en US-Behörden ist ein Schlag gegen eine mutmaßliche Geldautomaten-Bande gelungen. Vier Männer sollen im Sommer 2025 in einem sogenannten „Jackpotting“-Verfahren mehr als 529.000 US-Dollar aus mehreren Geldautomaten im Bundesstaat Connecticut erbeutet haben. Nun müssen sie sich vor einem Bundesgericht verantworten.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Connecticut wurden die vier venezolanischen Staatsangehörigen Ende Juni festgenommen. Ihnen werden unter anderem Verschwörung sowie der grenzüberschreitende Transport gestohlener Vermögenswerte vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren.
So funktionierte der Betrug
Beim sogenannten Jackpotting manipulieren Täter Geldautomaten mit spezieller Hardware und Schadsoftware. Dadurch wird der Automat dazu gebracht, das gesamte im Gerät befindliche Bargeld auszugeben – ohne dass eine reguläre Banktransaktion stattfindet.
Laut den Ermittlern gingen die Verdächtigen dabei äußerst professionell vor. Einer der Täter öffnete den Geldautomaten mit einem Spezialschlüssel und installierte die manipulierte Technik. Anschließend traten mehrere Komplizen nacheinander an den Automaten heran, steckten Karten ein, gaben PIN-Nummern ein und ließen sich wiederholt Bargeld auszahlen.
Um nicht aufzufallen, wechselten die Verdächtigen zwischen den einzelnen Auszahlungen teilweise sogar ihre Kleidung. An manchen Standorten sollen sie über mehrere Stunden aktiv gewesen sein.
Software-Update verhinderte einen Diebstahl
Insgesamt wurden zwischen dem 8. und 18. August 2025 mindestens neun Geldautomaten im Süden Connecticuts angegriffen. Bei acht Geräten gelang den Tätern der Coup. Lediglich ein Geldautomat blieb verschont, weil dort kurz zuvor ein Software-Update installiert worden war, das genau diese Angriffsmethode verhinderte.
Den größten Schaden verzeichnete ein Geldautomat an einer Raststätte der Interstate 95 in Fairfield. Dort sollen die Täter rund 136.000 US-Dollar erbeutet haben.
Ermittler sichern belastendes Material
Im Zuge der Ermittlungen stellten die Behörden unter anderem Fotos sicher, auf denen große Bargeldbündel auf Autositzen, in Plastiktüten und auf dem Boden einer Unterkunft zu sehen sein sollen. Die Aufnahmen sollen nach Einschätzung der Ermittler von den Tatverdächtigen selbst stammen.
Der Fall zeigt erneut, dass sogenannte Jackpotting-Angriffe trotz verbesserter Sicherheitsmaßnahmen weiterhin eine erhebliche Bedrohung für Geldautomaten darstellen. Banken und Betreiber investieren deshalb verstärkt in Software-Updates und zusätzliche Schutzmechanismen, um solche Manipulationen künftig zu verhindern.
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