Die Entscheidung von Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel sorgt weiterhin für Diskussionen. Denn während Crystal Palace mit dem Gewinn der Conference League Vereinsgeschichte schrieb, spielte sich ausgerechnet Adam Wharton mit einer überragenden Leistung noch stärker in den Mittelpunkt der Debatte um seine Nicht-Nominierung für die Weltmeisterschaft.
Der 22-jährige Mittelfeldspieler zeigte beim 1:0-Erfolg gegen Rayo Vallecano in Leipzig eine Leistung, die viele Experten nur schwer mit Tuchels Entscheidung vereinbaren können. Wharton kontrollierte das Spiel im Mittelfeld, brachte Ruhe und Struktur in den Ballbesitz und überzeugte sowohl offensiv als auch defensiv.
Besonders auffällig war dabei seine Fähigkeit, das Spiel schnell nach vorne zu treiben und mit präzisen Pässen gegnerische Abwehrreihen zu überspielen. Ex-Nationalspieler Glenn Hoddle zeigte sich bereits vor dem Finale überrascht über die Nichtberücksichtigung:
„Ich liebe seine Spielweise. Er kann mit einem Pass eine komplette Defensive aushebeln.“
Nach dem Spiel legte Hoddle noch einmal nach und bezeichnete Wharton als „wunderbaren Fußballer“, der problemlos für England spielen könne. Auch der ehemalige Nationalspieler Joleon Lescott lobte insbesondere Whartons Professionalität und seine mentale Stärke.
Im Finale selbst war Wharton überall präsent:
- Kein Spieler hatte mehr Ballkontakte.
- Kein Spieler spielte mehr Pässe ins letzte Drittel.
- Defensiv gewann er wichtige Zweikämpfe.
- Offensiv leitete er entscheidende Angriffe ein.
Sogar das entscheidende Tor entstand indirekt durch ihn. Sein Abschluss konnte vom gegnerischen Torhüter nur unzureichend abgewehrt werden, wodurch Jean-Philippe Mateta den Siegtreffer erzielen konnte.
Trotzdem bleibt Wharton bei der Weltmeisterschaft außen vor. Stattdessen setzt Tuchel im Mittelfeld unter anderem auf:
- Declan Rice,
- Jude Bellingham,
- Jordan Henderson,
- Kobbie Mainoo
- und Morgan Rogers.
Vor allem die Nominierung des inzwischen 35-jährigen Jordan Henderson sorgt dabei für Verwunderung. Hoddle erklärte offen, er verstehe zwar Hendersons Erfahrung, hätte Wharton aber trotzdem im Kader gesehen:
„Wenn Henderson diese Rolle übernehmen soll, dann vielleicht eher als Spielertrainer.“
Wharton selbst ließ sich von der Entscheidung auf dem Platz nichts anmerken. Im Gegenteil: Seine Leistung im größten europäischen Spiel der Vereinsgeschichte von Crystal Palace dürfte das Interesse zahlreicher Topklubs weiter verstärken.
Für Thomas Tuchel dürfte die Diskussion damit allerdings nicht kleiner werden. Denn nach diesem Finale fragen sich viele englische Fans erst recht:
Wie kann ein Spieler mit einer solchen Qualität bei einer Weltmeisterschaft zu Hause bleiben?
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