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„Uns geht’s gut. Wir sind Kämpfer“ – Maduro funkt durch die Gitterstäbe

Kaufdex (CC0), Pixabay
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 Aus der Haft direkt in die Herzen der letzten Getreuen: Venezuelas Ex-Präsident Nicolás Maduro hat sich laut seinem Sohn Nicolás Maduro Jr. (auch bekannt als „der Maduro mit WLAN“) aus einem US-Gefängnis zu Wort gemeldet. „Uns geht’s gut. Wir sind Kämpfer“, ließ der gestürzte Staatschef verkünden – offenbar zwischen zwei Kantinenbesuchen und einer Runde Gefängnis-Bingo.

Das Video mit der Botschaft wurde von der Regierungspartei PSUV veröffentlicht – aufgenommen in epischer Handyqualität mit dramatischer Musikuntermalung, irgendwo zwischen TikTok und „Gefangen in Guantánamo – Die Serie“. Maduro Jr. wirkte dabei leicht entrückt, was entweder an der Aufregung oder an zu viel Haargel lag.

Protest mit Sitzplätzen und Schatten

In Caracas versammelten sich laut offiziellen Angaben rund 1.000 regierungstreue Demonstrierende. Inoffiziell sprachen Beobachter von „ein paar hundert Leuten, zwei Tauben und einem gelangweilten Straßenhund“. Auch in Petare gab es eine Mini-Demo – allerdings deutlich kleiner als die früheren Massenspektakel der PSUV, bei denen man noch gratis Arepas und T-Shirts bekam.

Hochrangige Abwesende

Während das Volk protestierte (oder wenigstens so tat), glänzten die politischen Schwergewichte durch strategische Abwesenheit. Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez war derweil auf einer Landwirtschaftsmesse – laut eigener Aussage, um „Bananen der Freiheit“ zu ehren und Maduro „in jeder Kartoffel wiederzufinden“. Innenminister Cabello und Verteidigungsminister Padrino Lopez wurden zuletzt beim Nichtstun beobachtet – vermutlich aus Solidarität mit dem Gefängnisalltag ihres Ex-Chefs.

Politische Gefangene: Update mit Verzögerung

Gleichzeitig kündigte Caracas an, politische Gefangene freizulassen. Bis Samstagabend waren es immerhin 21 – oder wie Menschenrechtsorganisationen sagen würden: ein Tropfen auf den heißen Asphalt von Caracas. Schätzungen zufolge befinden sich noch zwischen 800 und 1.200 politische Gefangene im Land. Die PSUV versprach jedoch, die restlichen ebenfalls freizulassen – „sobald sie durch unser revolutionäres Sudoku-Verfahren gegangen sind“.

Fazit: Maduros Rückmeldung aus der Zelle könnte auch aus einem lateinamerikanischen Remake von Prison Break stammen – mit dem Titel: „El Comandante no se rinde“ – Staffel 1: Von Caracas nach Kentucky.

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