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Update Schweiz Rave Täter

TechLine (CC0), Pixabay
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Verdächtiger nach tödlichen Schüssen bei Rave in der Schweiz festgenommen

Nach den tödlichen Schüssen bei einem Rave im Schweizer Kanton Aargau hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Nach aktuellem Ermittlungsstand gehen die Behörden von einem Einzeltäter aus, obwohl am Tatort Hinweise auf den Einsatz von mindestens zwei verschiedenen Waffen gefunden wurden.

Bei dem Angriff war am Sonntag eine 22 Jahre alte Italienerin getötet worden. Fünf weitere Menschen im Alter zwischen 24 und 27 Jahren wurden verletzt, teilweise schwer. Nach Angaben der Polizei sind inzwischen alle Verletzten außer Lebensgefahr.

Bei ihnen handelt es sich um eine Deutsche und vier Schweizer Staatsangehörige.

43-jähriger Schweizer unter dringendem Tatverdacht

Der festgenommene Mann ist 43 Jahre alt und ebenfalls Schweizer Staatsbürger. Er wurde in der Nacht zu Montag kurz vor 1.00 Uhr angehalten und unter dringendem Tatverdacht festgenommen.

Die Ermittlungen zum genauen Ablauf der Tat, zu den Hintergründen und zu einem möglichen Motiv dauern an.

Nach Angaben der Polizei wird derzeit davon ausgegangen, dass der 43-Jährige allein gehandelt haben könnte.

Spuren deuten auf mindestens zwei Waffen hin

Zunächst war noch unklar gewesen, ob ein oder mehrere Täter beteiligt waren. Am Tatort wurden zwei unterschiedliche Arten von Patronenhülsen gefunden.

Diese sollen zu einer Pistole oder Maschinenpistole sowie zu einem Sturmgewehr passen.

Wie ein möglicher Einzeltäter beide Waffen eingesetzt haben könnte und in welcher Reihenfolge die Schüsse abgegeben wurden, ist nun Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Terror, Amok oder Abrechnung?

Beim Motiv halten die Behörden derzeit mehrere Möglichkeiten für denkbar.

Nach Angaben des Kommandanten der Kantonspolizei Aargau, Michael Leupold, werden aktuell drei Hypothesen gleichrangig geprüft: ein möglicher Terrorakt, ein Amoklauf oder eine Abrechnung im kriminellen Milieu.

Nach bisherigem Stand gehen die Ermittler davon aus, dass es sich bei den Opfern um Zufallsopfer handelt. Die Betroffenen sollen sich untereinander nicht gekannt haben.

Die Polizei ruft Besucher des Raves weiterhin dazu auf, vorhandene Foto- und Videoaufnahmen zur Verfügung zu stellen.

Schüsse nach Ende der Veranstaltung

Die Tat ereignete sich auf dem Gelände des Aargauischen Rennvereins, wo seit Jahren ein großer Rave veranstaltet wird.

Zu der Veranstaltung wurden rund 3.500 Besucher erwartet. Die ersten Notrufe gingen kurz nach dem offiziellen Ende des Raves ein.

Zu diesem Zeitpunkt hielten sich nach Angaben der Polizei noch deutlich mehr als 100 Menschen auf dem Gelände auf.

Zeugen berichteten, zunächst hätten einige Besucher die Schüsse für Feuerwerk gehalten. Erst als Menschen aufgefordert wurden, sich auf den Boden zu legen und Schutz zu suchen, sei das Ausmaß der Situation deutlich geworden.

Mehrere Besucher versteckten sich unter anderem unter einem DJ-Pult.

Die Polizei brachte die noch anwesenden Menschen anschließend in einer nahe gelegenen Turnhalle in Sicherheit.

Veranstalter spricht von „hinterhältigem Anschlag“

Der Veranstalter zeigte sich tief erschüttert über die Tat und sprach den Angehörigen der getöteten Frau sowie den Verletzten sein Mitgefühl aus.

In einer Mitteilung war von einem „hinterhältigen Anschlag“ auf die Gäste des Raves die Rede.

Auch der Aargauische Rennverein erklärte, die Einsatzkräfte seien unmittelbar alarmiert worden und mit einem Großaufgebot vor Ort gewesen.

Ermittlungen stehen noch am Anfang

Trotz der Festnahme bleiben viele Fragen offen.

Die Behörden müssen nun klären, ob der Verdächtige tatsächlich allein handelte, warum offenbar mindestens zwei Waffen verwendet wurden und welches Motiv hinter der Tat stand.

Auch die Auswertung von Videoaufnahmen, Zeugenaussagen und Spuren am Tatort dürfte für die weiteren Ermittlungen eine zentrale Rolle spielen.

Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni sprach der Familie der getöteten 22-Jährigen ihr Beileid aus. Ihre Gedanken seien zudem bei den Verletzten und allen Menschen, die den Angriff miterleben mussten.

Die Ermittlungen dauern an.

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