Großer Staatsmann, noch größere Geste: US-Präsident Donald Trump hat sich nach intensiven Gesprächen mit den Autokonzernen GM, Ford und Stellantis dazu durchgerungen, die 25-Prozent-Zölle auf einige nordamerikanische Autos für ganze vier Wochen auszusetzen. Laut Weißem Haus wurde er in mehreren Telefonaten sanft dazu gedrängt – möglicherweise mit einem freundlichen „Sir, please“.
„Wir gewähren eine einmonatige Sonderregelung für alle Autos, die durch das USMCA-Abkommen kommen, damit sie nicht benachteiligt werden“, ließ das Weiße Haus verkünden. Mit anderen Worten: April wird ein Fest für Autoimporte – ab Mai gibt’s dann wieder Zoll-Keule.
Telefonat mit „Gouverneur“ Trudeau – ein „einigermaßen freundliches“ Gespräch
Trump hat sich auch die Zeit genommen, den „Gouverneur“ von Kanada – alias Premierminister Justin Trudeau – mit seiner Weisheit zu beglücken. Laut Trumps eigener, neutraler und absolut faktenbasierter Einschätzung ist Kanada ein „Hauptschuldiger“ an der Fentanyl-Krise in den USA.
„Er hat mich angerufen und gefragt, was man bei den Zöllen machen kann“, schilderte Trump bescheiden auf Truth Social. Doch statt über schnöde Wirtschaft zu sprechen, brachte der Präsident direkt ein echtes Problem auf den Tisch: Drogen! Illegale Einwanderung! Und natürlich: Trudeau ist schuld!
Trudeau versuchte zu beschwichtigen, erklärte, dass die Drogenschmuggel-Situation verbessert wurde. Doch Trump, mit seinem unbestechlichen Gespür für „alternative Fakten“, war wenig beeindruckt: „Das ist nicht gut genug!“
Anschließend ließ er die Welt wissen, dass Kanadas schwache Grenzpolitik für den Tod vieler Amerikaner verantwortlich sei. Nur eine kleine Randnotiz: Laut kanadischen Behörden kommt die überwiegende Mehrheit des Fentanyls in den USA gar nicht aus Kanada. Aber Details sind ja bekanntlich nebensächlich, wenn man die Wahrheit einfach ein bisschen… effizienter gestalten kann.
Fazit: Ein Monat Gnade – aber keine Freundschaften geschlossen
Während Autokonzerne aufatmen (zumindest für 30 Tage), dürfte die Stimmung zwischen Trump und Trudeau weiterhin irgendwo zwischen eisig und nuklear pendeln. Aber wer weiß – vielleicht gibt es ja bald eine weitere großzügige Zoll-Aussetzung. Natürlich rein zufällig direkt nach den nächsten Spendenanrufen aus der Automobilbranche.
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