Donald Trump wollte Amerika wieder reich machen.
Donald Trump wollte die Preise senken.
Donald Trump wollte die Wirtschaft entfesseln.
Donald Trump wollte Stärke zeigen.
Und was hat Amerika jetzt?
Teureres Benzin, teurere Energie, steigende Inflation – und einen Präsidenten, der lieber Kriege lostritt als Preise drückt.
Die US-Inflation ist im März auf 3,3 Prozent gestiegen – der höchste Stand seit fast zwei Jahren. Im Februar lag sie noch bei 2,4 Prozent. Dann kam der von Trump mitgetragene Iran-Krieg – und mit ihm der nächste ökonomische Realitätsschlag für Millionen Amerikaner.
Kurz gesagt:
Trump verspricht Wohlstand – geliefert wird Teuerung.
Was hat er versprochen?
Trump trat an mit dem üblichen Großmaul-Programm:
- niedrigere Lebenshaltungskosten
- sinkende Spritpreise
- wirtschaftliche Stärke
- harte Außenpolitik ohne Nachteile für Amerika
- „America First“
Die Realität sieht mal wieder so aus:
- Spritpreise +21,2 Prozent binnen eines Monats
- Energiepreise +10,9 Prozent
- Inflation auf dem höchsten Stand seit fast zwei Jahren
- wachsender Frust im eigenen Lager
- und eine Notenbank, die wegen Trumps Eskalationspolitik lieber stillhält statt zu entlasten
America First?
Eher: Inflation First.
Der Ölpreisschock: Danke, Donald
Der Hauptgrund für den Preissprung ist kein Geheimnis:
der Ölpreisschock infolge des Iran-Krieges.
Also genau jenes geopolitische Abenteuer, das Trump mal wieder als Stärke verkaufen wollte.
Das Problem ist nur: Stärke an der Front bedeutet für viele Amerikaner an der Zapfsäule vor allem eins – Schmerz im Portemonnaie.
Während Trump vermutlich wieder irgendwo erzählt, wie brillant und historisch seine Strategie sei, erleben US-Verbraucher die echte Bilanz:
- Tanken wird zur Strafzahlung
- Energie frisst mehr vom Monatsbudget
- und die versprochene Entlastung verwandelt sich in die nächste Inflationsrechnung
Man muss es so deutlich sagen:
Trump hat mit seiner Eskalationspolitik einen Brandbeschleuniger auf Preise, Märkte und Alltag gelegt.
Der Mann, der alles billiger machen wollte – macht alles teurer
Besonders bitter:
Die Lebenshaltungskosten sind seit Monaten eines der größten politischen Probleme in den USA. Genau dort wollte Trump punkten. Genau dort wollte er glänzen. Genau dort wollte er beweisen, dass er angeblich der bessere Wirtschaftsmanager ist.
Und jetzt?
Jetzt steigen die Preise ausgerechnet wegen eines Konflikts, den seine Politik massiv mitverschärft hat.
Das ist fast schon klassische Trump-Logik:
- Problem groß beschreien
- sich als Retter verkaufen
- eskalieren
- Krise verschärfen
- anderen die Schuld geben
Wer hätte gedacht, dass ein Präsident, der außenpolitische Muskelspiele liebt, irgendwann auch noch den Benzinpreis in die Luft jagt?
Antwort:
Jeder, der in den letzten Jahren aufgepasst hat.
Wenigstens Lebensmittel? Naja.
Immerhin:
Lebensmittel verteuerten sich im März „nur“ um 0,2 Prozent.
Fast schon eine Erfolgsmeldung – wenn man gerade nicht versucht, sein Auto zu betanken oder seine Energierechnung zu bezahlen.
Die Kerninflation ohne Energie und Lebensmittel lag bei 2,6 Prozent, also vergleichsweise stabil. Das zeigt ziemlich deutlich:
Ohne Trumps geopolitischen Öl- und Energie-Schock wäre die Lage deutlich entspannter.
Aber genau das ist ja das Problem:
Trump liefert nicht nur politische Schlagzeilen – er liefert reale wirtschaftliche Nebenwirkungen.
Fed schaut zu – weil Trump die Unsicherheit mitliefert
Die US-Notenbank Fed bleibt deshalb vorerst vorsichtig.
Leitzins weiter bei 3,50 bis 3,75 Prozent.
Fed-Chef Jerome Powell signalisiert: abwarten.
Warum?
Weil niemand seriös vorhersagen kann, wie viele weitere Preiswellen noch kommen, wenn im Nahen Osten unter Trump weiter gezündelt wird.
Das ist der eigentliche Schaden:
Nicht nur die aktuelle Inflation steigt – auch die Unsicherheit bleibt hoch.
Unternehmen zögern. Verbraucher zahlen. Märkte zittern.
Und Trump? Der verkauft das vermutlich bald wieder als „harte Führung“.
Fazit
Donald Trump wollte als Präsident der billigen Preise, der starken Wirtschaft und der harten, aber angeblich klugen Außenpolitik auftreten.
Geliefert hat er:
- Kriegsschock
- Ölpreissprung
- Spritpreisexplosion
- höhere Inflation
- und wachsenden Ärger im eigenen Lager
Oder einfacher gesagt:
Trump versprach Wohlstand – bekommen haben die Amerikaner die teuerste Tankfüllung seit langem.
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