Schwere Waldbrände haben im US-Bundesstaat Washington rund 60.000 Menschen gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. Besonders betroffen ist die Region rund um Spokane, wo am Montag drei große Brände weiterhin außer Kontrolle waren.
Nach Angaben der Behörden wurden bereits etwa 600 Gebäude zerstört, darunter Wohnhäuser und Geschäfte. Mehr als 10.000 Haushalte und Unternehmen waren zeitweise ohne Strom. Todesfälle oder Verletzte wurden bislang nicht bestätigt.
Spokanes Bürgermeisterin Lisa Brown bezeichnete die Lage als die schlimmste Naturkatastrophe, die die Region bisher erlebt habe. Das ganze Ausmaß der Schäden sei noch nicht absehbar. Auch mögliche Todesopfer könnten derzeit noch nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Insgesamt brannten am Montagmorgen im Bundesstaat Washington 16 große, nicht eingedämmte Wald- und Flächenbrände. Starke Winde und ungewöhnlich trockene Bedingungen hatten dazu geführt, dass sich die Flammen besonders schnell ausbreiteten.
Aufnahmen aus Spokane zeigen dichte Rauchwolken und große Feuer in unmittelbarer Nähe zu Wohngebieten. Hubschrauber und Einsatzkräfte versuchten, die Brände einzudämmen.
Der Gouverneur von Washington, Bob Ferguson, rief den Notstand für den gesamten Bundesstaat aus. Zudem bat er nach einem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump um Unterstützung der Bundesregierung.
Die Bürgermeisterin forderte die Bevölkerung auf, aufmerksam zu bleiben und Evakuierungsanweisungen unbedingt zu befolgen. Viele Menschen benötigten inzwischen Unterkünfte, Lebensmittel und weitere Hilfsgüter.
Für Montag wurden zwar schwächere Winde erwartet. Meteorologen warnten jedoch davor, dass die Temperaturen im Laufe der Woche erneut steigen könnten.
Wissenschaftler weisen darauf hin, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel heiße und trockene Bedingungen begünstigt. Dadurch können Waldbrände häufiger auftreten und sich schneller ausbreiten.
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