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Der große Iran-Deal: Niemand investiert Geld – es wird nur das eigene zurückgegeben

Edar (CC0), Pixabay
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Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gehen laut US-Präsident Donald Trump in die nächste Runde. Und wie Trump versicherte, werde diese Phase deutlich einfacher.

Das überrascht nicht. Die erste Phase bestand schließlich aus Krieg, Sanktionen, Drohungen und diplomatischen Verrenkungen. Da wirkt jede anschließende Gesprächsrunde automatisch entspannter.

Trump stellt klar: Kein Dollar fließt in den Iran

Besonders stolz verkündete Trump am Rande des G7-Gipfels, die USA würden kein Geld im Iran investieren.

Eine bemerkenswerte Aussage.

Denn was aktuell diskutiert wird, sind vor allem eingefrorene und beschlagnahmte iranische Vermögenswerte. Mit anderen Worten: Es geht darum, ob der Iran wieder Zugriff auf sein eigenes Geld erhält.

Das erinnert ein wenig an folgende Situation:

Jemand nimmt Ihnen Ihr Portemonnaie weg, gibt es nach Jahren zurück und erklärt anschließend großzügig:

„Keine Sorge, ich investiere keinen Cent in Sie.“

Verhandlungen jetzt mit Seeblick

Während ursprünglich Genf als Verhandlungsort vorgesehen war, zieht der Tross nun an den Vierwaldstättersee um.

Dort soll das Rahmenabkommen in einem Luxushotel unterzeichnet werden.

Offenbar gilt inzwischen auch in der Diplomatie:

Wenn schon Weltpolitik, dann bitte mit Wellnessbereich, Seeblick und Frühstücksbuffet.

Die Besetzung steht

Für den Iran reist Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf an.

Die USA schicken Vizepräsident James David Vance.

Donald Trump bleibt zunächst auf Distanz, dürfte die Ereignisse aber vermutlich über mehrere Fernseher gleichzeitig verfolgen und bei Bedarf per Social Media in Echtzeit kommentieren.

Das Rahmenabkommen ist bereits unterschrieben

Besonders modern: Nach US-Angaben wurde das Rahmenabkommen bereits digital unterzeichnet.

Ob per E-Mail, Tablet oder Smartphone wurde nicht bekannt.

Sicher ist nur: Selbst jahrzehntelange geopolitische Konflikte landen inzwischen irgendwann bei einer PDF-Datei mit elektronischer Signatur.

Jetzt folgt die „eigentliche“ Einigung

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärte, Ziel der neuen Verhandlungsrunde sei eine endgültige Vereinbarung nach Inkrafttreten des Interimsabkommens.

Oder anders formuliert:

Nach dem Rahmenabkommen kommt das Vorab-Abkommen, danach das Übergangsabkommen, dann das endgültige Übergangsabkommen und irgendwann vielleicht das endgültige endgültige Abkommen.

Diplomaten nennen das Verhandlungsprozess.

Normale Menschen würden vermutlich sagen:

„Wir reden noch darüber, worüber wir später reden werden.“

Fest steht: Die Gespräche gehen weiter. Und während Politiker von Milliarden, Sanktionen und Friedensplänen sprechen, fragt sich mancher Beobachter inzwischen vor allem eines:

Für wie dumm hält man die Öffentlichkeit eigentlich, wenn die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder plötzlich als großzügige amerikanische Investition verkauft wird?

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