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Krieg gegen Iran: Explosionen bei Isfahan, Angriffe auf Karaj – und die Straße von Hormus wird zur globalen Druckzone

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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Nahe der iranischen Stadt Isfahan haben offenbar heftige Luftangriffe eine Raketenbasis erschüttert. Verifizierte Videoaufnahmen zeigen gewaltige Explosionen, aufsteigende Rauchwolken und mehrere Sekundärdetonationen – ein Hinweis darauf, dass nach dem ersten Einschlag weiteres explosives Material in Brand geraten sein könnte. Ein weiteres Video zeigt, wie das Gelände über Minuten hinweg brennt.

Die Aufnahmen, die von der BBC überprüft wurden, stammen aus der Nähe der Raketenbasis Isfahan South am südlichen Rand der Stadt. In einer dritten Aufnahme aus der benachbarten Stadt Baharestan fliegen Trümmerteile in Richtung der Wohngebiete oder schlagen in den umliegenden Bergen ein. Ob die Angriffe von den USA oder Israel ausgeführt wurden, ist offiziell nicht bestätigt – beides gilt jedoch als wahrscheinlich.

Währenddessen melden Bewohner der westlich von Teheran gelegenen Stadt Karaj neue schwere Einschläge. Die Stadt sei „hart getroffen“ worden, berichteten Quellen der BBC Persian. Nach Angaben iranischer Medien wurde unter anderem eine wichtige Brücke attackiert. Ein Vertreter der Provinz Alborz sprach von zwei Toten und mehreren Verletzten. Auch aus Teheran wurden Explosionen gemeldet.

Die militärische Eskalation fällt in eine Phase maximaler Drohgebärden. US-Präsident Donald Trump erklärte am Mittwochabend, die Vereinigten Staaten würden Iran in den kommenden Wochen „extrem hart“ treffen. Zugleich behauptete er, die amerikanischen Kriegsziele könnten „in Kürze“ erreicht werden. Wie genau ein Ende der Offensive aussehen soll, ließ Trump offen.

Teheran reagierte mit scharfen Warnungen. Die Führung kündigte „breitere“, „vernichtende“ und „zerstörerische“ Vergeltungsschläge an – erklärte zugleich aber, die bisherigen Angriffe der USA und Israels seien militärisch „unbedeutend“ gewesen. Ein rhetorischer Spagat, der vor allem die eigene Bevölkerung beruhigen dürfte.

Auch Israel bleibt unter Beschuss. Nach Angaben der israelischen Armee feuerte Iran am Donnerstag erneut Raketen auf das Land. Einschläge und Explosionen wurden aus Jerusalem gemeldet. Gleichzeitig meldeten Katar und Kuwait, sie hätten iranische Drohnen und Raketen abgefangen. Die Vereinigten Arabischen Emirate erklärten, allein am Donnerstag 19 Raketen und 26 Drohnen aus Iran abgewehrt zu haben.

Parallel weitet Israel seine Angriffe in der Region aus. Im Süden des Libanon setzt die Armee ihre Luftschläge gegen Hisbollah-Stellungen fort. Neue Bilder zeigen zerstörte Wohnhäuser, Rettungskräfte in Trümmern und Tausende Menschen, die vor den Angriffen fliehen mussten.

Zunehmend rückt dabei auch die wirtschaftliche Front des Krieges in den Mittelpunkt: die Straße von Hormus. Die Meerenge, durch die normalerweise rund 150 Schiffe täglich fahren, ist nahezu blockiert. Laut der britischen Außenministerin Yvette Cooper passierten in den vergangenen 24 Stunden nur noch 25 Schiffe die Route. Rund 2000 Schiffe mit etwa 20.000 Seeleuten sitzen fest.

Cooper lud am Donnerstag mehr als 40 Außenminister zu einer Krisenschalte, um über eine Wiederöffnung der Wasserstraße zu beraten. Iran warf sie „Rücksichtslosigkeit“ vor. Für die kommende Woche kündigte London ein Treffen militärischer Planer an, um Optionen für sichere Schifffahrt zu prüfen.

Die Märkte reagieren bereits nervös: Der Ölpreis zog nach Trumps Rede deutlich an. Brent verteuerte sich um mehr als sechs Prozent auf rund 108 Dollar pro Barrel, US-Öl stieg zeitweise auf über 110 Dollar.

Die Sorge wächst, dass aus einem regionalen Krieg ein globaler Schock wird.

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