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Unwetter in Griechenland: Toter bei Athen, Kreta unter rotem Wüstenstaub

cmdpmk (CC0), Pixabay
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Heftige Stürme, Überschwemmungen und ein Himmel wie aus einem Katastrophenfilm: Griechenland wird derzeit von einem massiven Unwetter getroffen. Nahe Athen starb ein Mann, auf Kreta färbte Saharastaub den Himmel blutrot.

Der Tote wurde am frühen Donnerstagmorgen in der ländlichen Gegend von Nea Makri östlich der Hauptstadt unter einem Auto gefunden, teilte die Feuerwehr mit. Die genauen Umstände waren zunächst unklar. In der Region hatten starke Regenfälle Straßen überflutet, Bäume umgerissen und auch das Untergeschoss der örtlichen Polizeiwache unter Wasser gesetzt.

Ausgelöst wird das Chaos durch das Sturmtief „Erminio“, das weite Teile des Landes erfasst hat. Der griechische Wetterdienst warnt vor anhaltenden und teils heftigen Regenfällen, Gewittern und lokal sogar Hagel. Für Donnerstag galt in großen Teilen Griechenlands eine Unwetterwarnung.

Besonders dramatisch war die Lage auf Kreta: Dort zog bereits am Mittwoch eine dichte Wolke aus Saharastaub über die Insel. Die Luft färbte sich orange-rot, Sicht und Luftqualität verschlechterten sich deutlich. Bilder aus Heraklion zeigen Autos mit eingeschaltetem Licht mitten am Tag und Straßen, die in ein rötliches Dämmerlicht getaucht sind.

Für Teile Kretas – vor allem im Westen und Süden – wurde eine rote Warnstufe ausgerufen. Sie galt ab Donnerstagmittag bis spät in die Nacht.

Die Feuerwehr meldete landesweit 674 Einsätze zwischen Mittwoch und den frühen Morgenstunden des Donnerstags. Die meisten davon entfielen auf die Region Attika, zu der auch Athen gehört. Hauptgrund: umgestürzte Bäume und sturmbedingte Schäden.

Der Fährverkehr wurde wegen der starken Winde weitgehend eingestellt. Zahlreiche Schiffe blieben in den Häfen. Griechische Medien berichteten, dass einzelne Verbindungen im Laufe des Donnerstags möglicherweise wieder aufgenommen werden könnten – falls das Wetter es zulässt.

Auch auf anderen Inseln zeigt sich die Wucht des Sturms. Auf Poros wurde eine Brücke zerstört, mehrere Fahrzeuge sollen von den Wassermassen mitgerissen worden sein. Zudem blieben mancherorts Schulen geschlossen.

Die ungewöhnliche Kombination aus Starkregen und Saharastaub sorgt für besonders extreme Bilder – und macht die Wetterlage noch gefährlicher. Während in Attika Keller volllaufen und Straßen überflutet werden, kämpft Kreta zusätzlich mit dichtem Staub in der Luft, der Sicht, Verkehr und Gesundheit belastet.

Griechenland ist an Wetterextreme gewöhnt. Doch die Bilder dieses Frühjahrs wirken wie ein Menetekel: erst der Sturm, dann der rote Himmel.

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