Paramount-Skydance-Chef David Ellison hat erstmals öffentlich die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery verteidigt. Der Zusammenschluss hat ein Volumen von rund 110 Milliarden US-Dollar.
Kritiker warnten vor zu großer Marktmacht und möglichen Gefahren für die Unabhängigkeit der Nachrichtensender CBS und CNN. Ellison wies diese Bedenken zurück. Beide Redaktionen sollten weiterhin überparteilich arbeiten und ausgewogen berichten.
Auch kartellrechtliche Vorwürfe hält er für unbegründet. Ein gemeinsamer Paramount-Warner-Konzern würde nach seinen Angaben weniger als 20 Prozent der Fernsehnutzung in den USA erreichen. Unter Einbeziehung von YouTube läge der Anteil bei etwa 13 Prozent. Zugleich müsse das Unternehmen mit finanzstarken Technologiekonzernen wie Netflix, Amazon und Apple konkurrieren.
Ellison kündigte an, jährlich rund 30 Kinofilme und 170 Fernsehserien produzieren zu wollen. Dafür seien Investitionen von mehr als 30 Milliarden Dollar pro Jahr vorgesehen.
Der Zusammenschluss bleibt jedoch umstritten. Zwölf US-Bundesstaaten und die US-Autorengewerkschaft haben Klagen eingereicht. Sie befürchten weniger Wettbewerb und schlechtere Chancen für Autoren.
Das US-Justizministerium und internationale Behörden, darunter die Europäische Union, haben die Übernahme bereits genehmigt. Wegen der laufenden Verfahren liegt der Abschluss in den USA jedoch auf Eis. Der Prozess soll derzeit erst im März 2027 beginnen.
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