Donald Trump hat mal wieder angekündigt, dass der Iran „vielleicht“ sehr bald „möglicherweise“ einen weiteren Militärschlag der USA bekommen könnte. Oder auch nicht. Genau weiß das derzeit vermutlich nur Donald Trump selbst – und vielleicht nicht einmal der.
Im Weißen Haus erklärte der US-Präsident:
„Vielleicht Freitag, Samstag, Sonntag, vielleicht Anfang nächster Woche.“
Kurz gesagt:
Irgendwann zwischen Wochenendeinkauf und Wochenbeginn könnte also theoretisch ein Krieg stattfinden.
Begründung wie immer:
Man dürfe auf keinen Fall zulassen, dass der Iran eine Atomwaffe bekomme.
Trump wirkt inzwischen ein wenig wie ein Wettermoderator für Militärschläge:
„Morgen leichte Bewölkung über Teheran, am Wochenende eventuell Marschflugkörper.“
Besonders interessant:
Trump erklärte erneut, die iranische Regierung würde „um einen Deal betteln“.
Beweise dafür?
Keine.
Eine Stellungnahme aus Teheran?
Ebenfalls keine.
Aber immerhin gehört das inzwischen zur politischen Routine:
Trump kündigt militärische Eskalationen an, dementiert sie später wieder, verschiebt sie oder erklärt anschließend, er habe sie in letzter Minute persönlich verhindert.
Der Mann führt Außenpolitik inzwischen ungefähr so wie andere Menschen spontane Restaurantentscheidungen treffen.
Der Iran reagierte wenig überraschend ebenfalls maximal dramatisch.
Vizeaußenminister Kassem Gharibabadi erklärte auf X:
„Entweder siegen wir oder werden Märtyrer.“
Was in etwa die diplomatische Version von:
„Jetzt wird’s unangenehm“
sein dürfte.
Teheran betonte außerdem, man sei vollständig bereit für jede militärische Eskalation.
Die Lage bleibt also beruhigend entspannt.
Zumindest wenn man weltpolitische Nervenzusammenbrüche gewohnt ist.
Besonders bemerkenswert:
Trump behauptete gleichzeitig, mehrere Golfstaaten hätten ihn gebeten, einen bereits geplanten Angriff kurzfristig abzusagen.
Offenbar läuft die internationale Krisendiplomatie mittlerweile ungefähr so:
Das eigentliche Problem bleibt:
Niemand weiß mehr genau, was reale Strategie ist — und was lediglich politische Show.
Trump droht regelmäßig mit:
Manches passiert tatsächlich.
Vieles nicht.
Und genau diese Mischung aus Eskalation und Unberechenbarkeit macht die Lage so gefährlich.
Denn irgendwann könnte aus einem angekündigten „Vielleicht-Angriff“ plötzlich ein echter Krieg werden.
Und dann hilft auch kein Truth-Social-Post mehr.
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