Unister von der Erfolgsstory zur Ramschbude?

So muss man es wohl Ernüchternd feststellen, denn das Jemand jetzt im Insolvenzverfahren wirklich noch einen guten Preis für das Unternehmen „Unister und seine Beteiligungen“ bezahlt ist sehr unwahrscheinlich. Das könnte eher die Zeit für Schnäppchenjäger sein. Internet ist kein einfaches Geschäft, wenn man damit Geld verdienen will, und ohne Google läuft da dann mal gar nichts. 10 Millionen Schulden soll man haben bei google, ein nicht besonders hoher Betrag, wenn man bedenkt das die Google Werbung sicherlich eine  der großen Frequenzbringer für die Unister Portale sein dürfte. Nur wenn ich genügend Kunden auf meine Portale locke, habe ich letztlich dann auch die Chance ein Geschäft zu machen. Nun hofft der Insolvenzverwalter noch 100 Millionen Euro zu erlösen, da muss man dann die Frage stellen „reicht das um alle offenen Rechnungen zu bezahlen, bzw. um erhaltene Kredite zumindest zu einem Teil zurückbezahlen zu können, wie zum Beispiel Gelder an Travel24.com. Für die Anleger des Unternehmens Travel24.com dürften die nächsten Wochen sicherlich sehr spannend werden, denn wenn Travel24.com die ausgeliehenen Gelder nicht zurückbekommen könnte es dann eng werden für die Anleger die dort die Anleihe in Höhe von 27  Millionen Euro gezeichnet haben.

Trotzdem Unister bleibt eine Interneterfolgsgeschichte die in Leipzig ihren Anfang, und in Halle möglicherweise nun ihr Ende nimmt. Thomas Wagner hat über die letzten Jahre an vorderster Front für sein Unternehmen gekämpft, war besonders enttäuscht über den einen oder anderen Wegbegleiter. Jene Wegbegleiter mit denen er seit Jahren im öffentlichen Streit befindet. Genau da gibt es dann offensichtlich wieder Menschen, wenn man den Informationen dann glauben kann, die aus dem Tod  von Thomas Wagner noch einen Vorteil herausschlagen wollen. Unglaublich, aber auch die logische Fortsetzung des Gesellschafterstreits. Daniel Kirchhof, soll nach einem Bericht der BILD Leipzig in einer Gesellschafterversammlung wo es um die Bestellung eines neuen Geschäftsführers nach dem Tod von Thomas Wagner ging, deshalb verhindert hat, weil seine Bedingung der Rücknahme der Strafanzeige gegen ihn nicht erfüllt wurde. Erst danach wurde dann wohl das Insolvenzverfahren in Gang gebracht. Unglaublich das Herr Kirchhof sich einmal als Freund von Thomas Wagner bezeichnet hat.

Unglaublich aber auch, was dort in der vorigen Woche passiert ist. Wir kennen Karsten Dairek Keune aus vielen gemeinsamen Gesprächen in den letzten 10 Jahren. Karsten Dairek Keune verfügte zwar nicht über exzellente Beziehungen in der Finanzbranche, aber über gute Beziehungen die ihm die Anbahnung des einen oder anderen Geschäftes in den letzten Jahren dann wohl auch ermöglicht haben. Keine Frage Karsten Dairek Keune sehen wir als angesehen und seriös an. Für uns zumindest ist der gesamte Vorgang, wie er jetzt bekannt ist, nicht erklärlich bzw. nachvollziehbar.  Es war übrigens nichts Ungewöhnliches das Karsten Dairek Keune zu seinen Terminen nahezu immer nur per Auto angereist ist. Karsten Dairek Keune wiederum soll aber hier auch nicht der eigentliche Vermittler des Termins gewesen sein, sondern hier tauchen dann wieder andere Namen auf. Ein Geschäft um viele Ecken wo Jemand einen kennt der dann wieder einen kennt der wieder einen kennt………………Keine guten Rahmenbedingungen, denn man weiss dann kaum noch auf wen und was man sich doch einlässt. Thomas Wagner ist nicht leichtfertig in diesen Termin gegangen, sondern hat ordentliche ihm mögliche Sorgfalt walten lassen, und er hat wichtige Personen eingeweiht also kein Hinterzimmerdeal. Auch mit dem Geld soll alles rechtens gewesen sein, seriös und korrekt von einer Leipziger Bank wohl geholt. Bei solch einem Vorgehen sollte man dann auch unterstellen, wenn der Deal seriös gewesen sein, das Thomas Wagner dann in Deutschland das Geld ordentlich deklariert hätte, wobei der größere Teil wohl so oder so hätte per Überweisung kommen sollen.

Nun gibt es wiederum Gerüchte die besagen, das Personen aus dem Umfeld von Thomas Wagner die ihm nicht wohl gesonnen waren daraus eine kriminelle Handlung machen wollten, nur darauf gewartet haben sollen das Thomas Wagner und sein Mitgesellschafter wieder in Deutschland landen, um dann Behörden darüber zu informieren. Im Hintergrund soll es hier eine Person mit Namen R.R. geben der das wohl  „in die Hand nehmen wollte“.

Auch das alles zu diesem Zeitpunkt reine Spekulation, denn da wird man die Ermittlungsergebnisse abwarten müssen. Ermittlungsergebnisse die nun die Staatsanwaltschaft Dresden liefern soll. Jene „Ermittlungsgruppe“ die seit Jahren in den Vorgang Unister involviert ist. Das es da nun einige Vorbehalte gibt „ob das dann bei der Staatsanwaltschaft auch gut aufgehoben ist“, kann man dann sicherlich schon nachvollziehen, zumal wenn die Gerüchte stimmen, das diese spezielle Ermittlungsgruppe auch vom Umfeld von Thomas Wagner mit Informationen gefüttert wurde in der Vergangenheit.

Sie sehen, der gesamte Komplex hat auch eine nicht so schöne menschliche Seite, eine Seite die letztlich das Unternehmen mit kaputt gemacht hat. Traurig aber wohl wahr.

 

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