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Trump und der Irankrieg

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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Trump wirkt in dieser Situation vor allem wie jemand, der irgendwie schnell aus einem gefährlichen und unübersichtlichen Konflikt herauskommen will – egal, welchen Preis am Ende andere dafür bezahlen müssen. Genau diesen Eindruck hinterlassen die ständigen widersprüchlichen Aussagen aus Washington. Erst heißt es, ein Abkommen könne sofort unterschrieben werden, dann sei plötzlich doch keine „übereilte“ Einigung gewollt.

Dabei geht es hier nicht um irgendeinen diplomatischen Streit, sondern um einen Krieg mit potenziell weltweiten Folgen. Das iranische Atomprogramm, das Raketenarsenal, die Straße von Hormus, Israels Sicherheitsinteressen, die Rolle der Hisbollah und die Stabilität der gesamten Region – all diese Punkte hängen miteinander zusammen. Trotzdem entsteht der Eindruck, dass Trump vor allem einen politischen Erfolg präsentieren möchte, um die Lage kurzfristig zu beruhigen.

Besonders problematisch ist, dass offenbar zentrale Fragen gar nicht wirklich geklärt sind. Laut iranischer Darstellung soll es zunächst nur um Waffenruhe und Kriegsende gehen, während Atom- und Raketenprogramm möglicherweise vertagt werden. Sollte das stimmen, wäre das nichts anderes als ein Verschieben der eigentlichen Probleme in die Zukunft.

Gleichzeitig scheint Trump bereit zu sein, vielen Seiten gleichzeitig Versprechungen zu machen. Israel wird zugesichert, die nukleare Gefahr müsse beseitigt werden. Dem Iran werden wirtschaftliche Erleichterungen und eine Öffnung der Straße von Hormus in Aussicht gestellt. Arabische Staaten sollen wiederum zu neuen Abraham-Abkommen gedrängt werden. Das wirkt weniger wie eine klare Strategie als vielmehr wie der Versuch, möglichst schnell irgendein großes diplomatisches Paket zu schnüren.

Dass selbst Netanjahu laut Berichten das Gefühl hat, kaum noch Einfluss auf Trump zu haben, zeigt zusätzlich, wie unberechenbar die Lage geworden ist. Trump denkt offenbar stark in Schlagzeilen und historischen Bildern: Frieden vermitteln, Deals abschließen, neue Allianzen schmieden. Ob die Vereinbarungen langfristig tragfähig sind oder nur neue Konflikte vorbereiten, scheint dabei oft zweitrangig.

Genau das macht vielen Beobachtern Sorgen: Dass am Ende ein hastiger Kompromiss entsteht, der kurzfristig Ruhe bringt, aber langfristig neue Krisen produziert – und die Welt dann später die Konsequenzen bezahlen muss.

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