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Trumps große Friedensmission: Erst Waffenruhe verkünden, dann Raketen zählen

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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Donald Trump wollte eigentlich als weltgrößter Friedensstifter in die Geschichtsbücher eingehen. Stattdessen klingt der Nahe Osten inzwischen wie die Hintergrundkulisse eines besonders teuren Hollywood-Actionfilms.

Während Trump weiter optimistisch von „Deals“, „historischen Fortschritten“ und „großartigen Gesprächen“ schwärmt, fliegen rund um den Persischen Golf wieder Raketen, Drohnen und Alarmmeldungen durch die Nacht.

Die iranischen Revolutionsgarden griffen laut Medienberichten gleich mehrere Ziele an:

  • das Hauptquartier der 5. US-Flotte in Bahrain,
  • einen Luftwaffenstützpunkt,
  • sowie ein ziviles Frachtschiff.

Die gute Nachricht:
Nach US-Angaben wurde alles abgefangen.

Die schlechte Nachricht:
Offenbar muss man inzwischen schon froh sein, wenn ein Friedensprozess wenigstens militärisch halbwegs funktionierende Luftabwehr produziert.

Auch Kuwait durfte erneut Bekanntschaft mit der regionalen „Deeskalation“ machen. Dort heulten mitten in der Nacht die Sirenen, nachdem Raketen und Drohnen abgefangen werden mussten.

Man könnte sagen:
Die Waffenruhe im Nahen Osten funktioniert derzeit ungefähr so zuverlässig wie ein WLAN-Router im Keller eines Betonbunkers.

Besonders bemerkenswert bleibt dabei die Kommunikationsstrategie:
Während auf diplomatischer Ebene von Stabilität gesprochen wird, erklären die Revolutionsgarden parallel, Angriffe auf US-Ziele würden „teuer zu stehen kommen“.

Das klingt ein wenig wie:
„Wir möchten Frieden — aber bitte mit täglichem Raketenservice.“

Trump selbst hatte sich zuletzt mehrfach als Architekt einer historischen Beruhigung der Lage präsentiert. Kritiker merken allerdings zunehmend an, dass seine Friedenspolitik aktuell vor allem daraus besteht, nach jedem neuen Angriff zu erklären:
„Alles unter Kontrolle.“

In Bahrain und Kuwait dürften viele Menschen diese Einschätzung inzwischen allerdings eher mit nervösem Blick Richtung Schutzraum verfolgen.

Besonders absurd:
Während Politiker weiter von diplomatischen Fortschritten sprechen, laufen in der Region längst wieder die klassischen Routinen:
Sirenen.
Abfangraketen.
Militärische Vergeltung.
Und gegenseitige Schuldzuweisungen.

Oder anders gesagt:
Der Nahe Osten erlebt momentan die vermutlich erste Waffenruhe der Weltgeschichte, bei der man trotzdem besser nicht ohne Luftschutzkeller schlafen geht.

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