch, den 15. Oktober 2025.

Eingeschränkter Service bei Sozialversicherungsämtern

Obwohl SSA-Büros geöffnet bleiben, sind nicht alle Dienstleistungen verfügbar. Grund: Tausende SSA-Mitarbeitende wurden beurlaubt.

🔓 Verfügbare Dienste:

  • Antragstellung für Leistungen
  • Adress-/Kontodatenänderung
  • Meldung eines Todesfalls
  • Ausstellung neuer Sozialversicherungskarten
  • Bearbeitung kritischer Zahlungen
  • Änderungen für SSI-Empfänger (z. B. Wohnverhältnisse)

🔒 Nicht verfügbare Dienste:

  • Ersatz für Medicare-Karten
  • Einkommensnachweise
  • Korrekturen von Verdienstnachweisen

Inflationsbericht verzögert – COLA-Ankündigung steht auf der Kippe

Die für 15. Oktober geplante Bekanntgabe der Anpassung der Lebenshaltungskosten (COLA) für 2026 dürfte sich verzögern. Grund: Der dafür entscheidende Inflationsbericht des Bureau of Labor Statistics (BLS) wurde auf Freitag, 24. Oktober, 8:30 Uhr verschoben – weil nahezu alle BLS-Mitarbeitenden ebenfalls im Zwangsurlaub sind.

Die COLA ist entscheidend für die jährliche Anpassung der Sozialversicherungsleistungen und orientiert sich an der Inflationsentwicklung im September.

Fazit: Zahlungen sicher, Bürokratie leidet

Obwohl viele staatliche Leistungen derzeit eingeschränkt oder ausgesetzt sind, können sich Rentner, Menschen mit Behinderungen und Bedürftige auf pünktliche Zahlungen verlassen. Die Unsicherheit betrifft vor allem bürokratische Vorgänge und die zukünftige Anpassung der Leistungen.

🔎 Hintergrund:
Der Government Shutdown entsteht, wenn sich Demokraten und Republikaner im US-Kongress nicht auf ein neues Haushaltsgesetz einigen können. Ohne gesetzliche Grundlage dürfen viele Behörden dann kein Geld ausgeben – außer für lebensnotwendige und gesetzlich garantierte Leistungen.

 

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Ursu bleibt Oberbürgermeister von Görlitz – AfD-Kandidat erneut geschlagen

Octavian Ursu bleibt Oberbürgermeister von Görlitz. Der CDU-Politiker setzte sich bei der...

Allgemeines

Ibrahima Konaté und der FC Liverpool

Ibrahima Konaté hat sich vom FC Liverpool verabschiedet – und zwar ungefähr...

Allgemeines

Kommentar: Hamburg hat nicht Olympia verloren – sondern den Mut zum Wettbewerb

Hamburg hat sich mal wieder selbst aus dem Spiel genommen. Noch bevor...

Allgemeines

TGI AG die Werbung die zu einem Problem werden kann

Natürlich haben wir die „dreißte Werbung“ unseren Rechtsanwälten vorgelegt, und um eine...