Nach den israelischen Luftangriffen auf iranische Nuklearanlagen und Raketensysteme hat US-Präsident Donald Trump den Druck auf Teheran massiv erhöht. In einem Telefoninterview mit CNN forderte Trump die iranische Führung auf, umgehend einem neuen Atomabkommen zuzustimmen – andernfalls drohe totale Zerstörung. „Ich habe ihnen eine Frist von 60 Tagen gegeben – heute ist Tag 61“, sagte Trump. „Sie müssen jetzt verhandeln, bevor es zu spät ist.“
Trump lobte die israelischen Angriffe als „sehr erfolgreich“ und erklärte, seine Regierung unterstütze Israel „wie niemand zuvor“. In sozialen Netzwerken drohte er, künftige Angriffe würden „noch brutaler“ ausfallen. Die iranische Führung, so Trump, habe wiederholt Chancen auf eine Einigung ausgeschlagen. „Jetzt sind viele der Leute, mit denen ich verhandelt habe, tot – und es wird nur schlimmer.“
Im Gegensatz zu Trumps martialischem Ton bemühte sich Außenminister Marco Rubio um Distanz. Die USA seien „nicht an den Angriffen beteiligt“, erklärte er. Vorrang habe der Schutz amerikanischer Soldaten in der Region.
Trotz der Eskalation hält die US-Regierung offiziell an diplomatischen Bemühungen fest. Sondergesandter Steve Witkoff sei bereit für Gespräche – ob wie geplant am Sonntag in Oman oder zu einem späteren Zeitpunkt. Ob diese Runde zustande kommt, ist jedoch fraglich.
Unterdessen drohte Trump erneut mit einem „massiven Konflikt“ im Nahen Osten. Die USA veranlassten Evakuierungsmaßnahmen für Diplomaten und warnen vor möglichen weiteren Angriffen. Gleichwohl betonte Trump, er bevorzuge eine „diplomatische Lösung“ der Iran-Krise. „Ich will ein Abkommen. Wir sind recht nah dran“, so der Präsident.
Ob diese widersprüchlichen Signale aus Washington der Diplomatie dienen – oder sie endgültig untergraben – ist derzeit offen. Klar ist nur: Die Uhr tickt. Und Trump lässt keinen Zweifel daran, dass Geduld nicht seine Stärke ist.
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