…läuft eine Waffenruhe ab wie ein Joghurt im Kühlschrank – nur dass keiner so genau weiß, auf welches Datum man schauen soll.
Die zweiwöchige Feuerpause zwischen den USA und dem Iran endet nämlich offenbar morgen früh. Sagt zumindest Pakistan. Genauer: um 4:50 Uhr Ortszeit. Oder 1:50 Uhr bei uns. Oder vielleicht auch nicht – denn im Iran selbst tickt die Uhr wieder anders: Dort soll schon um 3:30 Uhr Schluss sein. Also eine gute Stunde früher. Wer zuerst schießt, gewinnt?
Und dann ist da noch Donald Trump, der das Ganze großzügig auf „morgen Abend Washingtoner Zeit“ datiert. Warum auch nicht – wenn schon Waffenruhe, dann bitte mit flexiblen Öffnungszeiten wie im Einzelhandel.
Die Lage wirkt ein bisschen wie ein internationales Doodle-Meeting, bei dem keiner den richtigen Termin bestätigt hat – nur dass es hier nicht um Zoom-Calls geht, sondern um Bomben.
Trump selbst hat die Verlängerung der Waffenruhe jedenfalls schon mal vorsorglich abgesagt. „Hochgradig unwahrscheinlich“, sagt er. Das ist diplomatisch für: „Eher friert die Hölle zu, bevor ich unterschreibe.“
Pakistan lädt derweil brav zur nächsten Gesprächsrunde nach Islamabad ein. Ob jemand kommt? Unklar. Wahrscheinlich hängt das davon ab, welche Uhr man gerade benutzt.
Zwischenzeitlich tauschen die Konfliktparteien weiter Drohungen aus – man will ja vorbereitet sein, falls die Waffenruhe wirklich endet. Oder vielleicht auch schon geendet hat. Oder erst später endet. Genau weiß das offenbar niemand.
Und dann steht die Welt da, schaut auf drei verschiedene Zeitangaben und denkt sich: Vielleicht wäre ein gemeinsamer Kalender schon mal ein Anfang gewesen.
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